OpenShack Handbuch Remote Station
🧭 Suchen Sie eine bestimmte Betriebsart?

Diese Seite beschreibt den vollständigen Remote-Betrieb mit OpenShack. Wenn Sie nur die CW-Tastung zwischen zwei OpenShack Boxen ohne PC in der Tastungskette übertragen möchten, siehe Box-2-Box-Modus. Für die lokale Tastung eines vernetzten FlexRadio über die SmartSDR-API siehe den Flex-Keyer-Modus von CW Link.

⚡ Remote-Betrieb ohne manuelle Router-Einrichtung

Für den Remote-Betrieb sind normalerweise keine manuellen Einstellungen am Router nötig. Kein Port-Forwarding und in der Regel auch keine zusätzlichen Firewall-Regeln. Auf beiden Seiten dieselbe Passphrase eintragen, dann kann die Verbindung aufgebaut werden.

🔌 OpenShack-Werkzeuge — oder Ihre eigenen

OpenShack ist offen aufgebaut. Sie können die mitgelieferten Fenster nutzen (Remote Control, Keyer, DX-Cluster, Audio-Decoder, Wasserfall, Rotor) — oder die Funkanbindung an die Software übergeben, die Sie ohnehin verwenden. OpenShack stellt die CAT-Leitung des Hosts auf dem Client-PC als virtuellen seriellen Port oder als TCP-Socket bereit, und das rigctld des Hosts über einen lokalen Proxy-Port. Ihr Logbuchprogramm, Ihre Digital-Mode-Software oder was auch immer mit einem Funkgerät spricht, läuft einfach weiter — nur eben übers Netz.

Alle Remote-Station-Fenster geöffnet — vollständige Bedienumgebung
Vollständige Bedienumgebung — Hauptfenster, Rig-Steuerung, Rotor, DX-Cluster, Wasserfall und Audio-Decoder
Remote Station
              Fenster
Das Remote-Station-Fenster
🔊

Audio in beide Richtungen

WASAPI und OPUS-Codec. Der Mithörton bleibt ohne spürbare Verzögerung, weil die Mischung direkt in der OpenShack Box erfolgt. Optional verteilt der Client mit Binaural CW die einzelnen Töne nach Tonhöhe im Stereofeld.

📻

Rig-Steuerung

Zwei Wege: CAT-Proxy als reiner Byte-Tunnel ohne rigctld oder rigctld für OpenShack Remote Control, den rigctld-Proxy-Port und den TRX-Emulator.

🖥️

TRX-Emulator

TS-2000-Emulator auf der Client-Seite. Contest-Logger lassen sich per COM oder TCP anbinden. Auf dem Host muss dafür rigctld laufen.

Echte CW-Übertragung

Das Paddle-Timing wird direkt an den Host übertragen. Dadurch bleibt der eigene Gebestil erhalten.
WINKEY auf der Client-Seite wird ebenfalls unterstützt, sodass das Logprogramm wie gewohnt weiterlaufen kann.

🗺️

Wasserfall

Live-Spektrum-Wasserfall für passende ICOM-Transceiver (CI-V), Kenwood TS-890S / TS-990S (KNS LAN), FlexRadio 6000er-, 8000er- und Aurora-AU-Serie (SmartSDR API) sowie den Elecraft K4 (Netzwerk-Remote). Ein Klick auf die Frequenz löst direkt ein QSY aus.

🌐

DX-Cluster

Live-DX-Spots mit direktem QSY aus der Liste.

🧭

Antennenrotor

Eine Kompassrose zeigt die aktuelle Richtung. Ein Klick auf die gewünschte Peilung dreht den Rotor dorthin. Die Ansteuerung läuft per UDP über PSTROTATORAZ.

🔌

Zusatzgeräte

Externe Endstufen, Antennentuner und Antennen wie SPE Expert, Elecraft KPA500/KAT500/KPA1500, Rf2k S, Juma PA600/PA1000, OM Power, DU4000AL, Ultrabeam oder SteppIR SDA 100 / SDA 2000 lassen sich überwachen und fernsteuern — zusätzlich auch generische URL Switcher (Fernrelais von hamparts.shop / qro.cz) und eine optionale Funktion zum Herunterfahren des Host-PCs aus der Ferne.

🎛️

Command Center

Ein kleines, immer im Vordergrund liegendes Panel, das alle offenen Fenster auflistet und Sie mit einem Klick zu jedem davon springen lässt — plus einem Button, der alle auf einmal minimiert. Praktisch auf dem Laptop-Bildschirm.

Wie das Ganze funktioniert

Zwei OpenShack-Instanzen finden sich über die Station-ID des Hosts (sein Rufzeichen) und ein gemeinsames Passwort, das Sie selbst festlegen. Das Passwort wird lokal verarbeitet und nie im Klartext übertragen. Ein Club kann mehrere Stationen unabhängig betreiben, und ein Anrufer muss sowohl das Rufzeichen des Hosts als auch das Passwort kennen. Die Anwendung wählt danach einen geeigneten Verbindungsweg in IPv4- oder IPv6-Netzen und nutzt bei Bedarf professionell betriebene Infrastruktur.

Remote-Verbindung zwischen OP und Funkstandort mit Audio, Steuerung, CW und PTT
OP und Funkstandort tauschen Audio, Steuerung, CW und PTT über eine geschützte Remote-Verbindung aus. (Beschriftung in Englisch.)
Rolle Standort Aufgabe
Host Am Transceiver Ist mit dem Transceiver per CAT und/oder rigctld verbunden und zusätzlich mit der OpenShack Box, die CW und PTT steuert. Wer Remote Control, den rigctld-Proxy oder den TRX-Emulator nutzen möchte, braucht rigctld.exe auf dem Host. Der Host stellt die gewählten Dienste für den Client über die geschützte Remote-Verbindung bereit.
Client Ihr Remote-Standort Empfängt Audio und Rig-Daten und sendet CW-Tastung sowie CAT-Befehle zurück. Am Client kann eine eigene OpenShack Box für Mithörton und Paddle verwendet werden.

Beide Rollen verwenden dasselbe Fenster. Wählen Sie oben Host oder Client, bevor Sie die Verbindung aufbauen. Während eine Verbindung aktiv ist, lässt sich die Rolle nicht wechseln.

Verbindung aufbauen

In diesem Tab legen Sie das gemeinsame Secret fest, das bestimmt, wer sich verbinden darf, und geben Ihr eigenes Rufzeichen an. Er heißt Stations, wenn Sie als Client laufen — eine Live-Übersicht der Remote-Stationen, die Sie erreichen können — und My Station, wenn Sie als Host laufen, wo Sie das Secret Ihrer eigenen Station veröffentlichen. Ihr Rufzeichen ist erforderlich: In der Rolle Host ist es Ihre Station-ID (Clients nutzen sie zusammen mit dem Secret, um Sie zu finden), in der Rolle Client Ihre Operator-ID (die Kennung, die der Host sieht). Die obere Hälfte ändert sich je nach Rolle; die untere Hälfte — Ihr Rufzeichen und Note — ist in beiden gleich.

Windows-Firewall-Warnung

⚠️ Windows-Firewall-Abfrage beim ersten Verbinden

Wenn Sie auf einem PC zum ersten Mal auf Connect klicken, zeigt Windows möglicherweise einen Windows-Sicherheit-Dialog an, der fragt, ob die App auf öffentliche und private Netzwerke zugreifen darf. Das ist normal — OpenShack benötigt Netzwerkzugriff, um den Verbindungsdienst zu erreichen und die Remote-Sitzung aufzubauen. Klicken Sie auf Zulassen, damit die Verbindung aufgebaut werden kann. Wenn Sie auf Abbrechen klicken, wird der Remote-Betrieb blockiert, bis Sie die App durch die Firewall zulassen.

Die gleiche Abfrage kann nach der Installation einer neuen Version erneut auftauchen — Windows behandelt das aktualisierte Programm wie eine neue App. Gerade auf dem Host ist beim ersten Verbinden nach jedem Update damit zu rechnen; klicken Sie dann einfach wieder auf Zulassen. Siehe OpenShack aktualisieren.

Windows-Firewall-Abfrage,
                ob die App auf öffentliche und private Netzwerke zugreifen
                darf — auf Zulassen klicken
Klicken Sie auf Zulassen, wenn Windows beim ersten Verbinden den Netzwerkzugriff erlaubt.

My-Station-Tab — Rolle Host

My-Station-Tab
              in der Rolle Host: das maskierte Stations-Secret und das maskierte
              RX-only secret, jeweils mit eigenem Edit-secret-Button, und eine
              Live-Statusanzeige, wer operiert und online ist
Der My-Station-Tab in der Rolle Host — das Secret Ihrer Station und das RX-only secret (beide maskiert) und eine Live-Statusanzeige

Eine Hoststation hat genau eine Identität. Oben im My Station-Tab erscheint das Secret Ihrer Station als Punktreihe — niemals der Wert selbst — mit einem Edit secret (✎)-Button daneben. Zusammen mit Ihrer Station-ID (Ihrem Rufzeichen, im Identitätsbereich darunter) definiert das Secret den Kanal, mit dem sich Clients verbinden. Ist noch kein Secret gesetzt, zeigt das Feld „no secret set — click ✎ to set one", und der Editor öffnet sich beim ersten Besuch des Tabs automatisch.

Klicken Sie auf Edit secret, um einen kleinen Dialog zu öffnen, in dem Sie den Wert setzen oder ändern:

  • Secret — die Passphrase, die Ihre Station definiert. Clients müssen exakt denselben Wert eintragen, um Sie zu erreichen, Groß- und Kleinschreibung eingeschlossen. Mindestens acht Zeichen. Der Wert verlässt Ihren Rechner nicht — nur ein Hashwert davon dient zur Ableitung des Kanalnamens. Erlaubt sind Buchstaben (A–Z, a–z), Ziffern (0–9) und die Zeichen $ & % { } [ ] + - . , : ; _ # @ ! ? * = ~ ^. Leerzeichen und Anführungszeichen sind nicht zulässig — ein per Copy & Paste eingefügtes Secret kann also keine versteckten Leerzeichen mitnehmen.
  • Show — zeigt den Wert im Klartext, solange Sie ihn prüfen; sonst bleibt er maskiert.
  • Generate — würfelt ein zufälliges Secret aus ausschließlich Großbuchstaben und Ziffern (ohne verwechselbare Zeichen wie I, O, 0, 1), damit der Wert leicht vorzulesen und abzutippen ist. Kopieren Sie ihn einmal und geben Sie ihn über einen sicheren Kanal (E-Mail, Messenger usw.) an die Personen weiter, die sich verbinden sollen.

In diesem Dialog gibt es bewusst kein Löschen: Die Identität Ihrer eigenen Station können Sie nicht löschen, nur ihr Secret ändern.

Direkt unter dem Secret gibt es ein zweites, optionales: das RX-only secret. Es wird genauso angezeigt und bearbeitet wie das Stations-Secret (maskierter Wert, eigener Edit secret (✎)-Button, derselbe Dialog). Diese Passphrase für Ihre Station gewährt nur Empfängerzugriff: Wer sich mit Ihrer Station-ID und dem RX-only secret verbindet, hört Ihren Empfänger, sieht den Scope und kann Frequenz, Betriebsart und VFO einstellen und eines der Filter des Funkgeräts wählen — auf alles andere reagiert Ihre Station nicht. PTT, CW-Tastung, Leistung und andere Pegel, das manuelle Passband, Endstufe, Tuner, Rotor, Schalter und Shutdown-Befehle aus so einer Sitzung werden einfach ignoriert, und das Mikrofon dieser Sitzung erreicht das Funkgerät nie. Die Gegenseite sieht all diese Bedienelemente trotzdem und kann sie anklicken; bei Ihnen passiert dabei nichts. So lassen Sie einen Freund oder ein OV-Mitglied ganz einfach an Ihrer Station mithören, während Ihr echtes Secret privat bleibt. Read-only-Clients sehen die Station in ihrer Stations-Liste wie alle anderen auch, und solange einer von ihnen verbunden ist, zeigen Ihre eigene Stations-Liste und das My-Station-Panel die Station als Busy mit dem Rufzeichen dieses Clients als Operator, markiert mit "(RX only)": Das My-Station-Panel zeigt Operating: DL1XYZ (RX only), der Session-Tab Connected to DL1XYZ (RX only). Der Web-Client markiert seine eigene RX-only-Sitzung genauso: Connected (RX only). Umgekehrt sieht ein Read-only-Client die Station als Busy, solange Sie selbst operieren. Web Listening folgt bei so einer Sitzung Ihrem Schalter Allow web listening: Ist er an, startet der Host den Stream von selbst, und der RX-only-Client kann ihn nicht abschalten (seine eigene Checkbox ist deaktiviert).

Für das RX-only secret gelten dieselben Regeln wie für das echte (mindestens acht Zeichen, dieselben erlaubten Zeichen), und es muss sich davon unterscheiden. Lassen Sie es leer, um den Read-only-Zugriff abzuschalten; das Feld zeigt dann "(no RX-only secret set — click ✎ to set one)". Eine Änderung, während Sie hosten, wirkt sofort — ein Client, der mit dem alten RX-only secret verbunden ist, wird getrennt. Ihre Station hat weiterhin nur einen Operator-Platz: Solange ein Read-only-Client verbunden ist, bekommt ein weiterer busy, aber eine Verbindung mit Ihrem echten Secret gewinnt immer — der Read-only-Client wird getrennt und Sie übernehmen. Während ein Read-only-Client verbunden ist, zeigt der Fenstertitel des Hosts GUEST: receive-only, und jeder ignorierte Befehl erscheint im Debug Log unter der Kategorie guest.

Unter dem Secret zeigt das My Station-Panel den Live-Zustand Ihrer Station, abgeleitet daraus, wer auf Ihrem Kanal präsent ist:

  • StatusOffline (Sie hosten nicht / sind nicht sichtbar), Online (erreichbar, niemand operiert), Busy (ein Client ist verbunden und operiert) oder Busy (RX only) (ein RX-only-Client hört mit).
  • Operating — das Rufzeichen des OPs, der gerade auf Sendung ist, oder , wenn die Station frei ist.
  • Online — weitere OPs, die Ihre Station beobachten, aber nicht auf Sendung sind.

Release current operator beendet die Sitzung des aktiven OPs und gibt die Station für den nächsten Client frei. Ihre Station bleibt dabei durchgehend online — es wird nur dieser OP getrennt — also ohne Unterbrechung der Verfügbarkeit. Der getrennte OP wird darüber informiert, dass der Host die Sitzung beendet hat: sein Client trennt die Verbindung und zeigt Released by host im Fenstertitel an. Der Button ist nur aktiv, solange die Station Busy ist.

Stations-Tab — Rolle Client

Stations-Tab
              in der Rolle Client: eine Übersicht der Remote-Hosts mit Live-Spalten
              Status, Operator und Online sowie Bearbeiten- und Verbinden-Buttons
              je Zeile
Der Stations-Tab in der Rolle Client — eine Live-Übersicht der Remote-Hosts, die Sie erreichen können

Als Client legen Sie die genutzten Remote-Stationen an einer Stelle ab und sehen ihren Live-Zustand auf einen Blick — schon bevor Sie überhaupt einen Verbindungsversuch unternehmen. Jede Zeile in der Tabelle Remote hosts steht für eine Station:

  • Active (Radio-Button) — markiert die Station, die der Connect-Button im Session-Tab verwendet. Klicken Sie eine beliebige Zeile an, um ihn umzusetzen. Während Sie verbunden sind, sind die Radio-Buttons ausgegraut — die Station können Sie mitten in einer Sitzung nicht wechseln.
  • Station-ID — das Rufzeichen des Hosts, den Sie erreichen wollen (zum Beispiel DL0AA oder DL0AA/P). Pflichtfeld, und es muss exakt mit der Station-ID des Hosts übereinstimmen — sie wählt aus, welche Station Sie erreichen, ein Tippfehler bringt Sie also auf einen anderen (leeren) Kanal. Eingabe in Großbuchstaben; erlaubt sind Buchstaben, Ziffern und # - /. Klicken Sie in die Zelle, um sie zu bearbeiten.
  • Status — die Live-Erreichbarkeit der Station, ohne zu verbinden: Online (grüner Punkt — erreichbar und frei), Busy (roter Punkt — jemand operiert sie), Busy (RX only) (blauer Punkt — ein RX-only-Client hört mit; ein weiterer RX-only-Client bekommt Busy, eine Verbindung mit dem echten Secret übernimmt die Station) oder Offline (grauer Punkt — hostet gerade nicht). Fahren Sie mit der Maus über den Punkt, um das Wort zu lesen. Eine leere Status-Anzeige bedeutet, dass Station-ID oder Secret noch zu keiner echten Station passen.
  • Operator — bei einer Busy-Station das Rufzeichen des OPs, der gerade auf Sendung ist.
  • Online — die weiteren OPs, die diese Station beobachten (deren Operator-IDs). Sie selbst erscheinen hier auf den Stationen, die Sie beobachten, sodass alle Inhaber des Secrets sehen, wer sonst noch da ist.
  • ✎ (Edit secret) — öffnet den Secret-Dialog für diese Zeile: Hier setzen oder ändern Sie das Secret (dieselbe Passphrase wie der Host, mit identischer Groß-/Kleinschreibung — die Prüfung erfolgt zeichengenau), mit denselben Helfern Show und Generate wie auf der Host-Seite, sowie einem Delete station-Button zum Entfernen der Zeile. Das Secret erscheint nur in diesem Dialog, nie in der Tabelle.
  • ▶ (Connect) — verbindet direkt mit dieser Station; siehe Mit einer Station verbinden weiter unten. In der Zeile der Station, mit der Sie verbunden sind, wird der Button zu und trennt die Verbindung — genau wie der Disconnect-Button im Session-Tab.

Einen neuen Host fügen Sie hinzu, indem Sie in die leere Zeile am unteren Ende der Tabelle die Station-ID des Hosts eintippen — der Eintrag wird automatisch angelegt und ausgewählt; öffnen Sie seinen -Dialog, um das Secret zu setzen. Jeder Eintrag merkt sich außerdem, welche Neben-Fenster (Keyer, DX Cluster, Aux Devices …) beim letzten Verbindungsende offen waren, sodass dieselbe Anordnung beim erneuten Verbinden wieder hergestellt wird. Ihr Rufzeichen, Note und die Audio-Einstellungen gelten für alle Stationen gemeinsam — nur Station-ID, Secret und die gemerkte Fensterliste sind pro Station.

Die Liste per Drag & Drop umsortieren. Greifen Sie eine beliebige Zeile und ziehen Sie sie nach oben oder unten an die gewünschte Stelle — eine blaue Linie zeigt, wo sie landet. Die neue Reihenfolge wird gemerkt, sodass Ihre meistgenutzten Stationen ganz oben stehen bleiben können. Über einer Zeile, die sich ziehen lässt, zeigt der Mauszeiger ein Verschieben-Symbol. Während einer Verbindung ist das Umsortieren gesperrt. (Beim Greifen wird die Zeile zugleich ausgewählt und damit zur aktiven Station — genauso wie beim Anklicken.)

ℹ️ Wie der Live-Status funktioniert
Die Spalten Status / Operator / Online stammen aus einer leichtgewichtigen Präsenz-Schicht: Jede Station mit ihrem Secret meldet leise, wer hostet, operiert und zuschaut, sodass die Inhaber dieses Secrets einander sehen. Es ist reine Präsenz — zum Lesen wird kein Verbindungsversuch unternommen, nichts wird auf einem Server gespeichert, und es gibt keine Konten. Nur wer das Secret einer Station bereits kennt, sieht ihre Präsenz — genauso wie sich nur diese Personen verbinden können.
ℹ️ Wann bin ich für andere sichtbar?
Die Präsenz richtet sich danach, was Sie gerade tun, nicht nur danach, dass das Fenster offen ist — allein das Starten des Remote-Station-Fensters veröffentlicht nichts:
  • Als Client erscheinen Sie als Online (weiterer zuhörender OP) auf jeder gespeicherten Station, solange der Stations-Tab geöffnet ist; verlassen Sie den Tab, verschwinden Sie. Als aktiver OP einer Station gelten Sie erst, wenn Sie tatsächlich verbinden und die Verbindung steht.
  • Als Host geht Ihre Station in dem Moment auf Online, in dem Sie Connect drücken, um zu hosten, und bleibt es für die gesamte Host-Sitzung. Das Öffnen des My-Station-Tabs liest nur Ihren eigenen Status — es veröffentlicht von sich aus nichts.
ℹ️ Ihr eigener Host-Eintrag
Sobald Sie in die Rolle Host wechseln, behält die App einen reservierten Eintrag für die Identität Ihrer eigenen Station — sein Secret ist das, das Sie im My Station-Tab bearbeiten, und seine Station-ID ist das Rufzeichen, das Sie dort eintragen. Dieser Eintrag ist in der Client-Liste ausgeblendet (dort verbinden Sie sich mit anderen Stationen, nicht mit sich selbst) und lässt sich nicht löschen.

Mit einer Station verbinden

Aus der Stations-Übersicht gibt es zwei Wege zu verbinden:

  • Ein Klick aus der Übersicht — drücken Sie den -Button in der Zeile der Station. Sie wird zur aktiven Station, und die Verbindung startet sofort. Das ist der schnellste Weg, auf eine Station zu springen, die erkennbar Online ist.
  • Active-Radio-Button, dann Connect — wählen Sie den Active-Radio-Button der Station und drücken Sie dann Connect im Session-Tab. Nützlich, wenn Sie vor dem Verbinden noch Einstellungen prüfen oder ändern wollen.

In beiden Fällen prüft die App vor dem Verbindungsaufbau, ob die Station eine Station-ID und ein gültiges Secret (mindestens acht Zeichen) hat und ob Ihre eigene Operator-ID ausgefüllt ist; fehlt etwas, öffnet sie den passenden Editor, damit Sie es nachtragen können — danach erneut auf Verbinden drücken. Das Verbinden mit einer Station, deren Status Busy ist, weist der Host ab (siehe Station bereits in Benutzung?) — warten Sie, bis sie Online anzeigt. Beim ersten Verbinden auf einem PC kann zudem die Windows-Firewall-Abfrage erscheinen (siehe oben); klicken Sie auf Zulassen.

Ihr Rufzeichen und Note (beide Rollen)

Unterhalb des Secret-Bereichs finden Sie Ihr eigenes Rufzeichen und ein Notizfeld. Das Rufzeichen-Feld ist in beiden Rollen dasselbe Bedienelement, aber so beschriftet, wie es seine Aufgabe ist:

  • Station-ID (Rolle Host) / Operator-ID (Rolle Client), erforderlich — Ihr eigenes Rufzeichen. Eingabe in Großbuchstaben; erlaubt sind Buchstaben, Ziffern und # - /. In der Rolle Host ist es Ihre Station-ID, das Rufzeichen, das Clients zum Erreichen eintippen. In der Rolle Client ist es Ihre Operator-ID, die dem Host angezeigt wird, sobald eine Informationsbake ausgetauscht wurde. Sie können sich erst verbinden, wenn es ausgefüllt ist.
  • Note (optional, mehrzeilig) — eine kurze Nachricht, die Ihre Gegenstelle neben Ihrem Rufzeichen sieht. Praktisch für Hinweise wie „20 m CW bis 18:00“ oder „QRT nach diesem QSO“. Wenn das Feld leer bleibt, wird nichts angezeigt.

Was Sie hier und in Note eintragen, wird in der regelmäßigen Informationsbake mitgesendet und bei der Gegenstelle oben im Operation-Tab neben dem Connect-Button angezeigt. Änderungen werden nach wenigen Sekunden übernommen; eine neue Verbindung ist dafür nicht nötig. Rufzeichen, Note, Audiogeräte und alle anderen persönlichen Einstellungen gelten gemeinsam für alle Hosts — nur die Station-ID, das Secret und die Liste der zuletzt offenen Fenster jedes Hosts sind pro Host.

