DX Arena
Das erste CW-QSO führen, länger plaudern, eine DX-Station anrufen oder ein Pile-up abarbeiten. Die Stationen reagieren auf das, was Sie geben, fragen nach und korrigieren Fehler. Sie arbeiten mit Paddle, Funktionstasten oder direkt eingegebenem CW-Text.
DX Arena ist ein Simulator: Die gehörten Rufzeichen und Rapporte gehören zu Übungs-QSOs. Sie brauchen weder einen Transceiver noch eine echte Gegenstation. Für Tastaturbetrieb genügen PC und Kopfhörer; für Paddle oder Handtaste kommt eine OpenShack Box hinzu. Manche Stationsdaten stammen aus Rufzeichenlisten oder Aktivierungs-Spots. Auch diese QSOs sind simuliert.
Verfügbarkeit: DX Arena wird derzeit auf Installationen mit Beta-Freischaltung angezeigt. Fehlt die Kachel, prüfen Sie die installierte Version und Ihre Lizenz.
Der passende Einstieg
Meine ersten CW-QSOs
Beginnen Sie mit Easy 5NN und einem geduldigen Partner. In Standard QSO kommen Name und QTH hinzu.
Die erste Runde einrichten →Ich möchte DX arbeiten
Wählen Sie Easy 5NN und Search & Pounce. Rufzeichen aufnehmen, einmal anrufen, Rapporte austauschen und das QSO sauber abschließen.
Oder SOTA / POTA arbeiten →Ich möchte meine Contest-Rate steigern
Lernen Sie den Austausch mit Single Calls, steigern Sie sich zu Pile-Up und vergleichen Sie fehlerarme Runden in Competition.
Den Contest auswählen →Wenn einzelne Zeichen noch Ihre ganze Aufmerksamkeit beanspruchen, üben Sie zunächst im Morsetrainer. In DX Arena wenden Sie das Gelernte im QSO an.
Die erste Runde
- Öffnen Sie DX Arena. Tragen Sie MY CALL, MY NAME und für ein normales QSO auch MY QTH ein.
- Wählen Sie Easy 5NN, Run und Beginner. Stellen Sie ein Tempo ein, das Sie sicher aufnehmen. PgDn / PgUp ändern es in Schritten von 2 WPM.
- Schalten Sie zunächst QRN, QRM, QSB und FLUTTER aus.
- Klicken Sie auf START und rufen Sie mit F1 CQ. Bei eingeschaltetem ESM und leerem CALL-Feld sendet auch Enter CQ. Die Runde zu starten und CQ zu rufen sind zwei getrennte Schritte.
- Tragen Sie die antwortende Station in CALL ein. Senden Sie mit F5 deren Rufzeichen und mit F2 Ihren Rapport. Nehmen Sie den Rapport auf, senden Sie mit F3 TU und loggen Sie mit Enter. ESM ist standardmäßig aus.
- Arbeiten Sie einige saubere QSOs und klicken Sie auf STOP. Wechseln Sie zu Standard QSO, sobald Rufzeichen und Rapport sicher sitzen.
Beginner zeigt den Text der Gegenstation als Lernhilfe. Intermediate und Advanced führen zum Gehörlesen; RX blendet bei Bedarf den Empfangstext ein. Den Einstieg mit dem Paddle beschreibt Paddle und Handtaste.
QSOs führen lernen
STYLE bestimmt den Austausch. MODE legt fest, wer CQ ruft. Die vier QSO-Stile bieten LEVEL: Beginner bringt geduldige Partner mit gleichmäßigem Tempo, Intermediate mehr Abwechslung. Bei Advanced müssen Sie sich auf schneller oder langsamer gebende Partner, weniger saubere Handschriften und anspruchsvollere QSOs einstellen.
Easy 5NN — Rufzeichen und Rapport
Für: die ersten Kontakte und kurze DX-QSOs. Sie nehmen Rufzeichen und RST auf; Name, QTH und laufende Nummer entfallen. Wählen Sie Run, um CQ zu rufen, oder Search & Pounce, um eine CQ rufende DX-Station anzurufen.
DX: CQ CQ DE G4ABC G4ABC K
SIE: DL2CC
DX: DL2CC 5NN BK
SIE: R TU 5NN BK
DX: TU 73
Das ist ein Beispielablauf, kein festes Skript. Warten Sie mit Ihrem Rapport, bis die Station Sie anspricht. 5NN ist die verkürzte CW-Schreibweise für 599.
Standard QSO — RST, Name und QTH
Für: den Ablauf eines normalen CW-QSOs. Tragen Sie vor dem Start Ihren Namen und Ihr QTH ein. Von der Gegenstation nehmen Sie neben RST auch NAME und QTH auf. Geben Sie einen klaren Durchgang und lassen Sie anschließend Platz für die Antwort.
