Für den Host braucht es keinen Netzwerk-Profi
Eine Remote-Station wird erst dann wirklich praktisch, wenn sie mit normalen Internetanschlüssen funktioniert. Sie starten den OpenShack Host, melden sich an und lassen das Programm einen Weg finden. In vielen Netzen klappt eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung ohne Portweiterleitung oder besondere Regel im Router der Station.
Kommt die direkte Verbindung nicht zustande, wechselt OpenShack automatisch auf den Serverweg. Derselbe Client kann deshalb zu Hause, im Hotel, über öffentliches WLAN oder Mobilfunk arbeiten, ohne für jeden Ort ein eigenes Profil zu pflegen.
Die häufigsten Sonderfälle
CGNAT
Bei Carrier-Grade NAT teilen sich mehrere Kunden eine öffentliche IPv4-Adresse. Eine normale Portweiterleitung kann wirkungslos sein, weil die äußere NAT-Schicht beim Provider liegt. Dann nutzt OpenShack den Serverweg.
DS-Lite
DS-Lite liefert meist natives IPv6, während IPv4 über ein gemeinsames Provider-Gateway läuft. Eingehende IPv4-Verbindungen sind dadurch eingeschränkt. OpenShack kann IPv6 direkt nutzen oder automatisch ausweichen.
IPv6
IPv6 kommt ohne die klassische IPv4-NAT-Schicht aus. Dadurch ist oft ein direkter Weg möglich, obwohl keine öffentliche IPv4-Adresse vorhanden ist. Sie müssen vor dem QSO keinen IPv4- oder IPv6-Modus auswählen.
Warum Peer-to-Peer wichtig bleibt
Eine direkte Verbindung ist normalerweise der kürzeste Weg für Audio, Steuerung und CW und bringt damit die geringste Latenz. Sie ist die erste Wahl, aber keine Voraussetzung. Eine Lösung, die nur bei erfolgreichem P2P funktioniert, wäre nicht Plug-and-play.
Die praktische Grenze
Kein Programm macht aus einem komplett gesperrten oder ausgefallenen Internetanschluss eine funktionierende Station. OpenShack nimmt Ihnen die üblichen Hürden moderner Netze ab und zeigt bei Bedarf die Informationen, die für eine Diagnose wichtig sind.