Am Host — direkt am Transceiver

  1. Im Dashboard Operate → Remote Station öffnen.
  2. Rolle Host wählen. Beim ersten Wechsel in diese Rolle wird die Identität Ihrer eigenen Station automatisch angelegt.
  3. Im My Station-Tab auf Edit secret (✎) klicken und ein Secret eintragen (oder im Dialog mit Generate würfeln lassen) — das ist die Passphrase, die Clients zum Verbinden brauchen. Sie verlässt Ihren Rechner nicht.
  4. Ihre Station-ID (erforderlich) ausfüllen — Ihr Rufzeichen. Clients tragen es zusammen mit dem Secret ein, um Sie zu erreichen. Fügen Sie eine Note hinzu, wenn Sie eine kurze Statusnachricht zeigen wollen.
  5. Haken Sie die Dienste an, die der Host bereitstellen soll (Audio, CAT, rigctld, CW/PTT). Mindestens Audio sollten Sie aktivieren.
  6. Auf Connect klicken. OpenShack stellt die Station bereit und wartet auf den Client.

Im Reiter Settings → Host liegen die Karten, die OpenShack sagen, wie es Ihren Transceiver und Ihre Stationshardware erreicht. Wir gehen sie hier von oben nach unten durch.

RIG Connection Path — rigctld (Hamlib)

rigctld (Hamlib) ist der wichtigste Weg, über den OpenShack Ihren Transceiver erreicht, und für die meisten Funktionen erforderlich — das Remote-Control-Panel, das Auslesen von Frequenz und Modus, den clientseitigen rigctld-Proxy für Logger, das Anklicken von Spots im DX-Cluster (QSY) und das Umstimmen aus dem Wasserfall. Richten Sie das zuerst ein.

Diese Karte lässt OpenShack Hamlibs rigctld.exe für Sie starten. Wählen Sie Transceiver-Modell und Port; die Befehlszeile wird automatisch gebaut und zur Kontrolle angezeigt.

Host-Einstellungen — Karte Local rigctld.exe launcher
Host-Einstellungen — Local rigctld.exe launcher
BedienelementFunktionStandard
automatically start rigctld.exe (preferred)Wenn angehakt, startet OpenShack rigctld für Sie mit der unten in der Karte gezeigten Befehlszeile.An
ModelHamlib-Transceiver-Modell; die Zahl hinter dem Namen (z. B. 3078) ist die Hamlib-Modell-ID, die in der Befehlszeile landet.
COM Port / Baud RateSerielle Schnittstelle und Geschwindigkeit, über die rigctld den Transceiver erreicht.— / 115200
Listen PortTCP-Port, auf dem rigctld lauscht. Der Hamlib-Standard ist 4532.4532
TESTStartet rigctld einmal mit den aktuellen Einstellungen, damit Sie die Verbindung vor dem Live-Betrieb prüfen können.
VFO-ModeFügt der Befehlszeile den Hamlib-VFO-Modus hinzu — manche Programme brauchen ihn für korrektes Split-/VFO-Verhalten.Aus
CIV Address (optional)Leer lassen — Hamlib verwendet dann automatisch die Standard-CI-V-Adresse des gewählten Modells. Nur ausfüllen (hex), wenn Sie die CI-V-Adresse Ihres Transceivers gegenüber der Werkseinstellung geändert haben, etwa um zwei identische Geräte zu betreiben.leer (Modell-Standard)

Transceiver handling — Stromversorgung über rigctld

Die Karte Transceiver handling steuert den Ein-/Aus-Zustand des Transceivers über dieselbe rigctld-Verbindung auf dem Host. Beide Optionen sind standardmäßig aus; eine normale Remote-Verbindung ändert also den Einschaltzustand Ihres Transceivers nicht.

Host-Einstellungen — Transceiver handling mit Radio ON und Radio OFF via rigctld
Host-Einstellungen — nur die für die unbeaufsichtigte Station benötigte Stromaktion einschalten
BedienelementFunktionStandard
Radio ON via rigctldBevor der Remote-rigctld-Dienst startet, prüft OpenShack, ob der Transceiver bereits antwortet. Falls nicht, sendet es den Hamlib-Einschaltbefehl und wartet das Hochfahren ab, bevor die Rig-Steuerung am Client verfügbar wird.Aus
Radio OFF via rigctldSendet den Hamlib-Ausschaltbefehl, wenn die Remote-Sitzung endet oder das Host-Fenster Remote Station geschlossen wird.Aus
⚠️ Nur für eine unbeaufsichtigte Station einschalten
Das sind echte Strombefehle, keine Statusanzeige. Lassen Sie beide Optionen aus, wenn jemand den Transceiver vor Ort benutzt, ein anderes Programm die Stromversorgung verwaltet oder der Transceiver nach der Remote-Sitzung eingeschaltet bleiben soll. Voraussetzung ist ein Transceiver samt Hamlib-Treiber mit Unterstützung für Strombefehle.
Eigene CAT-Befehle beim Start und Sitzungsende

Die beiden optionalen Felder unter Radio ON/OFF senden einen CAT-Befehl über den konfigurierten rigctld-Dienst. Sie funktionieren mit lokalem oder externem rigctld sowie mit Desktop-, Browser- und Android-Clients. Ein leeres Feld deaktiviert den jeweiligen Befehl. Die Kontrollkästchen zur Stromversorgung sind davon unabhängig.

  • Custom Startup CAT string: Nach dem optionalen Einschalten wartet OpenShack bis zu 30 Sekunden auf gültige Frequenzantworten. Erst dann sendet es den Befehl einmalig und gibt den Rig-Proxy frei. Fehler beim Start erscheinen im Status und im Log und werden dem Client gemeldet.
  • Custom End CAT string: Beim Sitzungsende oder Schließen des Fensters sendet OpenShack den Befehl einmalig, solange der Transceiver antwortet, vor Radio OFF und vor dem Beenden von rigctld. Eine Trennung während des Starts bricht den ausstehenden Start ab. Ist der Transceiver nicht erreichbar, wird der End-Befehl übersprungen und dies protokolliert. Bei einem plötzlichen Stromausfall des PCs kann kein End-Befehl mehr gesendet werden.

Textbefehle (ASCII): Geben Sie den Befehl direkt mit seinem Abschlusszeichen ein. Dieses einfache Beispiel setzt VFO A eines Kenwood TS-590S/SG auf 14,300 MHz (14300 kHz):

FA00014300000;

Kopieren Sie diese Zeile in ein CAT-Feld. Sie müssen ASCII: nicht voranstellen. Siehe Kenwood-Befehlsreferenz (FA/FB).

Binärbefehle: Geben Sie HEX: einschließlich Doppelpunkt ein, danach durch Leerzeichen getrennte zweistellige Bytes. Falls Ihr Transceiver CR oder LF benötigt, geben Sie diese als 0D beziehungsweise 0A an. Pro Feld ist eine Nutzlast mit höchstens 90 Bytes zulässig, ohne Anführungszeichen, Zeilenumbrüche oder rigctld-Präfixe wie w oder send_raw. Änderungen gelten ab der nächsten Sitzung.

Beispiel für Icom-Transceiver

Icom CI-V verwendet Binärbefehle. Kopieren Sie die vollständige Beispielzeile einschließlich HEX: in ein CAT-Feld. Diese Beispiele gelten für den IC-7760 mit seiner Standard-CI-V-Adresse B2.

Mikrofoneingang umschalten: Für DATA OFF MOD und die Standard-CI-V-Adresse B2 tragen Sie Folgendes ein:

FeldNutzlastEingang
Custom Startup CAT string:HEX: FE FE B2 E0 1A 05 01 29 01 FDNur USB
Custom End CAT string:HEX: FE FE B2 E0 1A 05 01 29 00 FDNur MIC

Um stattdessen MIC, USB wiederherzustellen, ersetzen Sie im End-Befehl das 00 vor FD durch 04. Falls Sie eine andere CI-V-Adresse verwenden, ersetzen Sie B2 entsprechend. DATA1/2/3 haben eigene Einstellungen; das Mikrofonbeispiel ändert nur DATA OFF MOD. Andere Icom-Modelle haben eigene CI-V-Adressen und verwenden gegebenenfalls andere Befehle für den Mikrofoneingang. Siehe Icom CI-V Reference Guide, Seiten 2 und 8. Prüfen Sie die Einstellung am Transceiver: Eine erfolgreiche rigctld-Übertragung allein bestätigt nicht bei jedem gerätespezifischen Befehl, dass die Einstellung übernommen wurde.

Native CAT & bestehendes rigctld — optional

Die nächsten beiden Karten liegen unter dem Launcher und sind optional — die meisten Stationen betreiben nur rigctld und können sie ignorieren.

Use external rigctld service on the network — statt OpenShack rigctld starten zu lassen, an ein bereits laufendes rigctld andocken (z. B. von einem anderen Programm gestartet) unter einer bestimmten IP und einem Port. Ausgeschaltet lassen, damit OpenShack rigctld selbst verwaltet.

Host-Einstellungen — externes rigctld im Netzwerk nutzen
Host-Einstellungen — ein bereits im Netzwerk laufendes rigctld nutzen (IP und Port)

Connect optional additional CAT port (natives CAT) — stellt das native CAT-Protokoll des Transceivers zusätzlich zu rigctld bereit. Nur sinnvoll, wenn Sie einen zweiten Zugang zum Transceiver haben und ein Programm direkt das CAT-Protokoll des Transceivers sprechen soll. Im Zweifel unangetastet lassen — mit einer Ausnahme: der ICOM-Wasserfall läuft über genau diesen CAT-Pfad, ICOM-Stationen mit Wasserfall richten ihn also hier ein (siehe Wasserfall — Host ICOM).

Es muss ein anderer serieller Port sein als der, den rigctld benutzt — zwei Programme können sich nie einen COM-Port teilen. Wählen Sie hier denselben Port, erscheint ein bernsteinfarbener Hinweis neben der Port-Auswahl. Transceiver mit nur einem USB-Seriellport wie der IC-7300 brauchen für rigctld ein kleines USB-CI-V-Kabel an der REMOTE-Buchse — die Verkabelung steht im Wasserfall-Kapitel.

Host-Einstellungen — optionaler nativer CAT-Pfad (COM oder TCP)
Host-Einstellungen — optionaler nativer CAT-Pfad: COM oder TCP
BedienelementFunktionStandard
TransportNatives CAT über einen COM-Port oder einen TCP-Endpunkt. Der ungenutzte Satz ist ausgegraut.COM
Host COM / BaudSerielle Schnittstelle und Geschwindigkeit der CAT-Verbindung des Transceivers (bei COM).— / 115200
TRX IP / PortAdresse und Port des Netzwerk-CAT-Endpunkts (bei TCP).127.0.0.1 / 9700

Rotatoren

Verbindet den Host mit PSTROTATORAZ, damit der Client die Antenne drehen kann. OpenShack spricht nie direkt mit der Rotor-Hardware — die Details und die Client-Ansicht stehen unter Antennenrotor-Steuerung. Sie können bis zu vier Rotatoren einrichten, jeden mit eigener PSTROTATORAZ-Verbindung und einem Namen — praktisch, wenn Sie getrennte Controller für verschiedene Antennen betreiben.

Host-Einstellungen — Karte Rotatoren
Host-Einstellungen — Rotatoren (bis zu vier PSTROTATORAZ-Brücken)
BedienelementFunktionStandard
Rotator 1–4Ein Häkchen in einer Zeile schaltet diesen Rotator ein. Aktiviere nur die Zeilen, die du wirklich nutzt.Aus
IP / PortAdresse und UDP-Port der PSTROTATORAZ-Instanz für diesen Rotator. OpenShack sendet auf diesem Port und lauscht auf Port + 1. Gib jedem Rotator einen eigenen Port.127.0.0.1 / 12000
Park °Ruhestellung in Grad (0–360), in die diese Antenne gedreht wird, wenn die Station heruntergefahren wird — siehe Parkposition. Bleibt das Feld leer, wird der Rotator nie von selbst bewegt.Leer
NameEin frei wählbarer Name. Der Client zeigt ihn als Rotator: <Name> an, damit Sie mehrere Rotatoren auseinanderhalten können.
Park antennas after no client for … minutesParkt die Antennen zusätzlich, wenn so lange niemand verbunden war — ohne die Station herunterzufahren. Gilt für jeden Rotator, für den eine Parkposition eingetragen ist.Aus / 30

Hardware PTT for Audio Modes

Bei Sprech- und Digital-Betriebsarten (Audio) entscheidet der Host, wie der Transceiver getastet wird — der Client muss nichts wählen. Die Karte Hardware PTT for Audio Modes im Rig-Einstellungen-Reiter des Hosts legt den Tastweg und einen Sicherheitstimer fest.

Host-Einstellungen — Hardware PTT for Audio Modes: Tastweg und Timeout
Host-Einstellungen — Hardware PTT for Audio Modes: Tastweg und Sicherheitstimer
⚠️ Warum der Tastweg bei USB-Audio zählt
Manche Transceiver wählen die TX-Audioquelle abhängig davon, wie PTT ausgelöst wird. Eine Hardware-PTT (das Relais der OpenShack Box bzw. die Fußtasterbuchse) lässt den Transceiver den rückseitigen Eingang verwenden und den USB-Audiostream ignorieren — die Stimme ist dann nicht auf Sendung zu hören. Eine Tastung über rigctld CAT signalisiert dem Transceiver eine computergesteuerte Sendung, sodass das USB-Audio in den Sendezug geleitet wird. Kommt Ihr Audio über USB zum Transceiver, wählen Sie rigctld CAT; andernfalls ist Box (DL2CC) richtig.
Einstellung Funktion
Transport Tastweg für Audio-Sendungen (Sprache/Digital) — Box (DL2CC) als Hardware-PTT oder rigctld CAT. Angeboten werden nur die Wege, die auf dem Host tatsächlich eingerichtet sind.
Timeout Sicherheits-Abschaltung in Sekunden für eine Audio-Sendung (Vorgabe 120). Die Firmware der OpenShack Box erzwingt zusätzlich ihr eigenes 120-Sekunden-Limit (60 Sekunden bei Firmware vor 1.55).

Beim Senden in einer Audio-Betriebsart hält OpenShack den Transceiver getastet, bis das gepufferte Audio auf dem Host tatsächlich ausgegeben wurde, und gibt die Tastung erst dann frei — so wird das Ende einer Sendung nicht mehr abgeschnitten (wichtig für SSB-Nachläufe und die FT8-Dekodierung auf der Gegenseite). In der Titelleiste von Remote Connect erscheint in den letzten 15 Sekunden vor dem Sicherheitstimer ein PTT-Countdown; das Rig-Control-Fenster zeigt in seiner Titelleiste einen laufenden Countdown für die gesamte Sendung, der in den letzten 10 Sekunden rot wird.

Am Client legt das Mic-Bedienelement im Reiter Operation fest, wann Ihr Mikrofon übertragen wird: Auto (nur während des Sendens), Open (immer — für VOX nötig) oder Muted. Auto ist die Vorgabe und vermeidet das Senden von Audio, wenn Sie nicht senden.

Aux Devices — Endstufen, Tuner & Antennen

Jede Zeile verbindet ein Zusatzgerät, das der Client dann überwachen und steuern kann. Gerät anhaken, Port einstellen (und wo vorhanden Modell oder Antenne); das Statusquadrat wird grün, sobald die Verbindung steht. Alle Geräte sind aus, bis Sie sie aktivieren. Was der Client sieht, steht unter Zusatzgeräte.

Host-Einstellungen — Aux-Devices-Karten
Host-Einstellungen — Aux Devices: eine Zeile je Endstufe, Tuner oder Antennensteuerung
GerätAnschlussStandard-Baud / -Option
SPE AmplifierCOM115200
Elecraft KPA500COM38400
Elecraft KAT500COM4800
Elecraft KPA1500COM38400
RF2K-SNetzwerk (IP)Port 8080
JUMA PACOM19200 · PA1000
SteppIRCOM9600 · Yagi 3-El
UltrabeamCOM
OM Power (bis zu 4 Endstufen)Netzwerk (IP)192.168.1.211 · Port 10001
DU4000AL-TunerNetzwerk (IP)Port 10001

OM-Power-Endstufen haben ihre eigene Karte direkt unter der Aux-Devices-Karte, mit einer Zeile pro Endstufe — bis zu vier. Unterstützt werden OM2000A+, OM1700A+, OM2501A, OM3501A, OM4001A und OM4001C (jeweils über den eingebauten LAN-Anschluss). In jede Zeile kommen die IP-Adresse und der Port der Endstufe (die Werkseinstellungen sind schon eingetragen) sowie ein optionaler Name wie „Main“, damit Sie mehrere Endstufen auseinanderhalten können. Schließen Sie vorher das eigene Fernsteuerprogramm von OM Power: Die Endstufe akzeptiert nur eine Netzwerkverbindung gleichzeitig.

Host-Einstellungen — Karte OM Power Amplifiers
Host-Einstellungen — OM Power Amplifiers: bis zu vier, jeweils mit Adresse, Port und Name

In die Karte DU4000AL Tuner (TCP) tragen Sie IP-Adresse, TCP-Port und auf Wunsch einen Anzeigenamen ein. Der Port steht standardmäßig auf 10001; als Adresse verwenden Sie die im Tuner konfigurierte IP. Schließen Sie vor dem Aktivieren das Fernsteuerprogramm des Herstellers, damit nur ein Programm die Verbindung zum Tuner belegt.

Host-Einstellungen — Karte für den DU4000AL Tuner
Host-Einstellungen — DU4000AL Tuner: aktivieren und IP-Adresse, Port sowie Anzeigenamen des Tuners eintragen

Waterfall-Quellen

Vier unabhängige Karten — ICOM, Kenwood, FlexRadio und Elecraft K4 — legen fest, woher die Panadapter-Daten kommen. Aktivieren Sie die zu Ihrem Transceiver passende (es kann nur eine aktiv sein). Details und die Client-Ansicht stehen unter Waterfall-Anzeige. Beim K4 aktivieren Sie am Funkgerät die Remote-Verbindungen und legen dort ein Remote-Passwort fest; die Karte nimmt die Adresse des Funkgeräts, den Remote-Port (9205) und dieses Passwort auf. Die Remote-Verbindung des K4 ist nicht verschlüsselt — nutzen Sie sie nur im eigenen Netz oder über VPN. Die K4-Unterstützung ist neu und wird noch mit echter Hardware bestätigt.

Host-Einstellungen — ICOM-, Kenwood- und FlexRadio-Waterfall-Karten
Host-Einstellungen — Waterfall-Quellen (ICOM / Kenwood / FlexRadio)
Host-Einstellungen — Karte Elecraft K4 Waterfall Support
Host-Einstellungen — Waterfall-Quelle Elecraft K4: Model, Host IP, Port 9205 und das Remote-Passwort des K4
KarteWichtige FelderStandard
ICOM Waterfall SupportICOM Model + CI-V Address (hex)CI-V B2
Kenwood Waterfall SupportModel, Host IP, Port, KNS User + PwdTS-890S · Port 60000
FlexRadio Waterfall SupportModel, Host IP, PortFLEX-6400 · Port 4992
Elecraft K4 Waterfall SupportModel, Host IP, Port, PasswordK4 · Port 9205

URL Switcher

Bis zu zehn beschriftete Buttons, die beim Drücken eine HTTP-Anfrage auslösen — praktisch für webgesteuerte Relais, Antennenumschalter oder smarte Steckdosen. Jede Zeile hat drei Sichtbarkeits-Häkchen sowie ein Label und eine URL. Wie die Buttons beim Client erscheinen, steht unter URL Switcher.

Host-Einstellungen — URL-Switcher-Karte mit zehn Zeilen
Host-Einstellungen — URL Switcher: zehn Zeilen, jede ein beschrifteter Button mit eigener URL
SpalteFunktion
NameTitel, der im URL-Switcher-Panel des Clients angezeigt wird.
ShowDiese Zeile im Client-Panel anzeigen.
On / OffZeile als ON- oder OFF-Aktion markieren, damit zusammengehörige Buttons (z. B. ICOM ON / ICOM OFF) ihren Zustand zeigen können.
Label / URLButton-Text und die HTTP-URL, die beim Klick aufgerufen wird.

Enable remote PC shutdown

Wenn angehakt, darf der Client den Host-PC aus der Ferne herunterfahren — praktisch bei einer unbeaufsichtigten Station, um sie am Ende einer Session abzuschalten. Lassen Sie die Option aus, wenn der Host-PC nicht vom Client herunterfahrbar sein soll. Das Quadrat wird grün, sobald die Funktion scharf ist.

Host-Einstellungen — Enable remote PC shutdown
Host-Einstellungen — Enable remote PC shutdown

Inactivity Shutdown

Hier fährt sich die Station selbst herunter — ganz ohne Client. Haken Sie Shut down host PC after no client for an und wählen Sie eine Zeit zwischen 5 und 600 Minuten. Sobald so lange niemand verbunden war, schaltet sich die Station von allein ab. Gedacht ist das für eine unbeaufsichtigte Station, damit sie nicht den ganzen Tag läuft, wenn niemand funkt.

Es ist derselbe saubere Shutdown wie der, den Sie vom Client aus starten würden: Bevor Windows herunterfährt, laufen zuerst die Off-Aktionen Ihres URL Switchers (schalten also z. B. Ihre Endstufe ab), damit nichts eingeschaltet zurückbleibt. Es gibt keinen langen Warn-Countdown — ist die Zeit um, geht die Station einfach herunter. Die Statuszeile unter der Einstellung bestätigt nur, dass es scharf ist, und zeigt die eingestellte Zeit. Standardmäßig aus.

Host-Einstellungen — Inactivity Shutdown
Host-Einstellungen — Inactivity Shutdown

Browser Network Box support

Mit dieser Karte kann ein OP eine OpenShack Box zusammen mit dem Remote-Webclient auf einem iPad oder einem anderen Browser-Gerät verwenden. Die Box sendet die Daten von Paddle und Fußtaster direkt zum Host. Der zusätzliche Weg über Browser und WebRTC entfällt, sodass die CW-Latenz geringer wird.

Bei einer neuen Host-Konfiguration sind Direct und Relay standardmäßig eingeschaltet, bleiben im normalen Host-Betrieb aber inaktiv. Sie werden erst genutzt, wenn sich ein authentifizierter OP mit dem Remote-Webclient im Browser verbindet und den Network-Box-Modus anfordert. Ein Windows-Client für Remote Station nutzt diese Verbindungen nicht.

Host-Einstellungen — Browser Network Box support mit Direct und Relay connection
Host-Einstellungen — Browser Network Box support: Direct und Relay sind standardmäßig verfügbar und werden nur von einem Browser-Client im Network-Box-Modus genutzt
BedienelementFunktionStandard
Direct connectionWartet auf TCP- und UDP-Port 7373 auf die Box des OPs, solange eine authentifizierte Web-Remote-Sitzung den Network-Box-Modus anfordert. Dieser Weg funktioniert, wenn der Port an der Station erreichbar ist — normalerweise über eine Portweiterleitung im Router oder ein VPN.Ein
Relay connectionDer Host verbindet sich ausgehend mit relay.openshack.com, solange eine authentifizierte Web-Remote-Sitzung den Network-Box-Modus anfordert. Das ist meist der richtige Weg, wenn eine Seite hinter CGNAT liegt oder an der Station kein Port geöffnet werden soll.Ein

Wenn Sie mit der Maus über eines der beiden Kontrollkästchen fahren, zeigt der Tooltip den Endpunkt, die Startbedingung und den Standardwert. Ein Update überschreibt eine bereits gespeicherte Ein- oder Aus-Auswahl nicht.