Bei eingeschaltetem ESM sendet Enter nach bestätigten Rapporten TU und loggt auch mit leerem NAME oder QTH. Ist ESM aus oder haben Sie TU bereits gegeben, legt Enter nur den Logeintrag an. Angaben, die die Station gesendet hat und die leer bleiben, erscheinen als NAME missing oder QTH missing.
SIE: CQ CQ DE DL2CC DL2CC K
DX: DL2CC DE G4ABC G4ABC K
SIE: G4ABC DE DL2CC GE UR RST 599 599
NAME FRANK FRANK QTH ULM ULM HW? BK
DX: [Rapport, Name und QTH]
SIE: R TNX FER QSO 73 G4ABC DE DL2CC SK
DX: R TU 73 DL2CC DE G4ABC SK
Lassen Sie Platz für die abschließende 73 der Gegenstation. Geben Sie noch 73 TU, bevor die Station zu antworten beginnt, wartet sie diesen Durchgang ab. Das Loggen bricht ihre Verabschiedung nicht ab.
In Standard QSO und Ragchew folgt auf TU EE ein kurzer Abschluss: meist TU EE, manchmal nur EE. Sie können es auch direkt nach der ausführlichen Verabschiedung geben. Solange die Frequenz noch frei ist, antwortet die Station einmal.
Fehlen beide Angaben, geben Sie PSE NAME ES QTH AGN. Die Antwort enthält Name und QTH; ein anschließendes AGN wiederholt diese Angaben. Ein einfaches TU genügt als Bestätigung. Ausdrücklich für den Rapport bedankt sich die Gegenstation nur gelegentlich.
Bei Standard QSO gibt F2 ab Werk RST, Ihren Namen und Ihr QTH. F6 gibt NAME und danach Ihren Namen einmal, F7 QTH und danach Ihr QTH einmal. Nutzen Sie diese Tasten, wenn die Gegenstation NAME? oder QTH? fragt. Fehlen Ihnen deren Angaben, geben Sie selbst NAME? oder QTH?. Für längere Durchgänge eignen sich Paddle oder FREE TX, für Notizen COMMENT.
Bereits gespeicherte eigene Makros bleiben erhalten. Wählen Sie nach dem Anwendungsupdate Standard QSO, öffnen Sie MACROS und klicken Sie auf RESET, dann SAVE, um die neuen Vorgaben für Run und S&P zu übernehmen. RESET ersetzt die eigenen Nachrichten dieses Stils; kopieren Sie vorher, was Sie behalten möchten.
Ragchew — Im Gespräch bleiben
Für: OPs, die ein einfaches QSO beherrschen und länger hören und geben möchten. Tauschen Sie RST, Name und QTH aus und fragen Sie dann nach Rig, Antenne, Leistung, Wetter oder Alter: RIG?, ANT?, PWR?, WX?, AGE?. Verwenden Sie in Ihrer Antwort die passenden Stichwörter, etwa RIG K3 PWR 100W ANT DIPOLE BK.
Fragen Sie kurz und hören Sie die Antwort ab. Zwei Angaben lassen sich zusammen anfordern, etwa mit PSE RIG ES ANT AGN. Dieser Stil versteht typische CW-QSO-Themen, aber kein beliebiges Gespräch. Halten Sie Notizen in COMMENT fest und schließen Sie mit einem klaren 73/SK ab.
SOTA / POTA — Aktivieren oder jagen
Für: kurze Portabel-QSOs und das Aufnehmen von Berg- oder Parkreferenzen. Mit Hunter rufen Sie Aktivierer an; mit Activator arbeiten Sie selbst von einem Berg oder Park. Für diesen Stil gibt es diese beiden Rollen, ohne Auto.
- Hunter: Nehmen Sie Rufzeichen, Rapport und REF des Aktivierers auf. Senden Sie Ihr Rufzeichen und Ihren Rapport. Haben Sie die Referenz verpasst, fragen Sie mit
REF?,SUMMIT?oderPARK?nach. - Activator: Tragen Sie Ihre Referenz in MY REF ein, rufen Sie CQ und arbeiten Sie die Anrufer. Ihr Austausch enthält Rapport und Referenz.
Aktuelle SOTA/POTA-Spots können die Daten einer Aktivierer-Station liefern; bei Bedarf werden Stationen erzeugt. Sie üben mit einer simulierten Station und erreichen nicht den gespotteten OP. Als Abschiedsgruß kann 44 zu hören sein.
Running, S&P und Pile-ups
Die Modusliste richtet sich nach dem Stil. QSO-Stile verwenden Run / Search & Pounce / Auto, SOTA/POTA seine beiden Rollen. Contest-Stile und Pile-Up 5NN bieten Single Calls / Pile-Up / Competition. Beenden Sie die Runde, bevor Sie Stil, Modus, Level oder Dauer ändern.