Richten Sie die Box beim OP einmal als Box-to-Box-Client ein. Direct- oder Relay-Modus müssen zur angehakten Host-Option passen. Tragen Sie das Stations-Secret dieser Remote-Station (10 bis 64 Zeichen) als Box-to-Box-Authentifizierungsschlüssel ein. Der Browser braucht keine zweite Kopie des Schlüssels; der Host gibt ihn niemals bekannt.

Als Box-Quelle ist standardmäßig Box-2-Box mode ausgewählt, wenn zwei physische Boxen ihre CW/PTT-Verbindung bereits direkt oder über das Relay verwalten. Der Browser öffnet weder eine USB- noch eine WebSocket-Verbindung zu einer der Boxen; seine Schaltflächen Connect und Disconnect bleiben deshalb deaktiviert. Solange die geschützte Stationssitzung verbunden ist, gibt er den vom Host angekündigten nativen Box-Weg automatisch frei. Damit wird authentifizierter CW/PTT-Verkehr an die Box der Station weitergeleitet.

Um stattdessen den vom Browser verwalteten Host-Weg zu verwenden, öffnen Sie im Remote-Webclient das Register Box, wählen Sie Network Box und klicken Sie auf CONNECT BOX. Einen separaten ARM-Schritt gibt es nicht: Die Verbindung wird automatisch aktiv, sobald Stationssitzung, CW/PTT-Verbindung und physische Box bereit sind. Ein Wechsel des Browser-Registers trennt die Verbindung nicht. Der Client kennzeichnet den nativen Weg mit Direct Box-to-Host preferred, weil der Browser dann nicht im CW-Tastweg liegt. Die Network-Box-Verbindung über den Browser bleibt als kompatibler Ausweichweg verfügbar.

Das Register Status des Hosts enthält eine eigene Karte Browser Network Box. Sie zeigt den Direct- und Relay-Verbindungsstatus, den aktiven CW-Weg, Verkehrszähler und die aktuelle Zeitmessung. Das Register Log protokolliert außerdem Start und Stopp des Dienstes, Warten, Verbindung, Aktivierung der UDP-Verbindung und Trennung. Die Werte werden ungefähr alle zwei Sekunden aktualisiert, solange eine der beiden Host-Optionen aktiviert ist; bei ausgeschalteten Optionen bleiben sie inaktiv.

ℹ️ Standardmäßig verfügbar, bei Nichtgebrauch inaktiv
Bei einer neuen Host-Konfiguration sind beide Optionen standardmäßig ein; bereits gespeicherte Einstellungen bleiben unverändert. Bevor eine authentifizierte Web-Remote-Sitzung den Network-Box-Modus anfordert, melden sie nur die Verfügbarkeit: Network-Box-Listener und Relay-Verbindung laufen noch nicht. Windows-DTM-Clients aktivieren diese Transportwege nie. Während einer aktiven Web-Network-Box-Sitzung kann Direct eine Abfrage der Windows-Firewall für TCP/UDP-Port 7373 auslösen; Relay baut eine ausgehende Verbindung auf. Sind beide Optionen ausgeschaltet, entfällt die Funktion vollständig. Sind Direct, Relay und die normale Web-CW-Verbindung gleichzeitig verbunden, gehört der Datenstrom der zuerst tastenden Quelle; die anderen können keine Tastungselemente in dieselbe Aussendung mischen.

Am Client — an Ihrem Remote-Standort

  1. Im Dashboard Operate → Remote Station öffnen.
  2. Rolle Client wählen.
  3. Im Stations-Tab in die Tabelle Remote hosts schauen. Entweder in die leere Zeile am unteren Ende klicken, um einen neuen Host hinzuzufügen, oder eine bestehende Zeile durch Klick auswählen.
  4. Die Station-ID des Hosts (sein Rufzeichen, zum Beispiel DL0AA) eingeben, dann auf den -Button der Zeile klicken und im Dialog dasselbe Secret wie der gewünschte Host eintragen (beides muss exakt mit dem Host übereinstimmen). Das Secret erscheint nur in diesem Dialog, nie in der Tabelle. Achten Sie auf die Spalte Status — sobald sie Online zeigt, ist die Station erreichbar.
  5. Achten Sie darauf, dass die Zeile des gewünschten Hosts die ausgewählte (Active) ist — das ist der Host, den Connect im Session-Tab verwendet. (Oder verbinden Sie direkt über den -Button der Zeile.)
  6. Ihre eigene Operator-ID (erforderlich) und eine optionale kurze Note ausfüllen — der Host sieht beides neben dem Connect-Button, sobald die Verbindung steht.
  7. Auf Connect klicken. OpenShack findet den Host über den Verbindungsdienst und startet die Remote-Sitzung.
  8. Sobald die Verbindung steht, aktivieren Sie die gewünschten Dienste (Audio, CAT, rigctld, CW/PTT).

Wollen Sie das nächste Mal eine andere Hoststation ansprechen, wählen Sie einfach deren Zeile in der Tabelle — ein Secret nochmal einzutippen ist nicht nötig. Jede Zeile merkt sich außerdem ihre eigene Liste zuletzt geöffneter Neben-Fenster, sodass beim Wechsel zwischen Hosts auch die jeweils bevorzugte Fenster-Anordnung wieder erscheint.

ℹ️ Station bereits belegt?
Versucht eine dritte Person, sich mit demselben Secret zu verbinden, während Host und Client bereits verbunden sind, erscheint ein Hinweis — „Station is currently in use by CALLSIGN. (Notiz) Please try again later.“ (Rufzeichen und Notiz werden angezeigt, falls bekannt) — und der Verbindungsversuch wird abgebrochen. Die bestehende Verbindung bleibt dabei unberührt.

Der Reiter Einstellungen → Client bündelt die clientseitigen Endpunkte, mit denen sich andere Programme auf Ihrem Remote-PC verbinden. Wir gehen die Karten von oben nach unten durch.

Hamlib rigctld proxy

Der wichtigste Client-Endpunkt: ein lokaler rigctld-Listener, mit dem sich Hamlib-fähige Programme (Logger wie N1MM+, Win-Test, fldigi …) genauso verbinden wie mit einem lokalen rigctld. Siehe rigctld / Hamlib.

Client-Einstellungen — rigctld-Proxy und TS2000-Emulator
Client-Einstellungen — Hamlib rigctld proxy (oben) und Client TS2000 emulator (unten)
BedienelementFunktionStandard
Listen IP / PortAdresse und TCP-Port, auf dem der Proxy lauscht. Der Hamlib-Standardport für rigctld ist 4532.localhost / 4532
StatuszeileZeigt idle, bis sich ein Programm verbindet, danach den aktiven Zustand.idle

Client TS2000 emulator

Ein Kenwood-TS-2000-CAT-Port für Logger, die kein Hamlib sprechen (untere Karte im Screenshot oben). Erreichbar über COM oder TCP. Siehe TRX-Emulator.

BedienelementFunktionStandard
TransportDen TS-2000-Port über COM oder TCP bereitstellen.COM
TRX COM / BaudVirtueller COM-Port und Geschwindigkeit (bei COM).— / 115200
IP / PortAdresse und Port (bei TCP).localhost / 4574

Wavelog Integration

Live-Synchronisation von Frequenz/Modus zu WaveLog plus automatischer QSO-Upload aus Digimode-Programmen. Details unter WaveLog-Gateway.

Client-Einstellungen — Karte Wavelog Integration
Client-Einstellungen — Wavelog Integration
BedienelementFunktionStandard
Sync to WavelogStartet das WaveLogGate-kompatible Gateway, damit die WaveLog-Browser-Erweiterung Live-Transceiverdaten erhält.Aus
URL / API keyIhre WaveLog-Adresse und Ihr persönlicher API-Key (gemeinsam mit dem QSO-Upload genutzt).
UDP Listener for WavelogLauscht auf fertige QSOs aus MSHV / WSJT-X / JTDX / FLDigi und lädt sie zu WaveLog hoch.Aus
Listen IP / UDP PortWo der Listener bindet und auf welchen Port das Digimode-Programm sendet.localhost / 4575
Station ProfileIn welches WaveLog-Stationslogbuch die Verbindungen gehen. Mit REFRESH Ihre Profile laden.

Winkey-Emulator & Winkey-Proxy

Ein virtueller Winkey-COM-Port für jeden Contest-Logger, der das Winkey-Protokoll spricht. Mit OpenShack Box leitet der Proxy Winkey an die Box weiter; ohne Box tastet der Emulator das Remote-Rig über die geschützte Verbindung — der Modus wechselt automatisch. Vollständige Einrichtung unter Winkey-Emulator & Winkey-Proxy.

Client-Einstellungen — Karte Winkey-Emulator und Winkey-Proxy
Client-Einstellungen — Winkey-Emulator & Winkey-Proxy
BedienelementFunktionStandard
Virtual COM PortDie DL2CC-Seite des Winkey-com0com-Paares; Ihr Logger öffnet die externe Seite.Bei einer Neuinstallation vom Setup vorausgewählt (z. B. COM25); sonst —
Enable WinkeyStartet den Proxy/Emulator auf dem gewählten Port.Bei einer Neuinstallation ein, wenn das Setup den Winkey-Port angelegt hat; sonst aus

Bei einer Neuinstallation wählt OpenShack den mitgelieferten com0com-Winkey-Port automatisch aus und aktiviert Winkey (Client-Rolle) — Sie müssen normalerweise nur den passenden externen Port in Ihrem Logger einstellen.

Client RIG CAT (1:1 CAT) — optional

Ein optionaler, transparenter 1:1-CAT-Tunnel direkt zum Transceiver des Hosts, ganz ohne rigctld dazwischen. Nur für ein Programm nötig, das das native CAT-Protokoll des Transceivers direkt sprechen muss; die meisten Logger nutzen stattdessen den rigctld-Proxy ganz oben auf der Seite. Siehe CAT-Proxy.

Client-Einstellungen — Karte Client RIG CAT
Client-Einstellungen — Client RIG CAT (1:1 CAT)
BedienelementFunktionStandard
TransportDen Tunnel über einen lokalen COM-Port oder als TCP-Listener bereitstellen. Der jeweils ungenutzte Feldersatz ist ausgegraut.
Client COM / BaudVirtueller COM-Port und Geschwindigkeit, die Ihr Programm öffnet (bei COM).(keiner) / 115200
IP / PortAdresse und Port, mit denen sich Ihr Programm verbindet (bei TCP).localhost / 4573

Der Client-Reiter hat außerdem einen erweiterten Bereich für Jitter-Puffer und Timing-Ausgleich — siehe Latenz und Codec-Auswahl.

Statusanzeige der Remote Station
Die Statusanzeige der Remote Station — Verbindungsstatus, P2P/Relay-Anzeige und aktive Dienste
✅ P2P oder Relay — was die Anzeige bedeutet
In der Statusanzeige sehen Sie, ob die Verbindung P2P (direkt, niedrigste Latenz) oder Relay (über professionell betriebene Infrastruktur) läuft. Beide Wege funktionieren — P2P ist wegen der Latenz die erste Wahl.

Command Center — zwischen den Fenstern wechseln

Im Remote-Betrieb sammeln sich schnell viele Fenster auf dem Bildschirm an — Remote Control, Keyer, DX Cluster, Audio Decoder, Waterfall, Rotator und ein oder mehrere Fenster für Zusatzgeräte. Auf einem Laptop überlappen sie sich und sind kaum noch zu erreichen. Das Command Center ist ein kleines, immer im Vordergrund liegendes Fenster, das alle gerade offenen Fenster auflistet und Sie mit einem Klick zu jedem davon springen lässt.

Öffnen Sie es mit dem Command Center-Button im Fenster der Remote Station, direkt neben den anderen Fenster-Buttons (Remote Control, Keyer, DX Cluster …). Ein erneuter Klick blendet das Panel wieder aus.

Command Center — Fensterumschalter mit allen offenen Fenstern der Remote-Session
Command Center — mit einem Klick zwischen allen offenen Fenstern wechseln
  • Ein Klick auf einen Namen holt das betreffende Fenster in den Vordergrund. Es erhält einen bernsteinfarbenen Punkt als Markierung des zuletzt gewählten Fensters.
  • Ein erneuter Klick auf den markierten Namen minimiert dieses Fenster — so legen Sie ein einzelnes Fenster schnell beiseite und holen es später wieder zurück.
  • Die Reihenfolge ist immer gleich: Remote Control ganz oben, das Hauptfenster der Remote Station ganz unten, alles andere alphabetisch dazwischen. Jede Zeile trägt den echten Fenstertitel — bei Zusatzgeräten also den tatsächlichen Gerätenamen.
  • Minimize all windows — der Button ganz unten — räumt den Bildschirm mit einem Klick frei: Alle aufgelisteten Fenster und zusätzlich das OpenShack-Dashboard werden minimiert, nur das Command Center bleibt im Vordergrund. Ein Klick auf einen Namen holt ein Fenster wieder zurück.

Ziehen Sie das Command Center an seiner Titelleiste an eine beliebige Stelle. Es bleibt über den anderen Fenstern liegen und merkt sich seine Position für das nächste Mal.

💡 Für kleine Bildschirme gemacht
Beim Verbinden mit einer Station wird das OpenShack-Dashboard automatisch minimiert, um Platz zu schaffen — und wenn das Command Center beim letzten Disconnect offen war, öffnet es sich beim nächsten Connect von selbst wieder, an derselben Stelle.

Beim Connect dieselben Fenster wieder öffnen

Bei der ersten erfolgreichen Verbindung mit einer neu angelegten Station öffnet OpenShack automatisch Remote Control, sobald der rigctld-Dienst des Hosts bereit ist. Das passiert für jede Station genau einmal. Ab der nächsten Verbindung entscheidet die unten beschriebene Fenster-Erinnerung, ob Remote Control erneut geöffnet wird.

Nur auf der Client-Seite. Welche Unterfenster von Remote Connect beim Klick auf Disconnect gerade offen sind — Keyer, DX Cluster, Audio Decoder, Rotor, ein oder mehrere Aux-Device-Panels, Wasserfall, Remote Control —, merkt sich OpenShack und öffnet sie beim nächsten Connect mit demselben Secret automatisch wieder. Die Liste landet auf der Festplatte, übersteht also einen Programmneustart: morgen wieder reinkommen, Connect drücken — Ihr gewohntes Fensterlayout ist wieder da.

Manche Fenster brauchen Voraussetzungen und tauchen erst auf, wenn die erfüllt sind: Audio Decoder wartet auf den Audiostream, Rotor- und Aux-Device-Panels warten, bis der Host den passenden Dienst angekündigt hat, der Wasserfall wartet auf die CI-V-Ankündigung des Hosts. Sie müssen nichts tun — die Fenster erscheinen, sobald der Host so weit ist. (Ein Aux-Device-Panel, das Sie bewusst geschlossen haben, ist die Ausnahme — es bleibt geschlossen, bis Sie es über den Aux Devices-Button wieder öffnen; siehe Aux Devices.)

Wenn Sie das Secret ändern, wird die Erinnerung an die offenen Fenster gelöscht. Ein neues Secret bedeutet meistens einen anderen Host, dort passt die alte Fensterauswahl nicht mehr.

Direkt in die Remote Station starten

Normalerweise starten Sie OpenShack über das übliche Symbol und öffnen die Remote Station vom Dashboard aus. Für eine feste Remote-Station können Sie stattdessen Verknüpfungen anlegen, die Remote Connect öffnen und sich automatisch verbinden — mit der Rolle Host oder Client, dem Secret und den Einstellungen, die Sie zuletzt verwendet haben, und mit eingeschaltetem always stay connected, sodass die Verbindung Netzaussetzer übersteht und so lange neu aufgebaut wird, bis sie steht.

Öffnen Sie Remote Station → Advanced. Unter Start into Remote Station shortcuts finden Sie drei Kontrollkästchen — haken Sie an, was Sie möchten, und entfernen Sie den Haken wieder, um die Verknüpfung zu löschen:

  • Start menu entry — legt einen normalen OpenShack (Remote Station)-Eintrag im Startmenü an, neben dem regulären Eintrag.
  • Desktop shortcut — legt ein Symbol auf den Desktop, für den Ein-Klick-Start direkt in eine verbundene Station.
  • Start automatically with Windows (auto-connect) — die Station fährt bei jeder Windows-Anmeldung von selbst hoch und verbindet sich. Ideal für einen unbeaufsichtigten Host-PC an der Station oder eine feste Client-Konsole.
Advanced-Register mit den Start into Remote Station shortcuts
Advanced-Register — die Kontrollkästchen für den Start direkt in die Remote Station (Startmenü, Desktop, Autostart mit Windows).

Legen Sie Rolle, Secret und die gewünschten Dienste einmal auf dem normalen Weg fest; diese Verknüpfungen übernehmen sie dann jedes Mal. Die Hardware-Erkennung läuft weiterhin zuerst, sodass die Box bereit ist, bevor die Verbindung startet. Die Verknüpfungen sind optional — solange Sie kein Kästchen anhaken, wird nichts Zusätzliches angelegt, und Sie können jede jederzeit wieder entfernen, indem Sie den Haken hier abwählen.

Startup delay before auto-connect (s) — auf demselben Advanced-Tab können Sie eine Verzögerung von bis zu 120 Sekunden einstellen (0 = aus). Sie gilt nur für den automatischen Start: Wenn der PC die Station auf diesem Weg startet, ruft die App zuerst etwaige On-URLs des URL Switchers auf (schaltet also Ihre Geräte ein) und wartet dann die eingestellte Zeit, bevor Remote Connect geöffnet wird — so haben USB-COM-Ports, Funkgeräte-Schnittstellen und über ein Relais geschaltete Geräte nach einem frischen Bootvorgang Zeit, hochzukommen. Während des Wartens wird ein kurzer Countdown angezeigt. Bei einem normalen (manuellen) Start wird diese Einstellung ignoriert; die On-URLs werden trotzdem aufgerufen, aber ohne Wartezeit.

ℹ️ Nur eine Funktion kann automatisch mit Windows starten
Die Remote Station und CW Link bieten beide eine Windows-Autostart-Verknüpfung, aber nur eine davon kann gleichzeitig aktiv sein — beide würden im Moment der Anmeldung dieselbe Keying-Hardware verwenden wollen. Wenn Sie den Autostart der Remote Station (Start automatically with Windows) anhaken, während der von CW Link bereits gesetzt ist, wird dies abgelehnt, und Sie werden aufgefordert, den anderen zuerst auszuschalten: Gehen Sie zu CW Link → Advanced und entfernen Sie den Haken bei Start automatically with Windows. Umgekehrt funktioniert es genauso.

Optional: Windows automatisch anmelden

Die Windows-Autostart-Verknüpfung von OpenShack läuft erst, nachdem ein Benutzer bei Windows angemeldet ist. Soll ein unbeaufsichtigter Host-PC nach einem Neustart oder Stromausfall selbstständig wieder hochkommen, muss Windows den Stationsbenutzer ebenfalls automatisch anmelden.

Am zuverlässigsten ist dafür Microsofts Sysinternals-Werkzeug Autologon:

  1. Laden Sie Autologon von Microsoft Sysinternals herunter.
  2. Starten Sie Autologon64.exe als Administrator.
  3. Tragen Sie Windows-Benutzername, Domäne oder Computername und Passwort des Kontos ein, unter dem OpenShack laufen soll.
  4. Klicken Sie auf Enable und testen Sie die Einstellung mit einem Neustart.

Bei einem Microsoft-Konto mit Windows Hello verwenden Sie das echte Kontopasswort, nicht die PIN. Falls die automatische Anmeldung fehlschlägt, prüfen Sie den exakten Windows-Benutzer und Computernamen mit whoami, und schalten Sie die Option ab, die nur Windows-Hello-Anmeldung für Microsoft-Konten erlaubt, bevor Sie Autologon erneut aktivieren.

⚠️ Sicherheitshinweis
Automatische Anmeldung ist für feste Stations-PCs praktisch, reduziert aber die physische Sicherheit: Wer Zugriff auf den Rechner hat, erreicht direkt die angemeldete Windows-Sitzung. Microsoft weist darauf hin, dass das gespeicherte Passwort zwar verschlüsselt ist, Administratoren es aber trotzdem auslesen und entschlüsseln können. Verwenden Sie automatische Anmeldung nur auf Rechnern, die Sie physisch kontrollieren, und vermeiden Sie sie auf mobilen oder öffentlich zugänglichen PCs.

WaveLog-Gateway

Ist im Client-Reiter von Remote Connect Sync to Wavelog aktiviert, startet OpenShack ein lokales, zu WaveLogGate kompatibles Gateway auf Ihrem PC. Jede Anwendung, die das WaveLogGate-Protokoll spricht — auch die offizielle WaveLog-Browser-Erweiterung — kann sich damit verbinden und live Rig-Daten abholen. Eine Server-URL oder einen API-Schlüssel müssen Sie in OpenShack selbst nicht eintragen.

Gateway-Endpunkte

Protokoll Adresse Zweck
HTTP GET http://localhost:54321/api/radio Momentaufnahme von Frequenz und Betriebsart (JSON)
HTTP POST http://localhost:54321/api/qsy QSY-Anforderung — das Rig auf eine Frequenz bringen
WebSocket ws://localhost:54322 Live-Push im 2-Sekunden-Takt

Datenformat

Alle Endpunkte sprechen das Standard-WaveLogGate-JSON:

{"freq": 14195000, "mode": "USB", "rig": "DTM Remote"}

freq steht in Hz. Solange eine rigctld-Verbindung läuft, schickt das Gateway alle zwei Sekunden ein Update.

QSY aus WaveLog heraus

Die WaveLog-Browser-Erweiterung darf QSY-Befehle auch zurückschicken. OpenShack reicht sie automatisch über den aktiven Rig-Steuerkanal an den Transceiver weiter.

Gateway-Status

Im Reiter Status steht neben Wavelog GW entweder Stopped, Running oder Running (N client(s)).

QSOs aus MSHV / WSJT-X hochladen

OpenShack kann Ihre geloggten Verbindungen auch direkt in WaveLog übertragen. Sobald Sie in einem Digimode-Programm — MSHV, WSJT-X, JTDX oder FLDigi — ein QSO abschließen, sendet das Programm die Verbindung im lokalen Netz aus, OpenShack nimmt sie auf und lädt sie automatisch in Ihr WaveLog-Logbuch hoch. Doppelte Verbindungen filtert WaveLog selbst heraus.

Aktivieren Sie UDP Listener for Wavelog im Reiter Client von Remote Connect, unterhalb von Sync to Wavelog. Daraufhin erscheint eine kleine Gruppe von Feldern — die WaveLog-Base URL und der API Key (gemeinsam mit der Sync-Funktion genutzt und direkt unter dem Schalter Sync to Wavelog angezeigt) sowie die listenereigenen Felder Listen IP, UDP Port und Station Profile:

  • Base URL und API Key — Ihre WaveLog-Adresse (z. B. https://log.example.com) und ein persönlicher API-Schlüssel aus WaveLog (Account → API Keys).
  • Listen IP — an welche lokale Adresse sich der Listener bindet. Belassen Sie es auf localhost, wenn das Digimode-Programm auf demselben PC läuft; wählen Sie die LAN-Adresse dieses Rechners, falls das Programm auf einem anderen Computer im Netz läuft.
  • UDP Port — der Port, an den das Digimode-Programm sendet. Voreingestellt ist 4575; ändern Sie ihn nur, falls dieser Port bereits belegt ist.
  • Station Profile — klicken Sie auf Refresh, um Ihre Stationsprofile aus WaveLog zu laden, und wählen Sie dann das Profil, unter dem Ihre Verbindungen geloggt werden sollen.
ℹ️ Den Broadcast im Digimode-Programm einrichten

Der Listener liest den Sekundär- bzw. N1MM-Broadcast des Programms (reines ADIF oder N1MM-XML), nicht dessen primären Digimode-Port. Richten Sie diesen Broadcast auf 127.0.0.1 mit demselben Port (Voreinstellung 4575) aus:

  • MSHV: Options → Enable network, dann unter Broadcast die Optionen QSOs und Use N1MM QSO format setzen, Adresse 127.0.0.1:4575.
  • WSJT-X / JTDX: Settings → Reporting, den Secondary UDP Server (N1MM Logger+)-Broadcast auf 127.0.0.1 Port 4575 aktivieren.