Run — Sie rufen CQ
Sie halten die Frequenz. Rufen Sie CQ, nehmen Sie einen Anrufer auf, senden Sie sein Rufzeichen und Ihren Austausch, hören Sie die Antwort und schließen Sie mit TU und Logeintrag ab. Kommt niemand zurück, rufen Sie erneut CQ. Ein kurzes QRZ? fordert die Anrufer zur Identifikation auf; es ersetzt nicht das Aufnehmen und Bestätigen eines Rufzeichens.
Search & Pounce — Auf CQ antworten
Hören Sie den CQ-Ruf ab, nehmen Sie das Rufzeichen auf und senden Sie Ihr eigenes Rufzeichen. Kommt die Station zu Ihnen zurück, nehmen Sie ihren Austausch auf und senden Ihren. ESM beginnt hier mit Ihrem Rufzeichen. F4 sendet es direkt. Auf F1 liegt standardmäßig QRL?, kein Anruf an die DX-Station. Sie suchen nicht mit einem VFO über das Band: Der Simulator stellt die Stationen bereit.
Auto — Beide Rollen üben
Bei den gewöhnlichen QSO-Stilen wechselt Auto zwischen CQ-Rufen und dem Antworten auf CQs. Achten Sie beim Rollenwechsel auf die F-Tasten und die hervorgehobene nächste ESM-Aktion. Üben Sie Run und Search & Pounce zunächst getrennt.
Single Calls — Den Contest-Austausch lernen
Sie rufen CQ und arbeiten jeweils einen Anrufer. So lernen Sie die erforderlichen Logfelder und den ESM-Ablauf kennen. ACTIVITY und STATIONS sind nicht verfügbar, weil sich keine Anrufer im Pile-up gegenseitig überlagern.
Pile-Up — Mehrere Stationen rufen an
Sie sind die CQ rufende Station. Mehr ACTIVITY bringt mehr Anrufer, mehr STATIONS vergrößert das Pile-up. Beginnen Sie klein: ein Rufzeichen herausnehmen, das QSO abschließen, dann den nächsten Anrufer arbeiten. Mit einem Teilrufzeichen wie W4? bitten Sie passende Stationen um Wiederholung. Ist nichts sicher lesbar, senden Sie AGN? oder ? und hören erneut.
Competition — Vergleichbare Runden mit Zeitlimit
Competition legt das Pile-up fest: ACTIVITY 2, STATIONS 4 und sämtliche Bandbedingungen eingeschaltet. AUTO LOG und die Textanzeigen RX/TX/MON sind aus. Die Rufzeichenhistorie über PREFILL bleibt verfügbar. Wählen Sie eine Dauer; aus OFF wird eine Runde von 10 Minuten. Beim Verlassen von Competition werden Ihre Übungseinstellungen wiederhergestellt.
Nur Competition trägt ein DX-Arena-Ergebnis mit geprüftem Score in Personal Best ein. Eine Übung mit einem Contest-Stil ist nicht automatisch eine Competition-Runde. Tempo, RIT und RX-Bandbreite lassen sich weiter bedienen.
Was Sie geben
CQ, QRZ? und QRL?
| Geben | Wann? |
|---|---|
CQ CQ DE DL2CC DL2CC K | Ein neues QSO anbahnen. Im Contest den passenden CQ-Ruf verwenden, etwa CQ TEST DL2CC. |
QRZ? oder ? | Nachfragen, wer gerufen hat. Vor dem Rapport zunächst das Rufzeichen aufnehmen. |
QRL? | Prüfen, ob die Frequenz belegt ist. Bei QSO-Stilen bedeutet eine Belegt-Antwort: weitergehen. Das nächste QRL? steht für die Prüfung einer anderen Frequenz. |
G4ABC 5NN 001 | Eine Station ansprechen und einen Contest-Austausch mit laufender Nummer senden. Die Nummer muss Ihrer aktuellen Sendenummer entsprechen. |
TU / 73 SK | Das QSO abschließen: kurzes TU im Contest, ausführlicherer Abschied im normalen QSO. |
Rapporte, Kurzzeichen und Nachfragen
RST steht für Lesbarkeit, Signalstärke und Ton. Die Eingabezeile unterscheidet RST S (Ihr gesendeter Rapport) und RST R (empfangener Rapport). Die voreingestellte 599 erleichtert die Eingabe; ändern Sie sie, wenn die Station etwas anderes gibt.
In CW bedeutet 5NN 599 und TT1 001. Nehmen Sie den Wert auf, statt sich auf den vertrauten Rhythmus zu verlassen. Fragen Sie gezielt nach: CL? für das Rufzeichen, NR? für eine Contest-Nummer, RST?, NAME? oder QTH?. AGN? fordert eine Wiederholung an. Gibt die Gegenstation NR?, wiederholen Sie Ihren Austausch oder nur die angefragte Nummer; rufen Sie nicht CQ und brechen damit das QSO ab.