Läuft das Digimode-Programm auf einem anderen Rechner, senden Sie an die LAN-Adresse dieses PCs statt an 127.0.0.1 und setzen Sie Listen IP auf dieselbe Adresse.

Die Upload-Aktivität (und etwaige Fehler wie eine falsche URL oder ein fehlendes Stationsprofil) wird im Reiter Status angezeigt und ins Debug-Protokoll geschrieben.

Dienstübersicht

OpenShack teilt den Remote-Betrieb in sechs unabhängige Dienste auf. Jeder lässt sich mitten im laufenden Betrieb starten und stoppen, ohne die anderen zu stören. Der Host spiegelt automatisch, was der Client aktiviert — schaltet der Client Audio ein, läuft auf dem Host auch die Audio-Aufnahme. Schaltet der Client ab, stoppt der Host ebenfalls.

Dienst Transport Funktion Läuft auf
🔊 Audio Geschütztes Remote-Audio Empfangs- und Mikrofon-Audio in beide Richtungen. Bitrate und Paketlänge einstellbar. Host + Client
📻 CAT-Proxy Geschützter Remote-Steuerkanal Reine Byte-Durchleitung zwischen Host (COM oder TCP) und Client (COM oder TCP). Das native CAT-Protokoll des Transceivers geht unverändert durch — Hamlib braucht es dafür nicht. Host COM/TCP ↔ Client COM/TCP
🔌 rigctld Geschützter Remote-Steuerkanal Bindet Hamlib rigctld remote an. Auf dem Host muss rigctld.exe laufen. Auf der Client-Seite teilen sich drei Abnehmer den Kanal: OpenShack Remote Control, der rigctld-Proxy (für externe Logger), der TRX-Emulator und die Zusatzgeräte. Host: rigctld.exe
🖥️ TRX-Emulator Geschützter Remote-Steuerkanal TS-2000-Emulator auf der Client-Seite, erreichbar über COM- oder TCP-Port. Contest-Logger können sich direkt per TCP verbinden— eine virtuelle COM-Brücke ist nicht nötig. Auf dem Host muss rigctld laufen. Nur Client
CW / PTT Timing-erhaltender Remote-Kanal CW-Tastung und PTT wandern von der Box am Client zur Box am Host, während das Timing des OPs erhalten bleibt. Host: OpenShack Box
🔑 Winkey-Proxy Lokal (virtueller COM-Port) Reicht den binären Winkey-Datenstrom eines Loggers an die OpenShack Box weiter — verpackt als WINKEY:BYTES:-Befehle. Damit laufen Winkey-Tastung und die restlichen DL2CC-Funktionen gleichzeitig über das mitgelieferte com0com-Paar COM25/COM26. Nur Client
ℹ️ Dienste starten sich selbst wieder
Jeder Dienst passt auf sich selbst auf. Bricht er unerwartet ab, versucht er bis zu 60 Sekunden lang den Neustart von allein — ohne dass Sie eingreifen müssen und ohne die Remote-Verbindung zu unterbrechen.

Audio

OpenShack überträgt das Audio des Funkgeräts mit dem latenzarmen OPUS-Codec über das Internet und nutzt WASAPI für Aufnahme und Wiedergabe auf beiden Seiten. Für eine neue Station gibt es eigentlich nur eine Sache einzurichten: welche Audiogeräte verwendet werden. Alles andere auf der Audio-Registerkarte — Codec-Qualität, Mono blend, Binaural — kommt mit sinnvollen Standardwerten, die Sie unverändert lassen können.

Audio einrichten — Quelle und Ziel wählen Client

Am Client enthält die Karte Audio-Quelle und -Ziel die einzigen beiden Entscheidungen, die Sie treffen müssen:

  • Audio-Quelle — das Audio, das an das ferne Funkgerät gesendet und auf die Luft gebracht wird (Ihr Sende-Audio).
  • Audio-Ziel — wo das vom Funkgerät empfangene Audio an Ihrem PC ausgegeben wird.

Ihre Auswahl wird nicht nur über den Windows-Geräteeintrag, sondern auch über den Gerätenamen gemerkt. Sie bleibt also erhalten, wenn Windows Ihre Soundgeräte nach dem Umstecken, einem Treiber-Update oder einem Neustart neu durchnummeriert. Ein Gerät, das gerade nicht da ist — etwa das Funkgerät mit seiner noch ausgeschalteten USB-Soundkarte — bleibt als <Gerät> (not connected) in der Liste stehen, statt ersetzt zu werden, und wird verwendet, sobald es auftaucht.

Wählen Sie die beiden Geräte passend zu Ihrer Betriebsart — diese eine Entscheidung richtet den gesamten Audioweg ein:

So arbeiten Sie Audio-Quelle (Sie → Funkgerät) Audio-Ziel (Funkgerät → Sie)
CW oder SSB — Hören und Sprechen/Geben nach Gehör Ihr PC-Headset / Soundkarten-Mikrofon (für SSB; CW wird separat getastet) Ihr PC-Headset / Lautsprecher
Digital-Betriebsarten (FT8, RTTY, JS8, …), von Software dekodiert Das virtuelle Audiokabel, in das Ihre Software sendet — z. B. CABLE Output (VB-Audio Virtual Cable) Das virtuelle Audiokabel, aus dem Ihre Software dekodiert — z. B. CABLE Input (VB-Audio Virtual Cable)

Starten Sie dann das Audio — mehr Audio-Einrichtung brauchen die meisten Stationen nie. Lassen Sie die Audioqualität auf dem Standard-OPUS-Preset (ändern Sie es nur, wenn Ihre Verbindung langsam oder instabil ist), und lassen Sie Mono blend und Binaural CW aus, sofern Sie sie nicht möchten.

ℹ️ Digital-Betriebsarten — das Funkgerät trotzdem hören
Mit einem virtuellen Audiokabel fließt das empfangene Audio in Ihre Dekodier-Software statt auf die Lautsprecher. Aktivieren Sie das lokale Mithören, um das empfangene (und auf Wunsch auch das gesendete) Audio gleichzeitig über Ihr echtes Headset oder Ihre Lautsprecher wiederzugeben, damit Sie das Band weiter mit dem Ohr verfolgen können. Die Geräte Ihrer Digital-Software sind spiegelbildlich: Stellen Sie deren Ausgang auf CABLE Input und deren Eingang auf CABLE Output.
Audioeinstellungen — Client, für eine Digital-Betriebsart eingerichtet
Ein Digital-Setup am Client: Die Karte Audio-Quelle und -Ziel richtet beide Geräte auf ein VB-Audio Virtual Cable, und die Karte Lokales Mithören darunter gibt das empfangene und gesendete Audio über die PC-Lautsprecher wieder, sodass der OP das Band weiterhin hören kann. Für CW/SSB würden Sie stattdessen für beide Geräte Ihr Headset wählen und das Mithören auslassen.

Lautstärke — zwei Regler je Richtung

Die Karte Audio auf dem Session-Tab hat vier Regler. Jede Richtung hat eine Software-Lautstärke innerhalb von OpenShack und eine Geräte-Lautstärke — das ist derselbe Pegel, den Windows für dieses Soundgerät anzeigt:

Regler Wirkung Standard
RX Volume Wie laut das empfangene Audio bei Ihnen ankommt. Wirkt nur in OpenShack. Denselben Regler gibt es im Rig-Control-Fenster im Reiter MAIN unter dem S-Meter — bewegen Sie einen davon, zieht der andere mit. 100 %
RX Device Die Windows-Lautstärke Ihres Audio-Zielgeräts. Wirkt auf jedes Programm, das dieses Gerät benutzt. was in Windows eingestellt ist
TX Volume Wie laut Ihr Audio zur Gegenstelle geht. Geht bis 200 % und kann eine leise Quelle also auch anheben, nicht nur absenken. 100 %
TX Device Der Windows-Aufnahmepegel Ihres Audio-Quellgeräts. Wirkt auf jedes Programm, das dieses Gerät benutzt. was in Windows eingestellt ist

Zum alltäglichen Nachregeln nehmen Sie RX Volume und TX Volume — die fassen nur OpenShack an und lassen den Rest Ihres PCs in Ruhe. Zu den beiden Device-Reglern greifen Sie, wenn der Klang selbst nicht stimmt und es nicht bloß zu laut oder zu leise ist: Kommt das Audio verzerrt an, nimmt das Gerät zu heiß auf, und nachträgliches Leiserdrehen bekommt das nicht mehr sauber; ist es dagegen dünn und rauscht, bringt ein höherer Gerätepegel wirklich ein besseres Signal, während eine Software-Anhebung nur das Rauschen mit lauter machen würde.

ℹ️ Am Host ist TX das Audio des Funkgeräts
Die Namen der Regler beschreiben immer die Richtung, nicht das Gerät. Am Client stellt TX Volume den Pegel Ihres Mikrofons ein, der zur Station geht. Am Host ist es der Pegel des Funkgeräte-Audios, das zum OP geschickt wird — den sollte man passend einstellen, denn dasselbe Audio versorgt auch den CW-Decoder und eventuelle Zuhörer im Browser.

Manche Geräte — einige virtuelle Audiokabel und USB-Codecs — haben gar keinen eigenen Pegelregler. Der zugehörige Device-Regler ist dann ausgegraut und zeigt n/a; nehmen Sie in dem Fall den Software-Regler. Die Gerätepegel werden nicht in den OpenShack-Einstellungen gespeichert, denn Windows merkt sie sich ohnehin pro Gerät.

Empfangsaudio beim Senden stummschalten

Neben den Reglern liegt Mute RX — das schaltet das empfangene Audio, das Sie hören, einfach stumm. Daneben sitzt Mute RX during TX: Ist es eingeschaltet, wird das Empfangsaudio automatisch stummgeschaltet, sobald Sie senden, und kommt genau in dem Moment zurück, in dem Sie wieder auf Empfang gehen. Praktisch, um das leicht verzögerte Echo des eigenen Signals loszuwerden oder ein Mithör-Headset sauber zu halten, während Sie sprechen.

Dabei ist egal, wie Sie tasten — der PTT-Button, ein Fußschalter, die OpenShack Box, die CW-Tastung oder das PTT des Funkgeräts —, im Alltagsbetrieb können Sie es also einfach eingeschaltet lassen. Es startet aus, und anders als das einfache Mute RX wird es zwischen den Sitzungen gemerkt. Entfernen Sie das Häkchen, kommt das Audio sofort zurück.

Derselbe Schalter bestimmt auch, was Web-Zuhörer zu hören bekommen. Manche Stationen speisen ihre eigene Aussendung ins Empfangsaudio zurück — etwa über den TX-Monitor des Funkgeräts am Line-Ausgang oder eine Schleife im Audio-Interface —, sodass Zuhörer Sie zweimal hören würden, einmal leicht verzögert. Ist Mute RX during TX eingeschaltet, bleibt das Empfangsaudio der Station während Ihrer Aussendung aus dem Web-Stream draußen, und die Zuhörer hören nur Ihre Aussendung. Sobald Sie wieder auf Empfang gehen, ist es sofort wieder da.

Auf dem Host ist dasselbe Häkchen die stationseigene Einstellung für Web-Zuhörer: Ist es gesetzt, bleibt das Empfangsaudio bei jeder Aussendung aus dem Web-Stream draußen, egal was der Operator gewählt hat. Das Audio, das ins Funkgerät geht, bleibt davon unberührt.

Soundgeräte während der Verbindung wechseln

Sie können Audio source oder Audio target mitten in einer Session umstellen — vom Headset auf die Lautsprecher wechseln oder auf ein virtuelles Audiokabel gehen, weil Sie sich doch noch für eine Digital-Betriebsart entschieden haben. Das Audio zieht einfach auf das neue Gerät um.

Die Session selbst wird dabei nicht unterbrochen: Funkgerätesteuerung, CW-Tastung und PTT laufen weiter, und die Gegenstelle bleibt verbunden und merkt nichts außer einer kurzen Lücke im Audio. Es muss nichts neu gestartet werden.

Lässt sich das neue Gerät nicht öffnen — inzwischen abgezogen, exklusiv von einem anderen Programm belegt oder von den Windows-Mikrofon-Datenschutzeinstellungen blockiert —, läuft einfach das bisherige Gerät weiter, und die Statuszeile sagt Ihnen, was passiert ist.

ℹ️ Eine Ausnahme
Das Umschalten von Audio source mode zwischen Single device und Dual mono combine ändert die Form des Audiostroms selbst — das wird deshalb weiterhin erst beim nächsten Start des Audios wirksam. Ein anderes Radio B zu wählen funktioniert im Dual-Mono-Betrieb dagegen im laufenden Betrieb.

Audio Quelle — einfach oder dual Host

Standardmäßig nimmt der Host ein einziges Audiogerät auf und überträgt diesen Strom an den Client. Das ist der übliche Aufbau für eine einzelne Station am Standort und braucht keine weitere Einstellung.

Als optionales Zusatzfeature kann der Host zwei Audioquellen gleichzeitig aufnehmen — typischerweise zwei Funkgeräte — und sie in einen einzigen Stereo-Strom packen: Quelle A liegt auf dem linken, Quelle B auf dem rechten Kanal. Der entfernte OP hört die eine Station auf einem Ohr, die andere auf dem anderen. Das ist der klassische SO2R-Betrieb über das Internet, funktioniert aber genauso gut für beliebige zwei Mono-Quellen, die getrennt bleiben sollen (Funkgerät plus Scanner, zwei Empfänger, …).

Die Auswahl Audio Quelle auf Dual mono combine (two radios) umschalten. Eine zweite Gerätauswahl für Quelle B erscheint, und die erste Auswahl wird in Radio A (Left) umbenannt. Für den normalen Einzelgerätebetrieb bleibt der Eintrag auf Single device.

Audioeinstellungen — Host mit Dual mono combine
Audioeinstellungen am Host bei aktivem Dual mono combine — die Auswahlfelder für Radio A (Left) und Radio B (Right) sind sichtbar. Audio-Modus, OPUS-Preset und Mono blend sind am Host deaktiviert, weil sie vom Client gesteuert werden.
  • Für A und B müssen unterschiedliche physische Geräte gewählt werden — dasselbe Gerät kann nicht doppelt verwendet werden.
  • Dual-Mono benötigt einen Stereo-Transport. Falls der Client ein Mono-OPUS-Preset oder Compatibility Mono (PCMU) ausgewählt hat, fällt der Host für diese Sitzung in den Einzelgerätebetrieb zurück. In diesem Fall bittet man den Client, ein Stereo-OPUS-Preset zu wählen.
  • Die beiden Geräte laufen mit unabhängigen Taktquellen, aber Quelle A bestimmt den Takt; Quelle B wird bei jedem 20-ms-WASAPI-Callback nachgeführt. Bei üblichen USB-Karten liegt die Drift unter einem Sample pro Callback, sodass die Korrektur weder eine merkliche Latenz noch hörbare Artefakte erzeugt.
  • Statusmeldungen geben in einem Zehn-Sekunden-Takt eine kurze Driftbilanz aus (hinzugefügte und verworfene Samples) — hilfreich für die Diagnose im Support-Fall.
ℹ️ Auf der Client-Seite ändert sich nichts
Der Client muss nicht wissen, ob der Host eine oder zwei Quellen liefert — er empfängt in jedem Fall einen einzelnen Audiostream und hört die zwei Quellen einfach auf getrennten Ohren, sobald der Host im Dual-Mono-Combine-Modus ist.

Mono blend — L/R-Trennung weicher Client

Wenn der Host Stereo überträgt — besonders im Dual-Mono-Combine-Modus, in dem die beiden Ohren unterschiedliche Quellen führen — möchte der eine oder andere OP die Trennung zwischen den Kanälen etwas weicher haben, beispielsweise um nur über einen Lautsprecher zu hören oder um beide Quellen mit einer schwächeren Richtungswirkung auf beiden Ohren zu haben.

Genau dafür ist der Regler Mono blend auf der Audio-Registerkarte des Clients da. Er legt auf jeden eingehenden Stereo-Rahmen eine einfache Kreuz-Mischung:

  • 0 % — L/R bleiben unverändert. Jedes Ohr hört nur seinen eigenen Kanal.
  • 50 % — diffuse Mischung: Jedes Ohr hört zu 75 % seinen eigenen Kanal und zu 25 % den anderen. Beide Quellen auf beiden Ohren, Richtungswirkung bleibt erhalten.
  • 100 % — volle Mono-Mischung. Beide Ohren hören (L + R) / 2.

Die Einstellung wirkt rein clientseitig — der Host muss davon nichts wissen. Der Regler ist deaktiviert, wenn das ausgehandelte Audio ohnehin mono ist (PCMU-Mono oder OPUS-Mono-Preset) oder wenn die lokale Instanz der Host ist: in beiden Fällen gibt es keinen zweiten Kanal zum Mischen.

Binaural CW — Stereo nach Tonhöhe Client

CW-Signale, die im Spektrum dicht beieinander liegen, lassen sich leichter kopieren, wenn jedes an einem eigenen Punkt im Stereofeld sitzt. Binaural CW nimmt das ankommende Audio und schwenkt jeden Ton je nach Tonhöhe nach links oder rechts: tiefere Töne wandern auf das linke Ohr, höhere auf das rechte; die Mittenfrequenz bleibt mittig.

Audioeinstellungen — Binaural CW am Client
Binaural-CW-Bedienelemente am Client — Aktivieren-Häkchen, Stereobreiten-Regler, Mittenfrequenz und Pan-Bereich sowie ein Swap-L/R-Schalter für Kopfhörer mit vertauschten Kanälen.

Der Effekt wird mit dem Häkchen Binaural CW eingeschaltet. Die übrigen Bedienelemente sind zum Feinabstimmen:

ℹ️ Richtet sich nach der Betriebsart
Das Häkchen schaltet den Effekt nicht direkt ein, sondern gibt ihn frei: Er läuft nur in CW (CW, CWR, CWL). Stellen Sie das Radio auf CW, startet er von selbst; wechseln Sie auf SSB, AM, FM oder eine digitale Betriebsart, hört er wieder auf — Sprache wird also nie über das Stereofeld verteilt. Beim Band- oder Betriebsartwechsel müssen Sie am Häkchen nichts ändern. Die Zeile unter den Einstellungen sagt Ihnen, ob er gerade läuft, und wenn nicht, auf welcher Betriebsart das Radio steht.
  • Centre pitch (Hz) — die Frequenz, die genau in der Mitte bleibt. Vorgabe 620 Hz, passend zum Standard-Mithörton der OpenShack Box; auf Schwebungsnull abgestimmte Signale bleiben so mittig. Bereich 300–1200 Hz.
  • Pan range (Hz) — der Frequenzabstand vom Mittelpunkt, bei dem das volle Links bzw. Rechts erreicht ist. Vorgabe 150 Hz: bei 620 Hz Mitte sitzt ein 470-Hz-Ton ganz links, ein 770-Hz-Ton ganz rechts, alles dazwischen wird proportional geschwenkt. Ein kleinerer Wert bündelt den Effekt auf einen engeren Tonhöhenbereich; ein größerer braucht eine größere Frequenzdifferenz, um die Extreme zu erreichen.
  • Stereo width — skaliert die maximale Schwenkung. 0 % = reines Mono (kein Effekt); 100 % = volle L↔R-Verteilung innerhalb des Pan-Bereichs. Praktisch, um den Effekt zu dämpfen, ohne Mitte oder Bereich zu ändern.
  • Swap L/R — vertauscht tief ↔ hoch, sodass tiefere Töne nach rechts und höhere nach links landen. Gedacht für Hörer, deren Kopfhörer, Kabel oder Audioführung mit vertauschten Kanälen verdrahtet sind.
ℹ️ Saubere Constant-Power-Schwenkung
Die Berechnung läuft im Frequenzbereich über eine 1024-Punkt-FFT mit 50 % Überlappung und einem Sinus-Fenster (Wurzel-Hann) auf Analyse- und Syntheseseite. Die wahrgenommene Lautstärke bleibt beim Schwenken über das Stereofeld konstant, und die Overlap-Add-Rekonstruktion ist exakt — Dauertöne klingen wie saubere Sinustöne, ohne den Amplitudenmodulations-Brumm, den eine naive Hann-auf-beiden-Seiten-Implementierung erzeugen würde.

Binaural CW funktioniert mit jedem ankommenden Audio — sowohl in den Mono-Modi (PCMU, OPUS Mono) als auch in den Stereo-Modi (OPUS Stereo, L16). Bei Mono-Eingang schaltet die Wiedergabekette automatisch auf Stereo um. Bei Stereo-Eingang werden die beiden Kanäle zuerst zu Mono zusammengelegt und anschließend nach Frequenz neu im Stereofeld verteilt; die ursprüngliche L/R-Trennung entfällt dabei und das Ganze ist als Wahlmöglichkeit gedacht, nicht als Empfehlung. Bei 44,1 / 48 kHz fügt der Effekt etwa 22 ms zusätzliche Latenz hinzu (ein FFT-Block) — zusätzlich zum Netzwerk-Jitterpuffer.

Alle vier Binaural-Einstellungen werden in der Client-Konfigurationsdatei gespeichert und bei der nächsten Sitzung wiederhergestellt. In der Host-Rolle sind die Bedienelemente deaktiviert.

Lokales Mithören — auf einem separaten Gerät hören Client

Wenn Sie eine Digital-Betriebsart über ein virtuelles Audiokabel (VAC) fahren, wird das empfangene Audio in die Decodier-Software geleitet statt auf die Lautsprecher — Sie hören also nicht mehr, was das Funkgerät macht. Das lokale Mithören schickt eine Kopie des gesendeten und/oder empfangenen Audios an ein separates Wiedergabegerät (echte Lautsprecher oder Kopfhörer), sodass Sie das Band weiter mit dem Ohr verfolgen können, während der Digital-Strom weiter zum VAC läuft.

Das Mithören hat eine eigene Karte im Audio-Tab des Clients. Wählen Sie ein Mithörgerät und aktivieren Sie dann die gewünschten Ströme — jeder hat einen eigenen Schalter und Lautstärkeregler:

  • Empfangenes Audio mithören (RX) — gibt das eingehende Funkgerät-Audio wieder. Der häufige Fall: das Band hören, während ein Decoder das virtuelle Audiokabel ausliest.
  • Gesendetes Audio mithören (TX) — gibt eine Kopie dessen wieder, was Sie senden — eine Kontrollmöglichkeit für das Audio, das Ihre Station auf die Luft bringt.
ℹ️ Gleiches Gerät wie das Audioziel
Wenn Sie für das Mithören dasselbe Gerät wählen wie Ihr Haupt-Audioziel, wird das empfangene Audio dort bereits wiedergegeben — das RX-Mithören schaltet sich dann automatisch ab, um eine Doppelwiedergabe zu vermeiden. Das Häkchen bleibt gesetzt, und das RX-Mithören läuft wieder, sobald Sie ein anderes Gerät wählen; das TX-Mithören ist davon nicht betroffen.