Berichtigen Sie ein falsch aufgenommenes Rufzeichen in CALL und senden Sie es korrekt. Bei eingeschaltetem ESM kann das abschließende TU das korrigierte Rufzeichen voranstellen. Bereits gesendete Zeichen lassen sich nicht zurückholen: Kam die Korrektur zu spät, geben Sie das vollständige richtige Rufzeichen erneut.
QRM — Die Frequenz freihalten
Bei eingeschaltetem QRM kann ein anderer OP QRL? fragen oder auf Ihrer Frequenz CQ rufen. Antworten Sie in seiner Hörpause mit QRL oder QSY QSY. Eine hörende Station kann mit SRI QSY reagieren und verschwinden. Manche Lids ignorieren Sie; ständiges Darübergeben erschwert das Aufnehmen nur weiter.
Einen Träger, abstimmenden Sender oder Digitalburst können Sie nicht wegdiskutieren. Warten Sie ab, machen Sie im Contest das Filter schmaler oder verstellen Sie RIT. QSY ist hier eine simulierte Reaktion auf einen störenden OP; ein angeschlossener Transceiver wird dadurch nicht umgestimmt.
Contest- und DXpeditions-Stile
Wählen Sie den Stil für den Austausch und anschließend Single Calls, Pile-Up oder Competition für die Belastung. Die folgenden Angaben beschreiben Austausch und Wertung im DX-Arena-Training, nicht die vollständige Ausschreibung der echten Veranstaltung. Tragen Sie Ihre Stationsdaten vor START ein.
Pile-Up 5NN
Für: das Arbeiten als DX-Station ohne Nummernaustausch. Rufzeichen und RST genügen, etwa G4ABC 5NN, anschließend TU. Der Score entspricht der QSO-Zahl. Mit Easy 5NN üben Sie ein Einzel-QSO oder rufen DX an; bei Pile-Up 5NN sind Sie die gesuchte Station.
CQ WPX — RST und laufende Nummer
Für: Running mit laufenden Nummern. Senden Sie RST und Ihre nächste Nummer, etwa 5NN TT1. Tragen Sie die Nummer des Anrufers in SERIAL ein, nicht Ihre eigene. Die obere SERIAL-Anzeige zeigt Ihre nächste Sendenummer. DX Arena wertet QSO-Punkte mal gearbeitete Präfixe.
CQ WW — RST und CQ-Zone
Für: schnelle QSOs mit festem Austausch. Tragen Sie Ihre CQ-Zone in MY ZONE ein. Eine Station in Zone 14 gibt 5NN 14; die empfangene Zone gehört in ZONE. Ihre Zone zählt nicht mit jedem QSO weiter. DX Arena verwendet gearbeitete CQ-Zonen als Multiplikatoren.
IARU HF — RST und ITU-Zone
Für: das sichere Aufnehmen von ITU-Zonen ohne Verwechslung mit CQ-Zonen. Setzen Sie MY ITU und senden Sie beispielsweise 5NN 28. Tragen Sie die empfangene ITU-Zone in ITU ZONE ein. Dieser Simulator-Stil übt numerische ITU-Zonen und verwendet gearbeitete ITU-Zonen als Multiplikatoren.
CWops CWT — Name und Mitgliedsnummer
Für: Namen bei Contest-Tempo. Setzen Sie MY NAME und Ihre CWops-Nummer in MY NR. Ein Mitglied gibt FRANK 1234; RST entfällt. Nehmen Sie NAME und NR auf. Nichtmitglieder im Anruferpool geben Name plus Staat, Provinz oder DX-Präfix statt einer Mitgliedsnummer. Für Ihren eigenen CWT-Austausch erwartet der Simulator derzeit eine Nummer. Eindeutige Rufzeichen zählen als Multiplikatoren.
CWops CW Open — Laufende Nummer und Name
Für: wechselnde Nummern und Namen in einem Austausch. Geben Sie 001 FRANK, beim nächsten QSO dann 002. Weder RST noch Mitgliedsnummer werden ausgetauscht. Nehmen Sie empfangene NR und NAME in dieser Reihenfolge auf. DX Arena verwendet eindeutige Rufzeichen als Multiplikatoren.
FOC Marathon — RST, Name und FOC-Nummer
Für: den FOC-Austausch. Setzen Sie MY NAME und MY FOC NR und geben Sie beispielsweise 5NN FRANK 1234. Der Anruferpool besteht aus Mitgliedern. Der Simulator vergibt Punkte für Mitglieder-QSOs, zusätzliche Punkte für FOC-Clubrufzeichen und Boni für neue DXCC-Gebiete und Kontinente. Die FOC-Nummer wird getrennt von Ihrer CWops-Nummer gespeichert.
FOC BW QSO Party — Mitglieder und Nichtmitglieder
Für: beide Formen des FOC-Austauschs. Mitglieder geben RST, Name und FOC-Nummer. Nichtmitglieder geben nur RST und Name; lassen Sie MY FOC NR leer, wenn Sie kein Mitglied sind. Bei einem empfangenen Nichtmitglieder-Austausch werden ein leeres NR-Feld oder 0000 akzeptiert. Rufen Sie CQ BW. Das Ergebnis nennt die QSO-Zahl und die darin enthaltenen Mitglieder-QSOs.
Marconi VHF — RST, laufende Nummer und Locator
Für: europäische UKW-Contests. Tragen Sie einen gültigen europäischen Maidenhead-Locator in MY LOC ein, etwa JO40AB. Geben Sie 5NN TT1 JO40AB. Nehmen Sie empfangene SERIAL und LOC vollständig auf: Ein falscher Locator verändert sowohl die Logprüfung als auch die Entfernungswertung. Der Score ist die Summe der QSO-Entfernungen in Kilometern. PREFILL kann bekannte Locatoren vorschlagen; bestätigen Sie sie nach Gehör.
Paddle und Handtaste
- Richten Sie die Verbindung zur OpenShack Box in den Anwendungseinstellungen ein. Schließen Sie andere Trainer oder Decoder, die die Box belegen, und öffnen Sie DX Arena.
- Mit einem Paddle bleibt STRAIGHT KEY aus. Stellen Sie das Keyer-Tempo ein und prüfen Sie, ob die Box-Anzeige eine Verbindung meldet.
- Wählen Sie Stil, Modus und Stationsdaten vor dem Geben. Die erste Paddle-Tastung kann eine Runde automatisch starten. Sie können auch vorher START drücken.
- Geben Sie Rufzeichen oder Austausch und lassen Sie danach eine normale Pause am Durchgangsende. Der Simulator wertet den Durchgang aus und antwortet.
BKgehört zum guten Betriebsablauf; ein besonderer Befehl zum Umschalten auf RX ist nicht nötig.
Die Zeile PADDLE über den unteren Statusanzeigen zeigt Ihr dekodiertes CW schon beim Geben, auch bei ausgeschaltetem TX. Der letzte Durchgang bleibt stehen, bis Sie wieder geben. TX übernimmt abgeschlossene Durchgänge zusätzlich in die laufende Sitzungsausgabe. In Competition ist die Decoderzeile nicht verfügbar.
Paddle, Makros und FREE TX lassen sich in derselben Runde verwenden. Paddle-Betrieb allein füllt das Log nicht: Tragen Sie das Gehörte ein oder verwenden Sie im Contest-Training AUTO LOG, wenn Sie sich auf das Geben konzentrieren möchten.
Für eine Handtaste wählen Sie STRAIGHT KEY vor dem Start. Die Decoderzeile heißt dann KEY und zeigt den ganzen Durchgang nach dem Geben. Lassen Sie eine deutliche Pause, bevor Sie die Antwort erwarten.
PC-Audio und BOX AUDIO
Bei ausgeschaltetem BOX AUDIO spielt erzeugtes CW auf dem PC; Ihr Paddle-Mithörton kommt aus der Box. BOX AUDIO ist nur in QSO-Stilen mit einer Gegenstation verfügbar, wenn QRN, QRM, QSB und FLUTTER aus sind. Ihr gesendetes CW und das CW der Gegenstation laufen dann über den Mithörton der Box. Contests und Pile-Up 5NN verwenden in allen Betriebsarten PC-Audio, auch bei Single Calls.
VOL regelt die Empfangslautstärke, SIDE Ihren PC-Mithörton. Beide ändern weder die Windows-Gesamtlautstärke noch den Mithörtonpegel der Box. Wählen Sie BOX AUDIO vor dem Start; Bandeffekte bleiben während der Runde ausgeschaltet und gesperrt. Stoppen Sie die Runde und wählen Sie PC-Audio, um sie zu nutzen. Wenn Sie vor einer Runde einen Effekt einschalten, wird BOX AUDIO abgewählt und ausgeblendet. Nach erneutem Öffnen des Fensters ist es zunächst aus. Ist die Box nicht verbunden, verwendet die Runde PC-Audio und meldet den Wechsel.
Tastaturbetrieb und ESM
FREE TX — Eigenen Text senden
Drücken Sie Ctrl+K, geben Sie Ihren CW-Text ein und drücken Sie Enter oder klicken Sie auf SEND. Die ganze Zeile wird gesendet; der Fokus kehrt zum vorherigen Eingabefeld zurück. Tippen allein sendet nichts. Läuft gerade TX, wartet die Zeile, bis sie an der Reihe ist. Mit Ctrl+K verlassen Sie FREE TX und behalten den Entwurf. Esc bricht laufende und wartende Sendungen ab, leert FREE TX und kehrt zur Eingabezeile zurück.