Beide Ströme sind für den Digital-/VAC-Betrieb gedacht. Bei offenem Mikrofon koppelt das TX-Mithören zurück (Rückkopplung), lassen Sie es in diesem Fall also aus. Das Mithören ist ein reines Client-Feature; Gerät und Lautstärken werden in der Client-Konfiguration gespeichert.

Audio-Tab des Clients — Karte Lokales Mithören mit RX- und TX-Mithören sowie dem PC-Mithörton-Regler
Die Karte „Lokales Mithören“ im Audio-Tab des Clients — das RX- und TX-Mithören plus der PC-Mithörton für CW ohne Box

Auf derselben Karte sitzt auch der Regler PC sidetone for WinKey + Keyer. Er hat nichts mit dem Digital-Mithören zu tun: Er liefert einen sofortigen lokalen Mithörton, wenn Sie CW ohne OpenShack Box am Client-Standort tasten. Er läuft auf dem oben gewählten Mithörgerät und ist standardmäßig mit 20 % aktiv. Mehr dazu unter CW ohne Box betreiben.

Audio-Modi

Zwei Übertragungsmodi stehen zur Verfügung. Der Modus wird auf der Client-Seite gewählt und vor dem Verbindungsaufbau automatisch an den Host übermittelt.

Modus Kodierung Typischer Einsatz Hinweise
Opus Standard OPUS-Codec, einstellbares Preset Internetverbindungen — empfohlen für den gesamten Remote-Betrieb 40 Presets von 8–48 kbps in Mono und Stereo über vier Latenzstufen. Siehe unten.
Uncompressed Stereo Unkomprimiertes PCM 16-Bit Stereo (L16, 44,1 kHz) Nur im lokalen Netzwerk (LAN) Kein Kompressionsoverhead — bit-genaues Audio, aber ~1,4 Mbit/s und keine Paketverlust-Kaschierung. Nicht über das Internet verwenden.

Latenz und Codec-Auswahl

Im Opus-Modus bietet das Dropdown Audio Preset 40 Presets, die eine Bitrate (8–48 kbps), eine Kanalanzahl (Mono oder Stereo) und eine von vier Latenzstufen kombinieren. Die Stufe bestimmt die OPUS-Paketlänge und die Jitter-Puffer-Tiefe — zusammen bilden sie den Codec-Anteil an der Ende-zu-Ende-Audiolatenz. Die tatsächlich wahrgenommene Latenz ergibt sich aus diesem Wert zuzüglich der einseitigen Netzwerkverzögerung (grob die Hälfte der Ping-RTT zum Host).

Audioqualität / Codec-Preset am Client
Die Client-Karte Audioqualität — das OPUS-Audio Preset (Bitrate · Kanäle · Latenzstufe) und der Mono-blend-Regler.
ℹ️ Standard-Preset
Neue Setups starten mit 24 kbps · Mono · High latency. Mono legt die volle Bitrate auf den einzelnen Audiokanal des Funkgeräts, und 24 kbps genügen für Amateurfunk-Audio — die Bitrate muss nicht geändert werden. Für eine Stereo-Anwendung (z. B. zwei unabhängige Empfänger oder echtes Stereo-Audio) wechseln Sie zu einem der Stereo-OPUS-Presets, bei dem der linke und der rechte Kanal unabhängig übertragen werden. Die High-Latenzstufe ist ein robuster Allround-Ausgangspunkt, der sich auch für die Digimode-Dekodierung (z. B. FT8) eignet. Sie können die Latenz je nach Netzwerkverbindung auf Medium oder Low umstellen; oder bei langsameren Verbindungen die Einstellung Very High wählen.

Wählen Sie die Stufe nach der Stabilität Ihrer Netzwerkverbindung — nicht nur nach der Geschwindigkeit. Eine stabile Glasfaser- oder Kabelverbindung kann Low oder Medium nutzen. Mobilfunk (LTE/5G), VPN-Tunnel, Satellit oder jede Verbindung mit ungleichmäßigem Paketabstand profitiert von High oder Very High — der größere Jitter-Puffer schluckt Burstverluste ohne hörbare Aussetzer, kostet aber zusätzliche Codec-Verzögerung.

Stufe Paketlänge Jitter-Puffer Codec-Verzögerung Gesamt (ohne Netz-RTT) Optimal für
Low 10 ms 20 ms ~30 ms ~50–80 ms Glasfaser / LAN, sehr stabile Internetverbindung
Medium 20 ms 60 ms ~80 ms ~100–150 ms Standard-Breitband (Kabel, DSL) — geringere Latenz für Live-CW/SSB auf einer stabilen Verbindung
High Standard 60 ms 140 ms ~200 ms ~220–350 ms Robust auf den meisten Internetverbindungen (Mobilfunk, VPN, interkontinental) und gut für Digimodes geeignet
Very High 60 ms 300 ms ~360 ms ~380–450 ms Satelliteninternet, überlastete oder instabile Verbindungen, wenn Aussetzer vermieden werden müssen

Innerhalb einer Latenzstufe verbessert eine höhere Bitrate die Empfangsqualität auf Kosten von mehr Bandbreite. Für typisches KW-Empfangsaudio sind 12–16 kbps (Mono oder Stereo) eine gute Wahl. Bei SSB/AM, wo Klangqualität wichtiger ist, empfiehlt sich 24–32 kbps. Die 40–48 kbps Stereo-Presets sind für Breitband-Empfang auf schnellen Verbindungen.

Wenn das Audio stockt oder abbricht, schalten Sie die Stufe jeweils einen Schritt höher und geben Sie der Verbindung 10–15 Sekunden Zeit. Ist die Latenz in Ordnung, klingt das Audio aber dünn oder komprimiert, versuchen Sie es mit einer höheren Bitrate in derselben Stufe.

💡 Immer noch zu viel Latenz?
Codec-Einstellungen betreffen nur den Codec-Anteil an der Verzögerung. Netzwerk-Routing, NAT-Typ und Relay-Fallback können erheblich mehr hinzufügen. Netzwerkseitige Maßnahmen (UDP-Portweiterleitung, IPv6-Direktpfad, Site-VPN) finden Sie unter Latenz verbessern.

OpenShack Box als Monitor — so klingt es am besten

Wer am Client richtig CW machen möchte, leitet die PC-Audioausgabe in die OpenShack Box statt über Computerlautsprecher zu hören:

  1. Schließen Sie die OpenShack Box am Client-PC an OpenShack an und öffnen Sie Hardware Settings → Audio / Codec. Stellen Sie sicher, dass Mix Enabled auf On steht (Standard). Wählen Sie einen Mix ModeDigital erlaubt den Line-In-Filter und einen Software-Lautstärkeregler, Analog nutzt den Hardware-Bypass des Codecs. Line-In Mix Volume und im Digital-Modus den Mix Filter passen Sie nach Geschmack an. Ohne diesen Schritt gibt die Box das PC-Audio nicht auf den Kopfhörer aus.
  2. Verbinden Sie den Kopfhörer- oder Line-Ausgang des PCs mit dem Line In Mix-Eingang der Box über ein 3,5-mm-Stereo-Klinkenkabel. Alternativ koppeln Sie den PC per Bluetooth Audio mit der Box (setzt voraus, dass WLAN an der Box deaktiviert ist).
  3. Öffnen Sie am Client-PC die Remote-Station-Einstellungen → Register Audio und wählen Sie als Wiedergabegerät die Soundkarte aus, die tatsächlich an die Box geht — also das Gerät, dessen Kopfhörer- oder Line-Ausgang Sie im vorigen Schritt verkabelt haben.
    Hinweis: Manche Soundkarten legen den Kopfhörerausgang als eigenes Gerät an, das in der Windows-Wiedergabeliste erst auftaucht, sobald ein Kabel eingesteckt ist — genau deshalb verkabeln wir zuerst. Fehlt der gewünschte Eintrag trotzdem, schließen Sie das Remote-Station-Fenster kurz und öffnen es erneut, damit OpenShack die Wiedergabegeräte neu einliest.
  4. Kopfhörer in die Kopfhörerbuchse der Box stecken.
  5. Die Box mischt das Remote-Empfangsaudio mit ihrem eigenen hardwaregenerierten Mithörton (analog oder digital) — Sie hören beides gleichzeitig im Kopfhörer.

Der Clou: Der Mithörton kommt direkt aus der Box-Hardware, ohne hörbare Verzögerung — egal ob das Remote-Audio gerade über das halbe Internet reist. Es klingt und fühlt sich fast an wie wenn man direkt am Funkgerät sitzt.

Den Empfangspegel und die Mischung mit dem Mithörton stellen Sie in der Box selbst ein — die passenden Regler finden Sie unter Hardware → Audio / Codec Tab. Empfehlenswert ist ein PC-Headset mit eigener Lautstärkeregelung am Kabel in Kombination mit folgendem Trick: Stellen Sie die Box auf einen hohen Ausgangspegel ein und nutzen Sie den Lautstärkeregler am Headset als Dämpfungsglied. So liegt das Eigenrauschen des Kopfhörerverstärkers deutlich unter dem Nutzsignal, und Sie können die Gesamtlautstärke ganz nach Geschmack zurücknehmen, ohne Dynamik zu verlieren.

⚡ Konstantes Brummen oder Rauschen über das Line-In-Kabel? Ground-Loop-Isolator dazwischen
Hört man ein konstantes Brummen oder Rauschen (typisch 50/60-Hz-Brummen plus breitbandiges Rauschen), sobald das 3,5-mm-Kabel vom PC am Line In Mix der Box steckt, könnten Sie es mit einer Brummschleife zwischen PC und Box zu tun haben. Ein passiver 3,5-mm-Audio-Ground-Loop-Isolator, inline in dieses Kabel gesteckt, trennt die Masseschleife galvanisch und das konstante Brummen oder Rauschen verschwindet — ohne Einstellung, ohne Treiber, ohne Stromversorgung. Ein Bild des Adapters und wo genau er hingehört, finden Sie unter Hardware → Konstantes Brummen oder Rauschen am Line-In.
ℹ️ PTT-Sicherheits-Timer
Ein eingebauter Sicherheits-Timer löst PTT automatisch nach dem eingestellten Sicherheits-Timeout (Vorgabe 120 Sekunden), falls die Remote-Verbindung abbricht oder ein Freigabe-Signal ausbleibt. Das verhindert einen hängengebliebenen Sender an der Remote-Station.

Rig-Steuerung

Für die Rig-Steuerung stehen zwei voneinander unabhängige Wege zur Verfügung, die sich auch parallel nutzen lassen. Welchen Sie wählen, hängt davon ab, was Ihre Stations-Software erwartet:

Variante So läuft es Was am Host gebraucht wird Passt für
CAT-Proxy Reine Byte-Durchleitung. Host COM/TCP ↔ Client COM/TCP. CAT-Kabel vom Transceiver am Host-PC Software, die das herstellereigene CAT-Protokoll des Transceivers spricht; unkomplizierte Setups
rigctld (Hamlib) Macht Hamlib rigctld (TCP) remote verfügbar. Drei Tools am Client teilen sich denselben Kanal. rigctld.exe auf dem Host-PC OpenShack Remote-Control-Panel, Contest-Logger (N1MM+, Win-Test, WriteLog), TRX-Emulator

CAT-Proxy

Der CAT-Proxy ist ein transparenter Byte-Tunnel: Jedes Byte vom Transceiver geht an den Client weiter, jedes Byte vom Client zurück zum Transceiver. OpenShack muss das CAT-Protokoll gar nicht kennen — es überträgt die Daten in beide Richtungen über die geschützte Remote-Verbindung. Ohne Hamlib, ohne rigctld.exe.

Host- und Client-Endpunkt können unabhängig voneinander jeweils ein COM- oder ein TCP-Port sein. Beispiele: Host COM3 → Client TCP 4573; oder Host TCP 4572 → Client COM5 (für ältere Anwendungen).

Einrichtung am Host

  1. CAT-Kabel des Transceivers am Host-PC anschließen und den COM-Port notieren.
  2. Im Remote-Station-Fenster (Host) den Abschnitt CAT aufklappen.
  3. COM oder TCP auswählen, Port/Adresse und Baudrate eintragen.
  4. CAT-Dienst einschalten.

Einrichtung am Client

  1. Im Remote-Station-Fenster (Client) den Abschnitt CAT aufklappen.
  2. Festlegen, ob der Transceiver lokal als COM-Port oder TCP-Port erscheinen soll.
  3. CAT-Dienst einschalten. OpenShack lauscht dann am gewählten Port.
  4. In Ihrer Logging- oder CAT-Software denselben lokalen Port eintragen.

Icom-Wasserfall ohne externe Logging-Software: Lassen Sie CAT eingeschaltet; der Dienst ist standardmäßig aktiv. Der integrierte Wasserfall erhält seine Daten direkt von der entfernten Station. Dafür muss kein Programm den lokalen COM- oder TCP-Port lesen. Blockiert diese optionale lokale Weiterleitung, beendet OpenShack sie und protokolliert den Grund. Wasserfall, Fernsteuerung und Stop-Schaltfläche bleiben bedienbar. Um die lokale Weiterleitung erneut zu nutzen, starten Sie die externe Software und danach CAT neu. Bei einem virtuellen COM-Port-Paar verwendet die externe Software das andere Ende des Paars.

⚠️ Kein eigenmächtiges Polling
Der CAT-Proxy reicht nur Bytes weiter, die von einer der beiden Seiten kommen. Er schickt selbst nie Befehle los — kein Polling, keine ungefragten Schreibzugriffe auf den Transceiver.

rigctld / Hamlib

Hamlib ist eine Open-Source-Bibliothek, die das native CAT-Protokoll von über 300 Transceivern beherrscht. Der zugehörige Netzwerk-Daemon rigctld spricht per COM-Port mit dem Transceiver am Host-PC und stellt nach außen einen textbasierten TCP-Server bereit (Standard: localhost:4532).

Alle drei rigctld-Funktionen in OpenShack setzen voraus, dass rigctld.exe auf dem Host-PC läuft. Die Anwendung koordiniert ihre Zugriffe über die geschützte Remote-Verbindung.

Geführte Host-Einrichtung (Assistent)

  1. In Remote Control auf Einstellungen → Host wechseln.
  2. Transceiver-Modell, COM-Port und Baudrate wählen. Den Standard-Port 4532 behalten Sie am besten, sofern nicht bereits ein anderes rigctld.exe auf dem PC läuft.
  3. Für ICOM-Transceiver: Den „VFO“-Modus einschalten und die CI-V-Adresse in der Form 0xB2 eintragen. Die Adresse finden Sie im Menü Ihres ICOM.
  4. „Start rigctld.exe with this command line“ aktivieren — OpenShack startet dann die mitgelieferte rigctld.exe von allein. Die erzeugte Befehlszeile bindet rigctld fest an localhost (-T 127.0.0.1), der Dienst ist also von außen nicht erreichbar.

Bereits laufendes rigctld nutzen: Läuft rigctld schon als Dienst oder manuell, schalten Sie stattdessen „Use external rigctld service“ ein und tragen IP und Port dieses Dienstes ein. Die beiden Optionen schließen sich gegenseitig aus.

Manuelle Host-Einrichtung

  1. Hamlib auf dem Host-PC installieren.
  2. rigctld für Ihr Transceiver-Modell starten, z. B.:
    rigctld -m 229 -r COM3 -s 9600  (Kenwood TS-2000 an COM3)
  3. Im Remote-Station-Fenster (Host) den rigctld-Dienst aktivieren und den Port bestätigen (Standard 4532).

Virtuelle COM-Ports

Manche Logging- oder CAT-Programme kommen nur mit einem physischen COM-Port klar und bieten keine TCP-Variante an. Kann Ihre Client-Software also nicht direkt per TCP sprechen, überbrückt ein virtuelles COM-Port-Paar die Lücke: zwei COM-Ports, die für Windows wie echte serielle Ports aussehen; was eine Seite schreibt, kommt auf der anderen an.

Zwei Fälle, in denen sich das bewährt:

  • CAT-Weiterleitung — der CAT-Proxy am Client stellt einen TCP-Port bereit, aber Ihre Logging-Software kennt nur COM. Das mitgelieferte com0com-Paar verbindet den COM-Port des Loggers mit dem COM-Port von OpenShack.
  • Winkey-Proxy — über das mitgelieferte com0com-Paar COM25/COM26 kann Logger-Software Winkey sprechen, während OpenShack die Box per USB vollständig steuert.

Das Setup von OpenShack kann com0com installieren und die Portpaare automatisch anlegen. Für die Standardkonfiguration ist kein separater Kauf von VSPE und keine manuelle Virtual-COM-Einrichtung mehr nötig.

Vom Setup angelegte Portpaare

VerwendungIn OpenShack wählenIn externer Software wählen
CAT-BridgeCOM21COM22 (WSJT-X / Logger)
TRX-Emulator / TSEMUCOM23COM24 (externe Software)
Winkey-Proxy / EmulatorCOM25COM26 (N1MM+ / Logger-Winkey)

Bei einer Neuinstallation trägt OpenShack diese Ports für Sie ein (Client-Rolle): Die COM-Felder für CAT, TRX-Emulator und Winkey werden aus dem vom Setup Angelegten vorausgewählt, und der Winkey-Proxy wird automatisch aktiviert. Sie stellen normalerweise nur den passenden externen Port in Ihrer anderen Software ein.

ℹ️ Setup-Notizen auf Ihrem PC verwenden
Die COM-Nummern oben sind die bevorzugten Standardwerte. War eine Nummer bereits belegt, hat das Setup Ersatz-Ports angelegt. Die tatsächliche Zuordnung steht in %LocalAppData%\OpenShack\Setup\virtual-com-ports.txt und zusätzlich in %LocalAppData%\OpenShack\Setup\setup-notes.txt.
🔧 Setup-Werkzeuge und virtuelles Audio
Die com0com-Supportwerkzeuge und die erzeugten Setup-Notizen sind unter Erweitert → Mitgelieferte virtuelle Audio- und COM-Ports beschrieben. Normale Anwender müssen die com0com-Werkzeuge nach dem Setup nicht starten.

OpenShack Remote-Control-Panel

Das Remote-Control-Fenster ist OpenShacks eigene virtuelle Frontplatte für den Transceiver, aufgesetzt auf den rigctld-Dienst. Öffnen lässt es sich aus dem Remote-Station-Fenster heraus, sobald die Verbindung steht. Bedienen Sie es in beiden Rollen — Host und Client — genau gleich; um die Verdrahtung im Hintergrund kümmert sich OpenShack.

⚠️ rigctld-Dienst nötig
Das Remote-Control-Fenster läuft nur, wenn der rigctld-Dienst am Host-PC aktiv ist. Zur Einrichtung siehe Rig-Steuerung → rigctld / Hamlib.
OpenShack
              Remote-Control-Panel
OpenShack Remote-Control-Panel — VFO, Betriebsart, Pegel und CW-Speicher

Was sich steuern lässt

Bedienelement Funktion
VFO A / VFO B Frequenz Lesen und setzen. Das bernsteinfarbene VFO-A-Display zeigt die neue Frequenz sofort an und gilt als bestätigt, sobald der Transceiver sie zurückmeldet. Alle Eingabemethoden sind unter Frequenz einstellen beschrieben.
Betriebsart & Bandbreite USB, LSB, CW, CWR, AM, FM und mehr — alles, was rigctld meldet. Durchlassbandbreite in Hz.
Split-Betrieb Split ein- und ausschalten, TX-Frequenz und Betriebsart unabhängig auf VFO B setzen.
PTT PTT an den Host senden (Leertaste verwenden). Die TX-Lampe unterscheidet, was Sie angefordert haben, und was das Radio bestätigt. Tasten Sie selbst — über den PTT-Button, die Leertaste, den Fußschalter oder das Paddle an der OpenShack Box —, leuchtet sie sofort orange und wechselt etwa eine Sekunde später auf rot, sobald das Radio selbst meldet, dass es sendet. Eine Sendung, die an der Station beginnt, etwa über einen Mikrofon-Fußschalter oder durch einen anderen Operator, ist von Anfang an rot. Bleibt es bei orange, bestätigt das Radio die Sendung nicht über CAT.
RX Volume Ihre Abhörlautstärke, im Reiter MAIN unter dem S-Meter. Es ist derselbe Wert wie RX Volume in den Audio-Einstellungen von Remote Station — bewegen Sie einen davon, zieht der andere mit.
HF / NF / Squelch-Pegel Alle unterstützten Pegel lesen und setzen (HF-Verstärkung, NF-Lautstärke, Squelch usw.). Welche Regler tatsächlich erscheinen, hängt davon ab, was rigctld für Ihren Transceiver hergibt.
Abschwächer / Vorverstärker Wird automatisch aus dump_caps befüllt — angezeigt werden nur die Stufen, die Ihr Transceiver wirklich kennt.
Funktionen (NR, NB, RIT, XIT, …) Jede Funktion umschalten oder setzen, die der rigctld-Treiber Ihres Transceivers kennt.
NB Depth / Width Nur Icom Im Reiter AUDIO & FILTER erscheinen NB DEPTH (1–10) und NB WIDTH (1–100) bei unterstützten Icom-Modellen — darunter dem IC-7760 — neben NB LEVEL. OpenShack liest beide Werte beim Verbindungsaufbau aus dem Transceiver und zeigt eine Änderung erst nach dem Zurücklesen als bestätigt an. „—“ bedeutet, dass der Transceiver noch keinen Wert gemeldet hat. Bei anderen Transceivern bleiben die Regler ausgeblendet.
Transverter Nur Icom Der X-VERTER-Button im Reiter ANTENNA & TUNER schaltet die Transverter-Funktion des Transceivers ein und aus — für Stationen, die über einen Transverter arbeiten. Er erscheint nur bei Icom-Modellen, die diese Funktion bieten (z. B. IC-7760), und bleibt bei allen anderen Geräten ausgeblendet.
CW-Speicher Programmierbare CW-Textmakros — gesendet über PTT und CW-Tastung per rigctld.
Sendeleistung pro Band Für jedes Band eine Sendeleistung voreinstellen (mit drei Profilen), die beim Bandwechsel automatisch gesetzt wird — siehe Sendeleistung pro Band.

So funktionieren VFO A, VFO B und Split

Das Bedienfeld folgt dem klassischen Prinzip Empfang auf A, Senden auf A oder B. Ein paar Dinge sollten Sie wissen, bevor Sie abstimmen:

  • Sie hören immer auf VFO A. Die große bernsteinfarbene Anzeige ist Ihre Empfangsfrequenz. Der Abstimmknopf, das Mausrad, die +/−-Buttons, die Band-Buttons und die Direkteingabe verändern alle VFO A.
  • VFO B ist ein zweiter Frequenzspeicher, kein zweiter Empfänger. Ein Klick auf VFO B schaltet Ihren Empfänger nicht auf B um — er richtet lediglich die Abstimmung auf den VFO-B-Wert, damit Sie ihn einstellen können. Klicken Sie wieder auf VFO A, um zur normalen Abstimmung zurückzukehren.
  • SPLIT verwendet VFO B als Ihre Sendefrequenz. Bei eingeschaltetem Split empfangen Sie auf VFO A und senden auf VFO B — der klassische Aufbau, um eine DX-Station zu arbeiten, die etwas höher hört („up"). Schalten Sie Split aus, um wieder auf VFO A zu senden.
  • A→B, B→A und A↔B übertragen den kompletten VFO. Die Kopier- und Tausch-Buttons übernehmen Betriebsart und Filterbreite zusammen mit der Frequenz — nach einem Klick auf A→B ist VFO B eine exakte Kopie dessen, was Sie gerade hören, fertig für einen Split in derselben Betriebsart. (Stimmen Betriebsart und Filter ohnehin schon überein, ändert sich nur die Frequenz.)
  • Die kleine Anzeige neben dem VFO-B-Display zeigt, auf welche Betriebsart und Filterbreite VFO B gerade eingestellt ist (zum Beispiel CW 500). Ein Split, der in der falschen Betriebsart senden würde, fällt so schon vor dem ersten Durchgang auf. Die Anzeige bleibt leer, bis der Transceiver die Betriebsart von VFO B gemeldet hat — bei einigen Modellen ist sie erst nach dem ersten A→B-Kopieren bekannt.
  • Die RX-/TX-Markierungen unter den VFO-Bezeichnungen zeigen das auf einen Blick: RX steht immer unter VFO A; TX steht unter VFO A, wenn Split aus ist, und wandert unter VFO B, wenn Split ein ist. Diese Markierungen geben den tatsächlich vom Transceiver zurückgemeldeten Zustand wieder, nicht nur Ihren Klick — die TX-Markierung wechselt daher erst kurz darauf zu VFO B, sobald der Transceiver die Änderung bestätigt.

Frequenz einstellen

Die VFO-A-Frequenz lässt sich auf mehrere Arten ändern. Alle Methoden nutzen dieselbe Abstimmlogik — die mit den STEP-Tasten gewählte Schrittweite gilt daher sowohl für das Mausrad als auch für die +/−-Tasten.

Eingabe Funktionsweise
Mausrad Überall auf dem Panel (außer über einem Regler oder dem Frequenz-Eingabefeld) drehen, um die Frequenz um einen Schritt pro Rastklick zu ändern. Mit gehaltener Umschalttaste werden jeweils 10 Schritte auf einmal gemacht.
Abstimmknopf Mausrad über dem großen Knopf drehen — er hat einen eigenen Scroll-Handler und verhält sich genauso wie das Scrollen auf dem übrigen Panel.
+ / −-Tasten Die beiden kleinen Tasten rechts neben dem VFO-A-Display. Ein Klick bewegt einen Schritt; gedrückt halten löst automatisches Wiederholen aus.
Frequenz direkt eingeben Gewünschte Frequenz in kHz in das Eingabefeld im Reiter MAIN tippen und Enter drücken oder auf SET klicken. Der Transceiver springt sofort auf die neue Frequenz; die Betriebsart wird passend zum Bandsegment automatisch gewählt — siehe Frequenz-, Betriebsart- und Filterspeicher.
Band-Tasten Auf eine Band-Taste (160m … 6m) klicken, um direkt auf das jeweilige Band zu wechseln. Das Panel bleibt in der aktuellen Betriebsartgruppe (SSB oder CW) und ruft die dafür zuletzt benutzte QRG auf diesem Band auf. Das passende Seitenband wählt es automatisch — siehe Frequenz-, Betriebsart- und Filterspeicher.
STEP-Tasten Schrittweite für Mausrad und +/−-Tasten wählen: 10, 50, 100 Hz oder 1, 5, 10 kHz. Die aktive Schrittweite ist hervorgehoben.

Ein echter Knopf auf dem Tisch (Reiter ADV)

Vor dem Betrieb VFO KNOB einschalten
Vor der Benutzung: Remote Control → Advanced (ADV) öffnen und sicherstellen, dass VFO KNOB unter External VFO knob eingeschaltet ist. Bei ausgeschalteter Erfassung reagiert OpenShack nicht auf den Knopf – auch wenn die Programmierung und alle sieben Prüfschritte erfolgreich waren.
Einstellung External VFO knob mit eingeschaltetem Button VFO KNOB
Remote Control → ADV → External VFO knob: VFO KNOB einschalten.

Den kompatiblen OpenShack-Doppeldrehgeber programmieren Sie einmal über USB mit dem OpenShack VFO Programmer. Die gespeicherte Belegung gilt für USB und Bluetooth: Strg+Umschalt+F1 bis F8, wobei F4 frei bleibt. Folgen Sie der Anleitung auf der Download-Seite und prüfen Sie alle sieben Bedienelemente über die Verbindung, die Sie anschließend nutzen möchten. Im Reiter ADV finden Sie die Belegung auch unter ASSIGNMENTS.

Das Prüffenster des Programmers schließen, bevor Sie den Knopf in OpenShack benutzen. Die Statuszeile neben der Einstellung zeigt, ob die Erfassung aktiv ist, und nennt Tastenkombinationen, die nicht registriert werden konnten.

Bei eingeschalteter Erfassung und erfolgreich registrierten Tastenkombinationen funktioniert der Knopf auch, wenn ein anderes Programm im Vordergrund ist, solange das Remote-Control-Fenster geöffnet bleibt. Wenn Sie diese Tastenkombinationen in einem anderen Programm benötigen, können Sie VFO KNOB ausschalten.

Frequenz-, Betriebsart- und Filterspeicher

Das Remote-Control-Panel speichert die wichtigsten Betriebseinstellungen, damit ein Band- oder Betriebsartenwechsel nicht jedes Mal bei null beginnt:

Was gespeichert wird Verhalten
Frequenz pro Band und Betriebsart Für jedes Band gibt es getrennte letzte Frequenzen für SSB (USB/LSB) und CW (CW/CWR). Ein Klick auf eine Band-Taste bleibt in der aktuellen Betriebsartgruppe und ruft die dazu passende QRG des neuen Bandes auf. Das Seitenband wird bandgerecht gewählt (LSB unter 10 MHz, USB darüber): USB auf 20 m wird beim Wechsel auf 40 m also zu LSB. Dieser Frequenzspeicher gilt stationsübergreifend.
Filterbandbreite pro Betriebsart Der zuletzt gewählte Durchlassbereich wird pro Betriebsart wiederhergestellt: schmal für CW, breiter für SSB. Diese Einstellung ist stationsbezogen, damit jeder Transceiver seine passenden Filterwerte behält.
CW-/CWR-Vorliebe Ob Sie CW oder CW-Reverse verwenden, wird pro Station gespeichert und bei der automatischen Betriebsartwahl erneut verwendet.
ℹ️ Automatische Betriebsartwahl
Wenn Sie gezielt auf eine Frequenz springen — per Eingabe im Feld oder per Klick aus DX-Cluster / WaveLog — schaltet das Panel auf die für diesen Bandbereich übliche Betriebsart: CW (oder CWR) im CW-Segment und USB/LSB im SSB-Segment. In den schmalen Digimode-Segmenten bleibt die Betriebsart unangetastet, damit ein Frequenzsprung Sie nicht aus dem Datenmodus holt. Die Automatik greift nur bei einem gezielten Sprung — nicht beim Abstimmen mit dem Knopf.

RIT / XIT und Frequenzversatz

Die Tasten RIT und XIT schalten das empfangs- bzw. sendeseitige Inkremental-Tuning ein. Über die Versatz-Tasten (−500 … +500 Hz) lässt sich die Empfangs- oder Sendefrequenz relativ zur angezeigten VFO-Frequenz verschieben. Der aktuelle Versatz wird zwischen den Tasten eingeblendet. CLR setzt den Versatz auf null, ohne RIT/XIT auszuschalten.

Rig-Monitor

Alle Befehle, die das Remote-Control-Panel abschickt, und alle Antworten, die zurückkommen, laufen im Reiter Rig Monitor des Remote-Station-Fensters mit. Praktisch, wenn sich der Transceiver merkwürdig verhält oder Sie sehen wollen, ob ein Befehl wirklich angekommen ist.

ℹ️ Fähigkeiten werden automatisch erkannt
Beim ersten Verbindungsaufbau schickt OpenShack \chk_vfo und \dump_caps an den Host-rigctld. Daraus ergeben sich die VFO-Bezeichnung (VFOA/VFOB oder Main/Sub), die unterstützten Abschwächer- und Vorverstärker-Stufen sowie alle vorhandenen Pegel- und Funktionsnamen. Das Remote-Control-Panel zeigt danach die Regler, die Hamlib für Ihren Transceiver unterstützt, sowie passend zum Modell erkannte Herstellerfunktionen wie NB DEPTH und NB WIDTH bei Icom.
Remote
              Control TX & CW
Remote Control — Reiter TX & CW: Sendeleistung mit den S/C-Tasten für den Leistungsspeicher pro Band, CW-Tastung und Processing
Remote
              Control Speicher
Remote Control — CW-Speichermakros
Remote
              Control Audiofilter
Remote Control — Audiofilter; NB DEPTH und NB WIDTH erscheinen bei unterstützten Icom-Modellen neben NB LEVEL
Remote Control Antennentuner
Remote Control — Bedienelemente für den Antennentuner (mit dem X-VERTER-Button für den Transverter — nur bei unterstützten Icom-Modellen)

Sendeleistung pro Band (Reiter PWR)

Im Reiter PWR legen Sie pro Band eine Sendeleistung fest. Beim Bandwechsel setzt das Panel diesen Wert automatisch am Transceiver. So können Sie z. B. auf 40 m mit voller Leistung arbeiten, auf 6 m aber einen kleineren Wert für eine empfindliche Endstufe verwenden.

Remote Control
              Reiter PWR — Sendeleistung pro Band
Remote Control — Reiter PWR: Sendeleistung pro Band mit drei Profilen
Bedienelement Funktion
ENABLE Hauptschalter der Funktion. Standardmäßig aus — dann ändert das Panel die Sendeleistung des Transceivers nicht von selbst. Ist er an, wird beim Bandwechsel der für dieses Band gespeicherte Wert einmal gesetzt.
PROFILE 1 / 2 / 3 Drei getrennte Sätze von Leistungswerten pro Band — praktisch für verschiedene Antennensysteme (Beam/Draht, mit oder ohne Endstufe). Wenn für das aktuelle Band im neu gewählten Profil ein Wert gespeichert ist, wird er sofort an den Transceiver gesendet. Profile werden pro Station gespeichert.
Band-Schieberegler Ein Regler je KW-Band (160 m … 6 m). Damit stellen Sie die Leistung (0–100 %) für dieses Band im aktiven Profil ein.
EMPTY Markiert das Band als ohne gespeicherten Wert — die Anzeige zeigt „—". Für ein Band ohne Wert wird beim Bandwechsel kein Leistungswert gesendet; die aktuelle Sendeleistung des Transceivers bleibt unverändert. Ein erneuter Klick auf EMPTY übernimmt den Reglerwert wieder als Wert für dieses Band.

Die Leistung wird einmal an den Transceiver gesendet, wenn Sie das Band wechseln — per Band-Taste, durch Abstimmen in ein anderes Band hinein oder wenn der Transceiver von außen auf eine andere QRG gesetzt wird (z. B. aus Ihrem Logger). Für Bänder ohne gespeicherten Wert sendet das Panel keinen Leistungswert.

Speichern im Reiter TX & CW — die Tasten S und C

Neben dem Regler TX POWER im Reiter TX & CW stehen zwei kleine Tasten, S und C (beschriftet „S save · C clear"):

  • Sspeichern: übernimmt die aktuelle Sendeleistung als Wert für das Band, auf dem Sie sind, im aktiven Profil.
  • Clöschen: entfernt den gespeicherten Wert für das aktuelle Band (markiert das Band als ohne gespeicherten Wert).

So pflegen Sie die Leistungswerte pro Band direkt im Betrieb: gewünschte Leistung einstellen, S drücken — beim nächsten Wechsel auf dieses Band wird genau dieser Wert wieder gesetzt.

Leertaste als PTT

Solange das Remote-Control-Fenster den Fokus hat, schaltet ein Druck auf die Leertaste PTT ein — Loslassen schaltet wieder ab (Push-to-talk). Wer das nicht halten mag, aktiviert Hold Mode: Dann schaltet jeder Druck auf die Leertaste PTT einmal um.

PTT-Quelle

Wie der Transceiver in Audio-Betriebsarten (Sprache/Digital) getastet wird, legen Sie jetzt einmalig auf dem Host fest — unter Hardware PTT for Audio Modes. Das Remote-Control-Panel hat keine eigene PTT SOURCE-Schaltfläche mehr. Der Host wendet den gewählten Tastweg automatisch an und hält den Transceiver getastet, bis der Audio-Nachlauf ausgegeben ist — Sendungen werden so nie abgeschnitten.

ℹ️ Eine zentrale Einstellung
Live-Sprach-PTT, der Voice-Keyer, der Fußtaster und externe Digital-Programme (z. B. WSJT-X) tasten den Transceiver alle über denselben am Host gewählten Weg — es gibt keinen separaten Schalter mehr im Control-Panel oder im Keyer.

TRX-Emulator

Der TRX-Emulator ist ein Kenwood TS-2000 CAT-Emulator auf der Client-Seite. Er läuft in OpenShack selbst und stellt eine TS-2000-kompatible Schnittstelle auf einem lokalen COM- oder TCP-Port bereit. Ihr Contest-Logger oder Logprogramm verbindet sich damit genauso, als hinge ein echter TS-2000 an diesem Port. Frequenz und Betriebsart liefert das rigctld auf dem Host über die geschützte Remote-Verbindung.

⚠️ rigctld-Dienst nötig
Der TRX-Emulator setzt voraus, dass der rigctld-Dienst am Host-PC läuft. Zur Einrichtung siehe Rig-Steuerung → rigctld / Hamlib.
Client-PC N1MM+ / Win-Test ──── COM oder TCP ──── OpenShack TRX-Emulator (TS-2000 CAT) ↕ geschützte Remote-Verbindung rigctld.exe auf Host ──→ echter Transceiver

TRX-Emulator oder rigctld-Proxy?

Aspekt rigctld-Proxy TRX-Emulator
Protokoll zum Logger Hamlib rigctld (Textprotokoll) Kenwood TS-2000 CAT
Client-Verbindung Nur TCP COM-Port oder TCP-Port
rigctld auf dem Host nötig Ja Ja
N1MM+ ohne virtuellen COM Nein — N1MM+ braucht für Hamlib einen COM-Port Ja — geht direkt per TCP
Passt für Hamlib-native Programme (fldigi, WSJT-X, …) Contest-Logger mit nativer TS-2000- oder Kenwood-Unterstützung

Einrichtung für N1MM+

  1. Am Client im Remote-Station-Fenster den TRX-Emulator (TCP) einschalten und den TCP-Port notieren.
  2. In N1MM+ Config → Configure Ports → Radio öffnen.
  3. Transceiver-Typ auf Kenwood TS-2000 setzen.
  4. Als Adresse localhost und als Port den TCP-Port des TRX-Emulators eintragen.
  5. N1MM+ liest Frequenz und Betriebsart jetzt direkt von OpenShack per TCP — eine virtuelle COM-Port-Software braucht es nicht.

Einrichtung für Win-Test und andere Logger (COM-Modus)

  1. Im Remote-Station-Fenster den TRX-Emulator (COM) einschalten und aus der Auswahlliste einen virtuellen COM-Port wählen. Mit dem mitgelieferten com0com-Setup ist das die DL2CC-Seite des TRX-Emulator-/TSEMU-Paares, normalerweise COM23.
  2. Im Logger einen TS-2000 auf dem anderen Port konfigurieren, normalerweise COM24, mit passender Baudrate.
ℹ️ Frische Werte beim Tab-Wechsel
Sobald das Fenster oder der Reiter Ihrer Logging-Software in den Fokus kommt, liest der TRX-Emulator Frequenz, Betriebsart und Split neu vom Transceiver ein. So sieht der Logger immer die aktuellen Werte — keine alten, zwischengespeicherten.

CW-Tastung & PTT

Läuft der CW/PTT-Dienst, greift OpenShack Ihre Tastung an der lokalen OpenShack Box am Client ab und schickt mikrosekundengenaue Flankenzeitstempel an die Box am Host, die den Transceiver tastet. Hier wird nichts dekodiert und neu kodiert — Ihr exaktes Timing samt jeder Nuance Ihrer Gebeweise reist unverändert zum Transceiver.

Advanced-Register
Advanced-Register — minimaler Jitter-Puffer, Verbindungsweg (Direktes P2P erzwingen, Relay nur über TLS) und Verknüpfungen für den Start direkt in die Remote Station. Verfügbar auf Host und Client.
🛡️ Relay nur über TLS (eingeschränkte Netzwerke)

Manche Netzwerke — Hotel- oder Campus-WLAN, Firmen-Gastnetze, bestimmte mobile Hotspots — lassen den Verbindungsaufbau zu, blockieren danach aber stillschweigend die Audio- und Tastdaten: Die Sitzung zeigt connected und bricht wenige Sekunden später ab — bei jedem Versuch aufs Neue. Wenn dieses Muster zutrifft, aktivieren Sie auf dem Advanced-Register des Clients Relay via TLS only (restricted network). Die gesamte Sitzung läuft dann über den Relay-Server per TLS auf Port 443 — dieselbe Art von Verbindung, die auch eine normale HTTPS-Website nutzt und die eingeschränkte Netzwerke zulassen. Alles funktioniert weiter; das Relay fügt nur eine geringe zusätzliche Latenz hinzu. Die Option gibt es nur in der Client-Rolle, und sie lässt sich nicht mit „Direktes P2P erzwingen" kombinieren.

Eingabequellen

🏛️

Iambic-Paddle

Doppelhebel- oder Einhebel-Paddle an die OpenShack Box anschließen. Die Box hat ihren eigenen Keyer an Bord — das Timing entsteht direkt in der Box, nicht erst im PC. So fühlt sich das Geben latenzfrei an.

🔑

Handtaste / Bug

Anschluss am Handtasten-Eingang der Box. Jede Flanke wird mit Zeitstempel erfasst und weitergereicht. Ihr Bug-Timing geht genau so auf Sendung, wie Sie es gegeben haben.

Fußtaster-PTT (für SSB)

Schließen Sie einen Fußtaster am Fußtaster-Eingang der OpenShack Box an. Ein Druck auf den Fußtaster schaltet PTT am Remote-Transceiver — ideal für SSB-Betrieb mit Headset und Mikrofon am PC. Die Box-Firmware entprellt das Fußtastersignal, bevor es weitergeht.

🔴 PTT-Notabschaltung
Ein Sicherheitstimer löst PTT nach dem eingestellten Sicherheits-Timeout automatisch (Vorgabe 120 Sekunden) — egal, was der Client sagt. Das rettet den Remote-Sender, falls die Verbindung ausgerechnet während eines PTT-Zustands abbricht.

Verbindungspuffer und Latenzausgleich

Die Netzübertragung schwankt von Moment zu Moment. OpenShack und die Box gleichen diese Schwankungen aus, damit Remote-CW den ursprünglichen Rhythmus des OPs beibehält. Die Verbindung wird automatisch gemessen und der Puffer angepasst, ohne aktive Tastung zu unterbrechen.

Automatische Verbindungsmessung

Der Host misst die Verbindungsqualität automatisch und passt den Puffer an. Der Client zeigt die resultierenden Umlauf- und Pufferwerte im Register Status sowie in der Titelleiste an.

Adaptive Abstimmung

Die adaptive Einstellung glättet kurzzeitige Netzschwankungen und ändert den Puffer nur, wenn die Verbindungsqualität es tatsächlich erfordert. Die Messungen sind so koordiniert, dass sie aktive Tastung nicht stören; beide Seiten zeigen denselben aktuellen Status.

ℹ️ JB-Anzeige in der Titelleiste
Solange der CW/PTT-Dienst aktiv ist, steht der aktuelle Jitter-Puffer-Wert in der Titelleiste des Remote-Connect-Fensters. Im Reiter Status zeigt die Zeile Roundtrip die Live-RTT-Statistik des Hosts. Drücken Sie selbst den Ping-Knopf, steht dort kurz Ihr eigener Umlauf-Messwert vom Client.

Optimize Jitter Buffer

Mit dem Auswahlfeld Optimize Jitter Buffer auf dem Reiter Advanced bestimmen Sie, wie die automatische Abstimmung zwischen niedriger Latenz und Schutz vor Aussetzern abwägt. Berechnet wird der Puffer immer auf dem Host (die Station mit Transceiver und OpenShack Box), aber beide Seiten dürfen einen Wunsch äußern: Die Wahl des Clients wird an den Host gesendet, und der Host nimmt dann die schützendere der beiden. Das heißt: Jede Seite kann mehr Sicherheitsabstand verlangen, aber keine kann der anderen weniger aufzwingen — wie beim minimalen Jitter-Puffer weiter unten. Es gibt drei Einstellungen:

  • Low-Latency — hält den Puffer so klein wie möglich und wirft Ausreißer am konsequentesten weg. Ideal für gute, stabile Verbindungen oder für Links wie Starlink, bei denen der gelegentliche Riesen-Ping fast immer nur ein kurzer Aussetzer ist und Sie die geringstmögliche Verzögerung beim Tasten wollen.
  • Balanced (Standard) — ein vernünftiger Mittelweg, der zu den meisten Verbindungen passt.
  • Robust — hält einen großzügigeren Puffer und lässt ihn schneller wachsen, wenn die Latenz tatsächlich steigt. Ideal für wirklich schlechte oder stark schwankende Verbindungen, bei denen Ihnen etwas mehr Verzögerung lieber ist als abgehacktes CW.
ℹ️ Welche soll ich nehmen?
Fangen Sie mit Balanced an. Fühlt sich CW auf einer guten Verbindung träge an, probieren Sie Low-Latency. Kommt CW auch dann noch abgehackt oder lückenhaft an, nachdem sich der Puffer eingependelt hat, schalten Sie auf Robust (und ziehen Sie bei Bedarf zusätzlich den minimalen Jitter-Puffer höher).

Minimaler Jitter-Puffer

Über das Auswahlfeld Minimaler Jitter-Puffer in den CW/PTT-Einstellungen legen Sie einen Mindestwert fest, unter den der adaptive Algorithmus nie fällt. Einstellbar sind 20 ms bis 1000 ms in 10-ms-Schritten. Die automatische Messung läuft weiter im Hintergrund — der berechnete Wert wird aber nie kleiner als Ihre Mindestvorgabe.

Host und Client haben jeweils ihren eigenen Mindestwert. Ändert der Client seinen Wert, geht er automatisch zum Host. Der Host nimmt dann den höheren der beiden Mindestwerte als verbindliche Untergrenze.

ℹ️ Adaptiver Jitter-Puffer
Minimaler Jitter-Puffer ist die Untergrenze. Der Host misst die RTT laufend und setzt den Puffer automatisch auf max(RTT × Faktor, Mindestwert). Der gerade aktive Wert erscheint in der Titelleiste als JB:<ms>. Hören Sie trotz des adaptiven Algorithmus noch Aussetzer, ziehen Sie den Mindestwert einfach höher.
⚠️ Jitter-Puffer zu klein?
Reicht der Puffer für Ihre Internetverbindung nicht, kommt an der Remote-Station möglicherweise abgehacktes CW oder fehlende Elemente an. In den meisten Fällen findet die automatische Messung einen sicheren Wert. Klappt es trotzdem nicht, stellen Sie den minimalen Jitter-Puffer auf 200–300 ms und schauen Sie, ob die CW-Qualität besser wird.

Box-Diagnose

Das Register Status kann detaillierte Box-Diagnosedaten für den Support abrufen. Bei schlechter Tastungsqualität setzen Sie die Statistik zurück, morsen eine Minute normal, rufen den Status erneut ab und fügen das Ergebnis Ihrer Support-Anfrage bei.

⚠️ Wenn mitgehörtes CW abgeschnitten oder ungleichmäßig klingt
Schließen Sie zuerst überlastetes WLAN als Ursache aus. Erhöhen Sie danach den Minimum Jitter Buffer oder wählen Sie eine robustere Optimierungseinstellung. Testen Sie erneut am tatsächlichen HF-Signal.

Direkte Verbindung voraussetzen

OpenShack wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten Verbindungsweg und kann bei Bedarf professionell betriebene Infrastruktur nutzen.