ESM — Enter Sends Message
ESM ist standardmäßig aus; Enter loggt nur. Schalten Sie ESM über die Schaltfläche oder Ctrl+M um. Ihre Wahl wird gespeichert. Bei eingeschaltetem ESM zeigt die hervorgehobene F-Taste die nächste Sendeaktion. Im Run-Modus ist der Ablauf:
- CALL leer → Enter sendet CQ.
- CALL eingetragen → Enter sendet dieses Rufzeichen und Ihren Austausch.
- Austausch unvollständig → Enter fragt AGN.
- Austausch vollständig → Enter sendet TU und loggt. Wurde TU bereits gegeben, legt Enter nur den Logeintrag an.
Bei Standard QSO verhindern leere NAME-/QTH-Felder das Loggen nicht. Der empfangene RST muss eingetragen sein.
ESM merkt sich den per Paddle, FREE TX oder Makro gesendeten Rapport. Korrigieren Sie CALL im selben Standard QSO, wird der Rapport nicht erneut gesendet. Bei einer Rückfrage wiederholen Sie ihn mit F2 oder Ihrer Wiederholtaste.
In Pile-Up und den Contest-Modi bricht Esc die laufende Nachricht ab. Ein zuvor übermittelter Austausch bleibt gespeichert. Haben Sie die Antwort aufgenommen, sendet Enter TU und loggt. Eine erforderliche Contest-Nummer muss zuvor gesendet worden sein.
Bei Search & Pounce sendet Enter zunächst Ihr Rufzeichen. Ist der empfangene Austausch eingetragen, sendet Enter Ihren Austausch und loggt das QSO. ESM richtet sich nach den Eingabefeldern; eine voreingestellte 599 beweist nicht, dass Sie sie gehört haben. Hören Sie vor Enter die Antwort ab. Bei ausgeschaltetem ESM loggt Enter, ohne selbst eine Nachricht auszuwählen.
Wichtige Tasten
| Taste | Aktion |
|---|---|
| F1–F12 | Das zugewiesene Makro ausführen; F12 leert standardmäßig die Eingabe. |
| Leertaste / Tab aus CALL | Weiter zum nächsten Feld; bei eingeschaltetem PREFILL bekannte Daten ergänzen. In FREE TX bleibt die Leertaste ein Leerzeichen. |
| Insert oder ; | Rufzeichen der Gegenstation und Ihren Austausch senden. |
| Ctrl+Enter | Ohne Senden loggen. |
| Ctrl+W / Alt+W | Eingabe leeren / die zuletzt geleerte Eingabe wiederherstellen. |
| Esc | Sendung abbrechen. |
| PgUp / PgDn | Tempo um 2 WPM erhöhen / verringern. |
| Pfeil hoch / runter | Contest-RIT während der Runde in 10-Hz-Schritten verstellen. |
| Ctrl+Pfeil hoch / runter | Contest-RX-Bandbreite in 50-Hz-Schritten ändern. |
Funktionstasten und Makros
Zeigen Sie mit der Maus auf eine F-Taste, um deren Nachricht zu sehen. Rechtsklick auf eine F-Taste oder MACROS öffnet den Editor. Makros werden je Stil gespeichert, getrennt nach Run message und S&P message. Änderungen bei Standard QSO wirken sich nicht auf Ragchew oder Contest-Makros aus. SAVE speichert Ihre Änderungen; RESET lädt die Vorgaben des gewählten Stils in den Editor.
Vorgaben: F1 CQ (QRL? bei S&P), F2 Austausch, F3 TU, F4 eigenes Rufzeichen, F5 Rufzeichen der Gegenstation, F8 AGN?, F9 NR?, F10 CL?, F11 unbelegt, F12 Eingabe leeren. Bei Standard QSO gibt F1 CQ CQ DE {MYCALL} {MYCALL} K: Ihr Rufzeichen zweimal, also eine Wiederholung. F6 gibt NAME {NAME} und F7 QTH {QTH}, etwa NAME FRANK oder QTH ULM, jeweils einmal. Andere Stile verwenden F6 Repeat und F7 ?. Repeat gibt den Austausch bei gewöhnlichen QSO-Stilen einmal, bei Contest-Stilen zweimal; die letzte beliebige Nachricht wird damit nicht wiederholt.