Die Option für ausschließlich direkte Verbindungen im Register Advanced beschränkt die Sitzung auf einen direkten Netzwerkpfad. Verwenden Sie es nur in einem bekannten, zuverlässigen Netz oder zur Verbindungsdiagnose.

ℹ️ Wann lohnt sich das
Kommt die Verbindung mit gesetztem Häkchen zustande, ist ein direkter Pfad verfügbar. Scheitert sie, entfernen Sie das Häkchen, damit die automatische Verbindungswahl genutzt werden kann. Die Einstellung wirkt auf Host und Client, bleibt über Neustarts erhalten und greift beim nächsten Verbindungsaufbau.
⚠️ Verbindung kann bewusst scheitern
Ist die direkte Verbindung erzwungen und kein direkter Pfad verfügbar, kommt die Verbindung nicht zustande. Das ist gewollt. Sind Sie unsicher, ob Ihr Netz einen direkten Pfad unterstützt, lassen Sie das Häkchen aus (Standard).

CW-Keyer & Digital Voice Keyer (DVK)

Der CW-Keyer hat zehn programmierbare Speichertasten (F1–F10) für CW-Makros — CQ-Ruf, 5NN, Rufzeichen, Contest-Austausch und so weiter. Der Digital Voice Keyer (DVK) ergänzt das Ganze um zehn Sprach-Slots für SSB-Betrieb. Zu öffnen über Operate → Keyer im Dashboard.

CW-Keyer und DVK
              Fenster
Das CW-Keyer-&-DVK-Fenster — F1–F10 Speichertasten und Sprach-Slots

CW-Speichertasten (F1–F10)

  • Jede Taste merkt sich ein frei formulierbares CW-Makro. Zum Bearbeiten klicken Sie in das Beschriftungsfeld neben der Taste.
  • Übliche Variablen wie Rufzeichen oder Contest-Seriennummer werden erkannt.
  • WPM und Mithörtonfrequenz stellen Sie direkt im Keyer-Fenster ein.
  • Im Remote-Betrieb gehen die Makros über den aktiven CW/PTT-Dienst über die geschützte Remote-Verbindung zur Host-Box, die den Transceiver tastet.
  • Ohne Remote-Verbindung laufen die Makros lokal als Mithörton aus der OpenShack Box oder über die PC-Audioausgabe.

Digital Voice Keyer (DVK)

  • Zehn Sprach-Slots — Nachrichten aufnehmen für CQ, 5NN, Austausch, QSL, 73 usw.
  • Slot-Taste drücken, und die Aufnahme läuft. PTT wird für die Dauer der Wiedergabe automatisch gesetzt.
  • Nachricht löschen — mit Rechtsklick auf einen belegten Slot-Button (F1–F10) und Erase löschen Sie dessen Aufnahme.
  • Leertaste = PTT — solange der Voice-Keyer-Reiter den Fokus hat, drücken und halten Sie die Leertaste für Push-to-talk. Mit Hold Mode schaltet jeder Druck PTT einmal um.
  • Im Remote-Betrieb geht das DVK-Audio über den Remote-Audio-Dienst zur Remote-Station.
  • Die maximale Aufnahmedauer legen Sie unter File → Settings fest.

Tastenkürzel aus anderen Fenstern

Im Remote-Betrieb liegt der Fokus oft auf dem Wasserfall oder dem Remote-Control-Fenster statt auf dem Keyer. OpenShack leitet die wichtigsten Tastenkürzel automatisch weiter — Sie müssen mitten im Betrieb nicht in das Keyer-Fenster zurückklicken:

Taste Aktives Fenster Aktion
F1 – F10 Wasserfall oder Remote Control Startet das passende CW-Makro (Keyer-Reiter CW aktiv) oder den Sprach-Slot (Reiter Voice aktiv). Ist das Keyer-Fenster nicht geöffnet, passiert nichts.
Leertaste (halten) Wasserfall Setzt PTT solange gehalten. Weitergeleitet an das Remote-Control-Fenster, wenn es geöffnet ist (Hold-Mode wird berücksichtigt), sonst an den Keyer-Reiter Voice.
Leertaste (halten) Remote Control Setzt PTT direkt im Remote-Control-Fenster, solange gehalten, oder schaltet PTT im Hold Mode um. Hauptweg für SSB-Push-to-talk aus dem Remote-Control-Fenster heraus.
Escape Wasserfall oder Remote Control Stoppt die laufende Sendung sofort — bricht die Sprach-Wiedergabe ab oder sendet ein CW-Stop an den Keyer.
ℹ️ Weiterleitungsreihenfolge Leertaste
Wird die Leertaste im Wasserfall-Fenster gedrückt, prüft OpenShack zuerst, ob das Remote-Control-Fenster geöffnet ist. Wenn ja, geht PTT dorthin. Wenn nicht, wird PTT an den Keyer-Reiter Voice weitergeleitet. Das ist das natürlichste Verhalten, wenn beide Fenster während einer Remote-SSB-Verbindung gleichzeitig offen sind.

PTT für den Voice-Keyer

Der Voice-Keyer hat keinen eigenen PTT-Weg-Schalter mehr. Sprach- und Digitalausgabe tasten den Transceiver über denselben Weg, der auf dem Host unter Hardware PTT for Audio Modes gewählt ist — so tasten Keyer, Live-Sprache und Fußtaster den Transceiver stets gleich, und der Nachlauf des Keyers wird gehalten, bis das Audio ausgegeben ist, sodass das Ende jeder Nachricht nicht abgeschnitten wird.

Keyer-Einstellungen Tab
Keyer Settings — Geschwindigkeit und der Command-Receiver-Schalter
DVK Sprach-Slots
DVK Sprach-Slots — bis zu zehn SSB-Nachrichten aufnehmen und beschriften

Befehlsempfänger (für N1MM+)

Mit dem Befehlsempfänger kann externe Logging-Software wie N1MM+ die Sprach-Nachrichten von OpenShack direkt per F-Tasten-Makro auslösen — ganz ohne Maus. Mitten im Contest spielt Ihr Logger die richtige Sprachnachricht zum richtigen Zeitpunkt ab, und Sie können sich auf Tastatur und Keyer konzentrieren.

ℹ️ So läuft das ab
Ein kleines Hilfsprogramm — openshack-commandreceiver.exe — wird von N1MM+ aufgerufen, sobald Sie eine F-Taste drücken. Es schickt eine kurze UDP-Nachricht an OpenShack auf Ihrem eigenen PC (nur Loopback, kein Netzwerkverkehr). OpenShack empfängt die Nachricht und spielt den passenden Sprach-Slot ab — so, als hätten Sie die F-Taste direkt in OpenShack gedrückt.

Schritt 1 — Befehlsempfänger in OpenShack einschalten

  1. Das Keyer-Fenster in OpenShack öffnen.
  2. In den Reiter Einstellungen wechseln.
  3. Den Schalter Command Receiver (UDP 50444) auf EIN stellen.
  4. Die Statuszeile bestätigt: Command Receiver: enabled (UDP :50444).

Die Einstellung wird automatisch gespeichert. Beim nächsten Start von OpenShack läuft der Listener wieder los, solange der Schalter aktiviert bleibt.

Schritt 2 — Hilfsprogramm kopieren

Die EXE liegt im OpenShack-Installationsordner unter:

Resources\openshack-commandreceiver\openshack-commandreceiver.exe

Kopieren Sie openshack-commandreceiver.exe an einen festen Ort, den N1MM+ erreichen kann — zum Beispiel:

C:\N1MM+\openshack-commandreceiver.exe
⚠️ Pfad einfach halten
Vermeiden Sie Leerzeichen im Pfad. Muss der Pfad doch Leerzeichen enthalten, setzen Sie ihn im N1MM+-Makro in doppelte Anführungszeichen (Beispiel weiter unten).

Schritt 3 — F-Tasten-Makros in N1MM+ anlegen

In N1MM+ Config → Config Ports, Mode Control, Winkey, etc. öffnen und den Reiter Function Keys wählen. Für jede F-Taste, die eine Sprachnachricht auslösen soll, ergänzen Sie ein Makro mit dem {RUNPROGRAM}-Tag:

N1MM+-Makro OpenShack-Aktion
{RUNPROGRAM C:\N1MM+\openshack-commandreceiver.exe VOICE 1} Sprachnachricht F1 abspielen
{RUNPROGRAM C:\N1MM+\openshack-commandreceiver.exe VOICE 2} Sprachnachricht F2 abspielen
… bis …
{RUNPROGRAM C:\N1MM+\openshack-commandreceiver.exe VOICE 10} Sprachnachricht F10 abspielen
{RUNPROGRAM C:\N1MM+\openshack-commandreceiver.exe STOP} Aktuelle Wiedergabe stoppen

So sieht ein typischer Eintrag in N1MM+ aus — Sie dürfen {RUNPROGRAM …} und normalen CW-Text im selben Makro kombinieren:

5NN {RUNPROGRAM C:\N1MM+\openshack-commandreceiver.exe VOICE 1}

Sprach-Slots

Die Sprachnachrichten nehmen Sie in OpenShack im Reiter Voice des Keyer-Fensters auf. Aufnahme-Modus einschalten, dann eine F-Taste (F1–F10) drücken und sprechen. Die Slots entsprechen direkt den Befehlen VOICE 1 bis VOICE 10, die N1MM+ schickt.

Geben Sie jedem Slot im Feld Name eine kurze Beschriftung (z. B. CQ, 5NN, TU) — dann finden Sie sich im Contest auf einen Blick zurecht.

PTT während der Sprach-Wiedergabe

Löst der Befehlsempfänger eine Sprachnachricht aus, greift dieselbe PTT-Logik wie beim manuellen Tastendruck:

  • Hängt eine OpenShack Box dran, setzt sie PTT vor der Wiedergabe und gibt es am Ende der Datei wieder frei.
  • Ist rigctld PTT im Einstellungen-Reiter aktiv, läuft PTT stattdessen über den rigctld-Kanal.
  • Das eingestellte PTT-Sicherheits-Timeout (Vorgabe 120 Sekunden) verhindert Dauer-Senden, falls etwas schief läuft.

Fehlerbehebung

Symptom Prüfen
Beim Ausführen des Makros passiert nichts Prüfen Sie, ob der Command-Receiver-Schalter in OpenShack → Keyer → Settings wirklich auf EIN steht. Im OpenShack-Log-Panel sollte ein CMD: VOICE N-Eintrag erscheinen.
„Voice message Fn not found“ Für diesen Slot gibt es noch keine WAV-Datei. Im Aufnahme-Modus in OpenShack nehmen Sie sie auf.
N1MM+ meldet einen Fehler beim Ausführen Prüfen Sie, ob der Pfad zu openshack-commandreceiver.exe stimmt und die Datei auch dort liegt.
Sprache läuft, aber kein PTT Ist die OpenShack Box verbunden (lokal oder remote)? Alternativ muss rigctld PTT im Einstellungen-Reiter eingerichtet sein.

Für mehr Details, wenn etwas nicht läuft, hilft der Log-Reiter weiter unten auf dieser Seite — die Debug-Ansicht zeigt das ausführliche interne Log inklusive aller Command-Receiver-Ereignisse.

CW ohne Box betreiben

Sie brauchen an Ihrem entfernten Standort keine OpenShack Box, um CW zu arbeiten. Hat der Client-PC keine Box, tastet Ihr Contest-Logger das entfernte Funkgerät über den Software-Winkey-Emulator, und OpenShack gibt einen lokalen PC-Mithörton aus — so hören Sie sofort, was Sie geben, ohne auf das vom Host zurücklaufende Audio zu warten.

ℹ️ Mit Box oder ohne
Mit einer OpenShack Box am Client tasten Sie über Paddle oder Handtaste und hören den hardwareseitigen Mithörton der Box — siehe CW-Tastung & PTT. Ohne Box tasten Sie über Ihren Logger (Winkey) und hören den hier beschriebenen PC-Mithörton. Der Modus wird automatisch umgeschaltet, je nachdem, ob am Client eine Box erkannt wird.

Tasten aus dem Logger

Jeder Contest-Logger, der das Winkey-Protokoll spricht (N1MM+, Win-Test, …), tastet das entfernte Funkgerät über den Winkey-Emulator. Der Emulator betreibt eine Software-WinKeyer-Engine auf dem Client, wandelt die Zeichen Ihres Loggers in präzise Tast-Flanken und schickt sie über die geschützte Remote-Verbindung an die Box des Hosts, die das Funkgerät tastet. Eingerichtet wird das einmal im Tab Einstellungen → Client — alle Einzelheiten, auch zum virtuellen COM-Port, finden Sie unter Winkey-Emulator — keine Box am Client.

PC-Mithörton für Winkey + Keyer

Ohne Box gibt es keinen Hardware-Mithörton, und das vom Host zurückkommende Audio hinkt der Verbindung um den Jitter-Puffer plus Netzlaufzeit hinterher — viel zu spät, um damit zu arbeiten. OpenShack erzeugt deshalb in dem Moment, in dem Sie tasten, einen lokalen Mithörton auf dem Client-PC, sodass sich Ihr Geben unmittelbar anfühlt. Derselbe Mithörton wird für den Winkey-Emulator und für CW-Makros aus dem eingebauten CW-Keyer verwendet.

Der Regler sitzt unten auf der Karte Lokales Mithören im Audio-Tab des Clients (abgebildet unter Lokales Mithören):

BedienelementFunktionStandard
PC sidetone for WinKey + KeyerSchaltet den lokalen PC-Mithörton ein oder aus. Schalten Sie ihn aus, wenn Sie lieber allein über das Funkgerät-Audio mithören oder wenn eine Box den Mithörton schon liefert.Ein
LautstärkereglerMithörton-Pegel, 0–100 %. Standardmäßig niedrig, damit der Ton angenehm unter dem empfangenen Audio bleibt. Der Regler wirkt sofort, auch während Sie geben.20 %
ℹ️ Auf welchem Gerät der Mithörton läuft
Der PC-Mithörton läuft auf demselben Mithörgerät, das oben auf der Karte „Lokales Mithören“ gewählt ist. Stellen Sie dort die Lautsprecher oder Kopfhörer ein, auf denen Sie CW hören möchten; ist kein Mithörgerät gesetzt, weicht der Mithörton auf das Standard-Ausgabegerät Ihres Systems aus. Siehe Lokales Mithören.

Schalter, Lautstärke und Gerät werden in Ihrer Client-Konfiguration gespeichert und beim nächsten Verbinden wiederhergestellt.

Winkey-Emulator & Winkey-Proxy

OpenShack stellt einen Winkey-kompatiblen virtuellen COM-Port bereit, über den jeder Contest-Logger mit Winkey-Unterstützung CW während einer Remote-Session tasten kann. Der Modus — Proxy oder Emulator — wird automatisch gewählt, je nachdem ob eine OpenShack Box angeschlossen ist; Sie müssen nur die Funktion aktivieren und einen COM-Port auswählen.

ℹ️ Virtueller COM-Port erforderlich
Beide Modi stellen Winkey über ein virtuelles COM-Port-Paar bereit. Mit dem mitgelieferten com0com-Setup wählen Sie in OpenShack die DL2CC-Seite (normalerweise COM25) und im Logger die externe Seite (normalerweise COM26). Falls das Setup andere Ports vergeben hat, nehmen Sie die Werte aus virtual-com-ports.txt.

Einrichtung

  1. Im Setup die Option für virtuelle com0com-Ports auswählen oder das Setup später erneut starten und diese Option hinzufügen.
  2. In OpenShack Operate → Remote Station öffnen und die Rolle Client wählen.
  3. In den Reiter Einstellungen → Client wechseln und zur Karte Winkey Proxy scrollen.
  4. Die DL2CC-Seite des Winkey-Paares (normalerweise COM25) in der Auswahlliste wählen und dann Enable Winkey aktivieren. Bei einer Neuinstallation ist das bereits für Sie erledigt — der Port ist vorausgewählt und Winkey aktiviert; bestätigen Sie es nur.
  5. In Ihrer Logging-Software den Winkey-Port auf die externe Seite stellen (normalerweise COM26). In N1MM+ liegt das unter Config → Config Ports, Mode Control, Winkey, etc.

OpenShack erkennt automatisch, ob eine Box angeschlossen ist, und aktiviert den passenden Modus. Die beiden Modi schließen sich gegenseitig aus — der eine wird gestoppt, sobald der andere startet.

⚠️ Nur für die Client-Rolle
Die Winkey-Einstellungen erscheinen nur in der Rolle Client. Der Host hat direkten Hardware-Zugriff auf die OpenShack Box und braucht keinen virtuellen Winkey-Port.

Winkey-Proxy — Box per USB angeschlossen

Ist eine OpenShack Box per USB-Seriell angeschlossen, belegt OpenShack diesen seriellen Port für das DL2CC-Protokoll (115200 Baud). Ihr Logger kann diesen Port danach nicht mehr direkt für Winkey nutzen. Der Winkey-Proxy löst das Problem: Er lauscht auf dem virtuellen COM-Port, übersetzt die Winkey-Binärdaten in DL2CC-Befehle und leitet sie an die Box weiter — so bekommt Ihr Logger Winkey, und OpenShack behält die volle Kontrolle über alle anderen Box-Funktionen (Mithörton, PTT, Makros, Remote-CW-Transport).

ℹ️ Empfohlen: USB plus Winkey-Proxy
Mit den mitgelieferten com0com-Ports gibt es normalerweise keinen Grund mehr, die Box nur wegen Winkey auf WLAN umzustellen. Lassen Sie die Box per USB verbunden, wählen Sie in OpenShack COM25, stellen Sie im Logger COM26 als Winkey-Port ein und aktivieren Sie Winkey. WLAN bleibt nützlich, wenn ein USB-Kabel zum Client-PC unpraktisch ist, wird aber für parallelen Logger-Winkey-Betrieb nicht mehr gebraucht.
Logger (Winkey-Binärdaten @ 1200 Baud 8N2) │ ▼ com0com externe Seite (normalerweise COM26) │ ▼ com0com DL2CC-Seite (normalerweise COM25) │ ▼ OpenShack Winkey-Proxy (übersetzt → DL2CC-Protokoll) │ ▼ OpenShack Box (USB-Seriell 115200 Baud) │ Winkey-Engine → Rig tasten │ Status-Bytes zurück zum Logger ▼ Logger (empfängt Winkey-Status-Bytes)

Winkey-Emulator — keine Box am Client

Betreiben Sie die Remote-Station ohne OpenShack Box am Client-Standort, stellt der Winkey-Emulator auf demselben virtuellen COM-Port ein Software-Winkey-Gerät bereit. Ihr Logger verbindet sich wie gewohnt; der Emulator übersetzt Winkey-Befehle in Remote-CW. Die OpenShack Box am Host tastet dann das Rig physisch.

Logger (Winkey-Binärdaten @ 1200 Baud 8N2) │ ▼ com0com externe Seite (normalerweise COM26) │ ▼ com0com DL2CC-Seite (normalerweise COM25) │ ▼ OpenShack Winkey-Emulator (Software-WinKeyer-Engine) │ ▼ Geschützte Remote-Verbindung (CW-Tastung → Remote-Host) │ ▼ OpenShack Box am Host (tastet das Rig)

Status mitlesen

Im Reiter Status von Remote Connect sehen Sie den aktuellen Zustand:

Status Bedeutung
Stopped Funktion deaktiviert oder CW-Dienst noch nicht verbunden.
Waiting Virtueller COM-Port ist offen; wartet darauf, dass sich der Logger verbindet.
Active Der Logger ist verbunden und sendet Winkey-Daten.

Im Status-Panel laufen außerdem zwei Byte-Zähler mit — für empfangene Daten aus dem Logger und zurückgeschickte Antworten. So sehen Sie auf einen Blick, ob die Daten in beide Richtungen fließen.

Audio-Decoder

OpenShack bringt einen Software-CW-Decoder mit. Er kann sein Audio direkt aus dem Remote-Station-Audiostream oder — wenn Sie ihn als eigenständige Funktion aus dem Hauptmenü öffnen — aus einem beliebigen Soundkarten-Stream Ihres PCs beziehen. Steht die Remote-Station-Verbindung, haken Sie im Audio-Decoder einfach use remote audio an: Der Decoder zieht sich dann automatisch das eingehende Remote-Audio — ohne zusätzliche Kabel oder umständliches Soundkarten-Routing.

Audio-Dekoder
Audio-Decoder — FFT-Spektrum mit adaptiver CW-Erkennung

Wie der Decoder arbeitet

Der Decoder rechnet alle 10 ms eine 4096-Punkte-FFT und schaut sich das Spektrum rund um die gewählte Mittenfrequenz an. Aus dem Signal-Rausch-Abstand (SNR) und Hysterese-Schwellen leitet er ab, ob ein Fenster „Signal an“ oder „Signal aus“ ist. Daraus wächst eine Folge von Timing-Elementen, die dieselbe Engine dekodiert, die auch für Hardware-Eingaben zuständig ist.

Bedienelement Beschreibung
Spectrum display Echtzeit-FFT-Darstellung bis 1200 Hz. Ein Klick ins Spektrum legt den Decoder auf diese Frequenz fest.
Frequency filter Das Erkennungsfenster schmaler machen, um QRM auf Nachbarfrequenzen auszublenden.
WPM range Filter für minimales und maximales Tempo — alles außerhalb wird ignoriert. So löst kein Nicht-CW-Audio fälschlich aus.
Adaptive noise floor Die SNR-Referenz regelt sich automatisch auf das aktuelle Bandrauschen ein.
Remote audio mode Zieht das Audio direkt aus dem eingehenden Remote-Audiostrom. Einschalten, sobald Sie mit einer Remote-Station verbunden sind.

Decoder mit SDR oder WebSDR nutzen

  1. In den Sound-Einstellungen von Windows Stereo Mix aktivieren oder das mitgelieferte VB-Audio VB-CABLE verwenden, damit der SDR-Ausgang an ein Aufnahmegerät weitergereicht wird.
  2. Dieses Gerät im Audio-Decoder als Eingang wählen.
  3. Der Decoder liest dann jedes CW im Audiostream mit.

Wasserfall-Anzeige

Für unterstützte Transceiver zeigt OpenShack einen Live-Spektrum-Wasserfall direkt in der Anwendung an. Derzeit gibt es vier Hersteller-Familien: ICOM (CI-V-Scope-Stream über USB oder LAN), Kenwood TS-890S / TS-990S (Scope-Stream über KNS LAN), FlexRadio 6000er-, 8000er- und Aurora-AU-Serie (SmartSDR API über LAN — TCP-Steuerung plus VITA-49-UDP-Panadapter-Stream) und Elecraft K4 / K4D / K4HD (die eingebaute Netzwerk-Remote-Verbindung des Funkgeräts über LAN — neu und wird noch mit echter Hardware bestätigt).