| Platzhalter | Ausgabe oder Aktion |
|---|---|
{MYCALL} / ! | Ihr Rufzeichen / das Rufzeichen in CALL. |
{EXCH} | Die EXCH-Zeile für diesen Stil und die jeweilige Rolle. |
{SENTRST} / {SENTRSTCUT} | Ihr Rapport als Ziffern / mit Kurzzeichen. |
# | Ihre nächste laufende Nummer, dreistellig aufgefüllt und mit Kurzzeichen gegeben. |
{NAME} / {MYNAME} | Ihr eigener Name aus MY NAME. |
{QTH} / {MYQTH} | Ihr eigenes QTH beziehungsweise Ihre Referenz aus dem oberen MY-Feld, nicht das empfangene QTH. |
{MYZONE}, {MYITU}, {MYNR}, {MYLOC} | Ihre CQ-Zone, ITU-Zone, Mitgliedsnummer oder Ihr Locator. |
{WIPE} | Eingabefelder leeren; der Platzhalter selbst sendet kein CW. |
Die Standard-QSO-Vorgabe für EXCH lautet RST {SENTRST} NAME {NAME} QTH {QTH}. Beispiel: RST 599 NAME FRANK QTH ULM. UR oder BK können Sie im Editor ergänzen. Lassen Sie bei WPX den fortlaufenden Platzhalter # stehen, statt eine feste Nummer einzutragen. MACRO SPACING bestimmt den Abstand zwischen direkt aufeinanderfolgenden Nachrichten: FULL, HALF oder QUARTER Wortabstand. Beginnen Sie mit FULL. Leerzeichen innerhalb einer Nachricht bleiben unverändert; ~ setzt einen halben Abstand. Prosigns wie <AR>, <SK> und <KN> werden zusammenhängend gegeben.
Bedienelemente und Schalter
Ein kurzer Hinweis erscheint, wenn Sie mit der Maus auf ein Bedienelement zeigen. Manche Felder werden nur für den passenden Stil eingeblendet. Die oberen MY-Felder beschreiben Ihre Station; die Eingabezeile darunter gehört zur Gegenstation.
Bandbedingungen
| Schalter | Wirkung |
|---|---|
| NOISE | Gleichmäßiges Empfängerrauschen, getrennt von QRN und QRM. Bei Contest-Stilen verfügbar. |
| QRN | Statische Kracher und zeitweise lokale elektrische Störungen. |
| QRM | Störende OPs und bei Contest-Stilen zusätzlich Träger, Abstimmvorgänge und Digitalsignale. |
| QSB | Schwankende Signalstärke durch Fading. |
| FLUTTER | Schnelles Flattern einzelner Signale. |
| LIDS | Unsaubere Handschriften, falsche oder korrigierte Angaben und ungeduldige Anrufer. Nur bei Contest-Stilen. |
| ACTIVITY / STATIONS | Wie viel im Pile-up los ist / dessen Stationsgrenze. Im Pile-Up-Training einstellbar. |
Gewöhnliche QSO-Stile merken sich ein ruhiges Profil; SOTA/POTA, Contests und Pile-Up 5NN teilen sich ein anspruchsvolleres Profil. Während einer Übung lassen sich die Bedingungen ändern; manche Effekte treten beim nächsten Anrufer auf. Competition legt sie fest. Nehmen Sie jeweils eine Schwierigkeit hinzu.
Eingabe-, Log- und Anzeigehilfen
| Schalter | Verwendung |
|---|---|
| STRAIGHT KEY | Den Handtasten-Durchgang nach dem Geben dekodieren. Aus ist der normale Paddle-Modus. |
| BOX AUDIO | QSO mit einer Gegenstation über den Mithörton der Box. Verfügbar bei ausgeschaltetem QRN/QRM/QSB/FLUTTER; siehe Audio. |
| PREFILL | Bekannte Austauschdaten nach Leertaste/Tab aus CALL vorschlagen. Füllt nur leere Felder; bestätigen Sie den Vorschlag nach Gehör. |
| AUTO LOG | Im Contest-Training Logfelder aus dem tatsächlich gegebenen Austausch ableiten und bei TU loggen. Ein falsch gegebenes Rufzeichen kann einen falschen Logeintrag erzeugen. Bei einem bernsteinfarbenen Rufzeichen geben Sie das vollständige beziehungsweise korrigierte Rufzeichen klar erneut. In Competition nicht verfügbar. |
| RX | Empfangenen CW-Text als Hörhilfe anzeigen. In Competition nicht verfügbar. |
| TX | Eigenen gesendeten/dekodierten CW-Text in die Sitzungsausgabe übernehmen. Die feste PADDLE-Zeile arbeitet unabhängig davon. In Competition nicht verfügbar. |
| MON | Hinweise zum Ablauf anzeigen. Hilft beim Verstehen, warum eine Station wiederholt oder verschwindet. In Competition nicht verfügbar. |
| ESM / SEND | Mit ESM wählt Enter in den Logfeldern die nächste Nachricht. SEND gibt die ganze FREE-TX-Zeile, ebenso wie Enter in diesem Feld. |
| N1MM+ LINK | Eine Contest-Runde über eine eingerichtete N1MM+-MorseRunner-Bridge steuern. N1MM+ startet die Runde; während des Wartens ist lokales START nicht verfügbar. Dies ist vom normalen Paddle-Betrieb getrennt. |
Dauer und TX-Verzögerung
DURATION bietet 3, 5, 10, 15, 20 oder 30 Minuten sowie OFF für eine Contest-Übung ohne Zeitlimit. Die Uhr zeigt bei einer begrenzten Runde die Restzeit, sonst die vergangene Zeit. Läuft die Zeit mitten im QSO ab, lässt eine Nachlaufzeit von höchstens 30 Sekunden den Abschluss zu.
TX DELAY bestimmt bei Contest-Stilen die Umschaltung von TX auf RX: AUTO folgt Ihrem WPM-Tempo, feste Werte reichen von 50 bis 500 ms. Beim Paddle muss zusätzlich zwischen einer Wortpause und dem Durchgangsende unterschieden werden. Daher kann die wirksame Verzögerung länger sein als der gewählte Wert. Beginnen Sie mit AUTO; die Sitzungsmeldungen nennen die tatsächliche Verzögerung.
Logbuch, Raten und Ergebnisse
Die Voreinstellung gibt der Sitzungsausgabe mehr Höhe und hält das Logbuch kompakt. Ziehen Sie den Trennbalken über dem Logbuch, um die Größen anzupassen; Ihre Einstellung wird gespeichert.
Loggen Sie erst, wenn Sie den erforderlichen Austausch aufgenommen haben. Rote Felder oder ein Fehlerergebnis zeigen Abweichungen; Doppelverbindungen verbessern die Rate nicht. Bei QSO-Stilen zählen saubere Rufzeichen, Rapporte, Namen und QTHs. Vergleichen Sie im Contest den ungeprüften SCORE mit dem Ergebnis nach der Logprüfung.
Die Ratenanzeige zeigt die letzten fünf Minuten, die letzte Minute und den Durchschnitt der Runde in QSOs/Stunde, ohne Doppelverbindungen. Anfangs zählt nur die tatsächlich vergangene Zeit. Das Diagramm zeigt echte QSOs pro Minute; Grün steht für geprüft fehlerfreie QSOs, eine angebrochene Minute trägt einen Stern. Zeigen Sie auf einen Balken, um die Zahlen zu sehen.
Nach einer Contest-Runde zeigt SESSION SUMMARY Score, Raten, Genauigkeit und Fehler. LOGBOOK führt zu den Einträgen zurück; mit dem Trennbalken können Sie den Bereichen mehr Platz geben. Eine neue Contest-Runde löscht die vorige Zusammenfassung auf dem Bildschirm. Sitzungsmitschnitte bleiben unter %LOCALAPPDATA%\OpenShack\QSO erhalten.
Vergleichen Sie Ihren Fortschritt bei gleichem Stil, gleicher Dauer und gleichen Bedingungen. Eine höhere Rate sauberer QSOs ist das bessere Ziel als mehr QSOs mit falschen Rufzeichen. Competition-Ergebnisse gehen in Personal Best ein, Übungsrunden nicht.
Wenn ein QSO nicht weitergeht
| Beobachtung | Das hilft |
|---|---|
| Keine Antwort | Run oder S&P, eigenes Rufzeichen und Lautstärke prüfen. Die Gegenstation ausreden lassen. Als Runner erneut CQ geben, beim Antworten auf CQ das eigene Rufzeichen wiederholen. |
| Die Station wiederholt ihr Rufzeichen | Aufnahme prüfen und ihr vollständiges richtiges Rufzeichen geben. Ein Teilrufzeichen fragt nach der Identität; es schließt kein QSO ab. |
| Die Station fragt nach einer fehlenden Angabe | Stil und MY-Felder prüfen. F2 wiederholt den ganzen Austausch. Bei Standard QSO gibt F6 Ihren Namen und F7 Ihr QTH; bei anderen Stilen wiederholt F6 den Austausch. |
| Enter sendet statt zu loggen | ESM und Pflichtfelder prüfen. Ctrl+Enter loggt ohne Senden, wenn der Austausch bereits abgeschlossen ist. |
| Das Paddle funktioniert nicht | Box-Anzeige, Verbindung und STRAIGHT KEY prüfen. Andere Decoder oder Trainer schließen, die die Box belegen. |
| Nur der eigene Mithörton ist hörbar | Contest-Anrufer verwenden immer PC-Audio, auch bei Single Calls. PC-Ausgang, Windows-Mixer und VOL prüfen. Prüfen Sie bei einem QSO-Stil, ob die Sitzung einen Wechsel von Box- zu PC-Audio meldet. |
| Zu viele Anrufer oder Störungen | Single Calls wählen oder ACTIVITY/STATIONS in der Übung verringern. Effekte einzeln abschalten. Competition hält seine Bedingungen bewusst fest. |