Wasserfall-Anzeige
Wasserfall — Live-Spektrum mit Klick-QSY

Was Sie davon haben

  • Live-Spektrum — die Band-Aktivität in Echtzeit, genau wie auf dem Display des Transceivers selbst.
  • Klick zum QSY — ein Linksklick irgendwo in den Wasserfall, und der Remote-Transceiver springt sofort über den aktiven CAT- oder rigctld-Dienst auf diese Frequenz.
  • Rechtsklick setzt die Split-Frequenz — ein Rechtsklick legt VFO B auf die Frequenz unter dem Mauszeiger, statt abzustimmen. Im Split-Betrieb setzen Sie Ihre Sendefrequenz damit direkt in die Lücke, die Sie im Pileup hören — ohne den VFO zu bewegen, auf dem Sie hören. OpenShack legt dabei nur die Frequenz fest und schaltet den Transceiver nicht selbst auf Split. Schalten Sie Split im Fenster Remote Control ein, wenn Sie soweit sind.
  • Feinabstimmung — sind Sie erst einmal in der Nähe, drehen Sie einfach das Mausrad über dem Spektrum oder dem Wasserfall: Es geht Schritt für Schritt nach oben oder unten. Genauso können Sie mit gedrückter linker Maustaste seitwärts ziehen und das Band unter der Frequenzmarke entlangschieben. Über die Tastatur machen die Pfeiltasten dasselbe. Der Button Step: in der Symbolleiste zeigt die aktuelle Schrittweite (10 Hz, 50 Hz, 100 Hz, 1 kHz, 5 kHz oder 10 kHz — anfangs 50 Hz); ein Klick darauf schaltet weiter, alternativ mit Strg+Links und Strg+Rechts.
  • DX-Cluster-Spot-Overlay — ist das DX-Cluster-Fenster geöffnet, erscheinen Live-Spots als beschriftete Markierungen direkt im Spektrum. Klick auf eine Markierung = sofortiger QSY. Einzelheiten unter DX-Cluster-Spot-Overlay.
  • ICOM-Scope-Dropdowns „Mode“ & „Edge“ — nur bei ICOM-Transceivern: den Scope-Modus (Center / Fixed / Scroll-C / Scroll-F) und die Fixed-Mode-Edge direkt aus der Wasserfall-Symbolleiste umschalten. Siehe Host — ICOM.

Einrichtung

Der Wasserfall wird ausschließlich am Host konfiguriert. Sobald der Host die Verbindung zum Transceiver eingerichtet hat, kann jeder angemeldete Client das Wasserfall-Fenster öffnen — ohne dass am Client noch etwas einzustellen wäre.

Auf der Host-Einstellungsseite gibt es drei Wasserfall-Karten — ICOM Waterfall, Kenwood Waterfall und FlexRadio Waterfall. Die drei schließen sich gegenseitig aus: es kann jeweils nur ein Hersteller aktiv sein. Wird einer eingeschaltet, schalten sich die anderen automatisch ab.

Host — ICOM

  1. ICOM-Transceiver je nach Modell per USB oder Ethernet am Host-PC anschließen.
  2. Im Menü des Transceivers die CI-V-LAN- oder USB-Schnittstelle einschalten.
  3. Im Remote-Station-Fenster Einstellungen → Host öffnen und zur Karte ICOM Waterfall scrollen.
  4. ICOM Waterfall Support aktivieren, das passende ICOM Model wählen und die CI-V Address eintragen.
  5. Sobald die Sitzung läuft, steht der Wasserfall allen verbundenen Clients automatisch zur Verfügung.
💡 Automatisches Einschalten

Wenn ICOM Waterfall Support aktiviert ist, sendet der Host beim Aufbau der CAT-Verbindung automatisch einen CI-V-Einschaltbefehl an den Transceiver. Ein moderner ICOM im Standby schaltet sich dadurch von selbst ein — Sie müssen also weder am Gerät sitzen noch das Wasserfall-Fenster öffnen. Das funktioniert über die USB-CI-V-Verbindung (moderne ICOMs halten USB im Standby aktiv); ein Gerät, das an seinem Netzwerk-Port vollständig ausgeschaltet ist, lässt sich so nicht wecken. An einen bereits eingeschalteten Transceiver gesendet, richtet der Befehl keinen Schaden an.

🎛️ ICOM-Scope-Dropdowns „Mode“ & „Edge“

Bei ICOM-Transceivern hat das Wasserfall-Fenster zwei zusätzliche Dropdowns in der oberen Symbolleiste, neben der Frequenzanzeige. Sie erscheinen nur bei ICOM — Kenwood- und FlexRadio-Scopes haben sie nicht —, weil sie das radioeigene CI-V-Scope steuern:

  • Mode — schaltet das Scope zwischen Center, Fixed, Scroll-C und Scroll-F um. Das Dropdown zeigt immer den aktuellen Modus an, sodass Sie das Scope wieder in den gewünschten Modus bringen können — besonders praktisch an einem Remote-Gerät, an dessen eigenes Display Sie nicht herankommen.
  • Edge — wählt, welche der gespeicherten Fixed-Edges des Transceivers (Edge 1–4, bei manchen Modellen weniger) das Scope anzeigt. Nur in den Modi Fixed und Scroll-F aktiv (sonst ausgegraut); es stellt das Gerät lediglich auf eine seiner gespeicherten Edges um und ändert nicht die Edge-Frequenzen selbst.

Beide Dropdowns funktionieren gleich, egal ob Sie am Host sitzen oder remote arbeiten.

Host — Kenwood TS-890S / TS-990S

Der Kenwood-Adapter nutzt die im Transceiver integrierte KNS-Schnittstelle (Kenwood Network Service). KNS überträgt Rig-Steuerung und Scope-Stream gemeinsam über eine einzige TCP-Verbindung — für den Wasserfall ist also keine zusätzliche serielle Verbindung nötig.

  1. Im Transceiver KNS einschalten und ein Admin-Konto anlegen (im Menü als User Profile bezeichnet). Kontoname und Passwort notieren.
  2. Sicherstellen, dass der Transceiver im LAN erreichbar ist — der Host-PC muss eine TCP-Verbindung zum Transceiver aufbauen können. Standard-KNS-Port ist 60000.
  3. Im Remote-Station-Fenster Einstellungen → Host öffnen und zur Karte Kenwood Waterfall scrollen.
  4. Kenwood Waterfall Support aktivieren, das Model (TS-890S oder TS-990S) wählen und IP-Adresse, KNS Port sowie Account / Password aus dem Transceiver eintragen.
  5. Der Host hält die KNS-Sitzung als Hintergrunddienst offen. Sie startet, sobald Sie auf Connect klicken, und wird beim Trennen oder bei einer Änderung an den Kenwood-Wasserfall-Einstellungen sauber beendet.
🔒 KNS-Zugangsdaten verlassen den Host nicht
IP, Port, Kontoname und Passwort des Kenwood sind reine Host-Einstellungen — sie werden lokal gespeichert und niemals an den Remote-Client geschickt. Der Client bekommt ausschließlich die dekodierten Scope-Frames.

Host — FlexRadio (6000er-, 8000er- und Aurora-AU-Serie)

Der FlexRadio-Adapter nutzt die in das Gerät integrierte SmartSDR API. Das ist ein netzwerkbasiertes Multi-Client-Protokoll — DTM verbindet sich direkt mit dem Transceiver im LAN und legt seinen eigenen Panadapter an. Damit verträgt es sich problemlos mit dem SmartSDR-Client (oder anderer SmartSDR-fähiger Software), die parallel läuft.

  1. Stellen Sie sicher, dass der Flex im LAN erreichbar ist — der Host-PC muss eine TCP-Verbindung zum Transceiver aufbauen können. Standard-SmartSDR-Port ist 4992.
  2. Auf dem LAN braucht die SmartSDR API keine Anmeldung, es sind also keine Zugangsdaten einzutragen.
  3. Im Remote-Station-Fenster Einstellungen → Host öffnen und zur Karte FlexRadio Waterfall scrollen.
  4. FlexRadio Waterfall Support aktivieren, ein Model auswählen (beliebiges FLEX-6xxx, FLEX-8xxx oder Aurora AU-Modell — alle nutzen dieselbe SmartSDR API, das Dropdown dient nur als Anzeige), die Host IP des Transceivers eintragen und den Port (Standard 4992) übernehmen oder anpassen.
  5. Der Host hält die SmartSDR-Sitzung als Hintergrunddienst offen. Sie startet, sobald Sie auf Connect klicken, und wird beim Trennen sauber beendet — der Panadapter wird vom Gerät entfernt, es bleibt also kein Slot dauerhaft belegt.
🛠️ Panadapter-Bandbreite
Die Standard-Panadapter-Bandbreite liegt bei 25 kHz — bewusst schmal, denn ein breiterer Panadapter pumpt bei jeder Aktualisierung deutlich mehr Anzeigedaten über die Remote-Verbindung. Im Wasserfall-Fenster gibt es ein Bandbreiten-Dropdown (obere Werkzeugleiste, zwischen Frequenzanzeige und Power-Button), mit dem sich der Panadapter live von 14 kHz bis 2 MHz umschalten lässt — ohne dass etwas neu gestartet werden müsste, der Panadapter im Gerät wird im laufenden Betrieb umgestellt. Die zuletzt gewählte Breite merkt sich OpenShack zwischen den Sitzungen. Das Dropdown erscheint nur bei FlexRadio; bei ICOM und Kenwood ist die Scope-Breite über das Geräte-Menü festgelegt.
🔒 Flex-Adresse verlässt den Host nicht
IP und Port des Flex sind reine Host-Einstellungen — sie werden lokal gespeichert und niemals an den Remote-Client geschickt. Der Client bekommt ausschließlich die dekodierten Scope-Frames über den geschützten Remote-Verbindung.

Host — Elecraft K4 (K4, K4D, K4HD)

Der K4-Adapter nutzt die eingebaute Netzwerk-Remote-Verbindung des Funkgeräts — dieselbe, die auch die Remote-Software des K4 verwendet. OpenShack verbindet sich im LAN mit dem Transceiver, meldet sich mit dem Remote-Passwort des K4 an und empfängt den Panadapter so, wie ihn das Gerät streamt; die Breite ist die am Funkgerät eingestellte.

  1. Am K4 die Remote-Verbindungen aktivieren und ein Remote-Passwort festlegen. Der Host-PC muss das Funkgerät im LAN (oder über VPN) erreichen. Der Standard-Remote-Port ist 9205.
  2. Im Remote-Station-Fenster Einstellungen → Host öffnen und zur Karte Elecraft K4 Waterfall scrollen.
  3. Elecraft K4 Waterfall Support aktivieren, ein Model auswählen (K4, K4D oder K4HD — alle nutzen dasselbe Remote-Protokoll, das Dropdown dient nur als Anzeige), die Host IP des Transceivers, den Port (Standard 9205) und das Password eintragen.
  4. Der Host hält die K4-Sitzung als Hintergrunddienst offen. Sie startet, sobald Sie auf Connect klicken, und wird beim Trennen sauber beendet.
⚠️ Der Remote-Port des K4 gehört nicht ins offene Internet
Die normale Remote-Verbindung des K4 ist nicht verschlüsselt, und ihre Anmeldung ist nur so sicher wie Ihr Netz. Nutzen Sie sie im eigenen LAN oder über VPN — leiten Sie den Remote-Port des K4 niemals ins öffentliche Internet weiter. Der entfernte Operator spricht den K4 nie direkt an; er bekommt ausschließlich die dekodierten Scope-Frames über die geschützte Remote-Verbindung.
ℹ️ Erste Version
Die Unterstützung für den Elecraft K4 ist neu und wird noch mit echter K4-Hardware bestätigt. Ein Bandbreiten-Dropdown gibt es für den K4 noch nicht — stellen Sie die Panadapter-Breite am Funkgerät ein. Wenn der Wasserfall nicht erscheint oder falsch aussieht, sagen Sie uns bitte, was Sie sehen.

Client

Am Client ist nichts einzurichten. Wie gewohnt mit dem Host verbinden, dann im Remote-Station-Fenster Operate → Wasserfall öffnen — der Stream kommt automatisch vom Host, unabhängig davon, welcher Hersteller-Adapter am Host läuft.

✅ Empfohlene ICOM-Verkabelung — rigctld und Wasserfall bekommen getrennte CI-V-Ports

OpenShack braucht zwei CI-V-Wege in einen ICOM-Transceiver, damit alles gleichzeitig läuft:

  • Einen Port an den rigctld-Dienst von OpenShack binden — darüber laufen Remote Control, der rigctld-Proxy, der TRX-Emulator und jeder externe Logger, der über rigctld spricht.
  • Den anderen Port für den direkten CAT-Zugriff reservieren — das ist der Kanal, über den OpenShack den Wasserfall ansteuert, inklusive des Spektrum-Streams selbst.

Zwei Programme können sich nie einen seriellen Port teilen. Zeigen beide Dienste auf denselben COM-Port, kann der Wasserfall schlicht nicht starten, solange rigctld läuft. Settings → Host zeigt in diesem Fall einen bernsteinfarbenen Hinweis neben dem CAT-COM-Port.

IC-7610, IC-9700, IC-7760, IC-705: diese Geräte haben zwei USB-Seriellports (beim IC-705 heißt der zweite „Serial Port B" — im Menü des Transceivers auf CI-V stellen). Einen für rigctld, den anderen für direktes CAT — fertig.

IC-7300 — nur ein USB-Seriellport: der USB-Anschluss des IC-7300 liefert einen einzigen COM-Port. Der zweite CI-V-Weg ist die 3,5-mm-Buchse REMOTE auf der Rückseite; dafür braucht es ein günstiges USB-CI-V-Interface-Kabel (FTDI-basierte „CT-17-Ersatz"-Kabel mit 3,5-mm-Stecker). Der Spektrum-Stream ist für die 19200 Baud der REMOTE-Buchse viel zu schwer, deshalb werden die Ports so herum verteilt:

  • USB-Port → direktes CAT (der Wasserfall-Pfad) mit 115200 Baud.
  • REMOTE-Buchse über das CI-V-Kabel → rigctld mit 19200 Baud.

Im Menü des Transceivers, MENU › SET › Connectors › CI-V: CI-V USB Port = Unlink from [REMOTE] (die wichtigste Einstellung — verlinkt teilen sich beide Wege einen Bus, der bei 19200 gedeckelt ist), CI-V USB Baud Rate = 115200, CI-V Baud Rate = 19200 (das ist die REMOTE-Buchse), CI-V Transceive = ON, und CI-V Output (for ANT) aus lassen. Der USB-Audio-Codec ist davon nicht betroffen — das Audio läuft weiter wie gewohnt über das USB-Kabel.

ℹ️ Unterstützte Marken — ICOM, Kenwood und FlexRadio, weitere folgen
Der Wasserfall unterstützt derzeit ICOM-Transceiver mit CI-V-Scope-Stream (IC-7300, IC-7610, IC-7760, IC-9700, IC-705 und ähnliche), den Kenwood TS-890S / TS-990S über KNS sowie die SmartSDR-fähigen Modelle von FlexRadio — die 6000er-Serie (FLEX-6300 / 6400 / 6500 / 6600 / 6700 und M-Varianten), die 8000er-Serie (FLEX-8400 / 8600 und M-Varianten) und die Aurora-AU-Serie (AU-510 / AU-520 und M-Varianten). Die älteren PowerSDR-basierten Flex-Modelle (FLEX-1500 / 3000 / 5000) nutzen ein anderes Protokoll und werden nicht unterstützt. Unterstützung für weitere Marken ist geplant.

DX-Cluster-Spot-Overlay

Ist das DX-Cluster-Fenster geöffnet und empfängt Spots, werden diese als Live-Markierungen direkt auf dem Spektrum eingeblendet. Jede Markierung zeigt das Rufzeichen und einen farbigen Frequenzstrich an der genauen Spot-Frequenz. Einzurichten gibt es nichts — das Overlay ist aktiv, sobald beide Fenster gleichzeitig offen sind.

  • Alle vs. gefilterte Spots — die Schaltfläche Spots in der Wasserfall-Werkzeugleiste schaltet das Overlay zwischen zwei Modi um. Spots: All zeigt jeden vom Cluster empfangenen Spot, unabhängig von den im DX-Cluster-Fenster gesetzten Spalten-, Band-, Mode- und Zeitfiltern. Spots: Filtered spiegelt die DX-Cluster-Liste, sodass nur Spots erscheinen, die diese Filter passieren. Ein Umschalten füllt das Overlay sofort neu — die zusätzlichen Spots werden nachgeladen bzw. entfernt — und Ihre Wahl bleibt über Sitzungen hinweg erhalten.
  • Klick zum QSY — ein Linksklick irgendwo auf das Label eines Spots — vom ersten bis zum letzten Buchstaben — und der Transceiver geht über den aktiven CAT- oder rigctld-Dienst direkt auf die exakte Frequenz dieses Spots. Ein Klick ins freie Spektrum abseits eines Labels stimmt weiterhin auf die Stelle unter dem Mauszeiger ab. Ein Rechtsklick auf ein Label setzt stattdessen Ihre Split-Frequenz (VFO B) auf diesen Spot.
  • Cursor-Wechsel — beim Überfahren eines Spot-Labels wechselt der Cursor vom Fadenkreuz zum Handzeiger und signalisiert damit einen klickbaren Bereich.
  • Tooltip — beim Verweilen über einem Label erscheint ein Tooltip mit allen Spot-Informationen: Rufzeichen, Frequenz, Datum & Uhrzeit, Spotter und Kommentar.
  • Zuletzt gesehen (Zeitlimit) — der Seen:-Button neben Spots legt fest, wie alt ein Spot sein darf, bevor er aus dem Overlay verschwindet. Ein Klick schaltet zwischen Off, 5, 15, 30 und 60 Minuten weiter. Das ist das eigene Zeitlimit des Wasserfalls und gilt in beiden Modi — Spots: All und Spots: Filtered —, unabhängig vom Max Age im DX-Cluster-Fenster; Ihre Wahl bleibt über Sitzungen hinweg erhalten. Bei Seen: Off setzt der Wasserfall kein eigenes Zeitlimit — im Modus Spots: Filtered filtert der Cluster die Spots weiterhin vor, das Overlay zeigt also nie mehr als die DX-Cluster-Liste, während im Modus Spots: All jeder empfangene Spot erhalten bleibt.
  • Band-Deduplizierung — taucht dasselbe Rufzeichen erneut im selben Band auf, ersetzt der neue Spot den alten. Spots desselben Rufzeichens auf verschiedenen Bändern bleiben unabhängig voneinander erhalten.
  • Gestaffelte Beschriftungen — Labels benachbarter Frequenzen, die sich überschneiden würden, werden in versetzten Ebenen angeordnet, damit kein Rufzeichen ein anderes verdeckt.
  • Randkorrektur — liegt ein Spot nahe am linken oder rechten Rand, rückt das Label nach innen, so dass es stets vollständig lesbar bleibt — der Frequenzstrich verbleibt an der exakten Spektralposition.

DX-Cluster

OpenShack bringt einen DX-Cluster-Client mit. Im Remote-Betrieb öffnen Sie ihn über Operate → DX Cluster parallel zum Remote-Station-Fenster. Beide Fenster können ohne Probleme gleichzeitig offen sein.

Die Spots können auf zwei Wegen zu Ihnen kommen: über einen normalen Telnet-Cluster-Knoten oder über den OpenShack Server — unseren eigenen Spot-Dienst, der auch dann noch funktioniert, wenn Ihr Netz die Telnet-Ports der Cluster sperrt. Mehr dazu unter OpenShack Server weiter unten.

DX-Cluster Fenster
DX-Cluster-Fenster — Live-Spots mit Klick-QSY zum Remote-Transceiver

Mit einem Cluster verbinden

  1. Im Dashboard Operate → DX Cluster öffnen.
  2. Beim ersten Mal den Reiter Settings öffnen und Ihr Rufzeichen eintragen. Klicken Sie auf Connect ohne Rufzeichen, leitet OpenShack Sie automatisch dorthin weiter. Der OpenShack Server braucht kein Rufzeichen — wenn Sie ihn nutzen, können Sie diesen Schritt komplett überspringen.
  3. Einen Server aus der Klappliste oben im Fenster auswählen. OpenShack bringt eine eigene Liste mit: den OpenShack Server und die bekannten Cluster-Knoten DB0BCC, OH8X, GB7DXC, K0XM, VE7CC und VK2IO.
  4. Connect klicken. Bei einem Telnet-Knoten meldet sich OpenShack automatisch mit Ihrem Rufzeichen an.
  5. Die ersten DX-Spots sollten gleich erscheinen. Der OpenShack Server schickt die Spots der letzten Stunden sofort mit, die Liste ist also gleich beim Verbinden gefüllt.

Während der Verbindungsaufbau läuft, heißt der Button Cancel — damit brechen Sie ab, wenn ein Knoten nicht antwortet und Sie nicht warten wollen. In der Statuszeile steht erst dann Connected, wenn der Knoten Sie wirklich angenommen hat; geht etwas schief, erfahren Sie auch was — zum Beispiel, dass ein Port gesperrt ist oder dass ein Knoten Ihr Rufzeichen nicht akzeptiert hat.

OpenShack Server

Viele Netze — Firmen-LANs, Hotel- und Campus-WLANs, Mobilfunk-Hotspots — sperren genau die Ports, über die die DX-Cluster-Knoten arbeiten. Wenn Connect bei jedem Knoten in der Liste in einen Timeout läuft, ist das fast immer der Grund.

Wählen Sie dann in der Klappliste den OpenShack Server. Er liefert dieselben weltweiten Spots, kommt aber über eine ganz normale gesicherte Web-Verbindung zu Ihnen — und die lassen diese Netze durch. Genau diesen Dienst nutzt auch das Browser-Remote unter remote.openshack.com, Sie sehen dort also dieselben Spots. Rufzeichen und Anmeldung sind nicht nötig.

Eines kann er nicht: Er ist reiner Empfang. Eigene DX-Spots lassen sich darüber nicht absetzen, und eine Cluster-Kommandozeile gibt es auch nicht — das Eingabefeld unten im Fenster ist deshalb abgeschaltet, solange er ausgewählt ist. Alles andere — Spot-Liste, sämtliche Filter, Sortierung und Klick-QSY — funktioniert genau wie bei einem Telnet-Knoten. Wollen Sie eigene Spots melden, verbinden Sie sich mit einem Telnet-Cluster-Knoten.

Spots filtern

Filter stehen im Reiter Spots (schnell, live) und im Reiter Settings (dauerhaft gespeichert) zur Verfügung.

Reiter Spots — Live-Filter

  • Bandfilter — zeigt nur Spots auf dem Band, auf dem die aktuelle VFO-Frequenz steht (steht das Rig z. B. auf 14.025 MHz, bleiben nur 20-m-Spots übrig; 40 m und 15 m verschwinden). Die aktuelle Frequenz steht im Label neben den Checkboxen. Ist keine Frequenz bekannt (kein Rig verbunden), greift der Filter nicht.
  • Betriebsart-Bereichsfilter — verfeinert den Bandfilter auf das konkrete Teilband (CW-, Digital- oder SSB-Bereich), in dem der Transceiver gerade arbeitet — auf Basis des IARU-Region-1-Bandplans. Steht das Rig auf 14.025 MHz (CW-Bereich), werden SSB-Spots bei 14.250 MHz ausgeblendet, obwohl beide auf 20 m liegen. Lässt sich zusätzlich zum Bandfilter aktivieren oder allein nutzen.
  • Spaltenfilter-Eingabefelder — die vier Textfelder direkt über der Spotliste (Filter Freq, Filter DX Call, Filter Spotter, Filter Comment) wirken auf die Spalte direkt darunter. Standardmäßig läuft eine Teilstring-Suche ohne Groß-/Kleinschreibung — tippt man EA ins DX-Call-Feld, bleiben alle Spots übrig, deren Rufzeichen EA enthält (also EA1ABC, K1EA und W3EAX). Die Wildcards * (beliebig viele Zeichen) und ? (genau ein Zeichen) werden unterstützt und schalten das Feld auf Glob-Vergleich gegen den ganzen Wert: EA* trifft nur Rufzeichen, die mit EA beginnen; ??1* trifft jedes Rufzeichen mit zwei beliebigen Zeichen gefolgt von einer 1. Die vier Felder sind UND-verknüpft — ein Spot muss jedes nicht leere Feld passieren. Wird ein Feld (oder alle) geleert, erscheint die volle Liste wieder. Änderungen greifen mit ca. 300 ms Verzögerung. Diese Felder werden nicht über einen Neustart hinweg gespeichert.

Spotliste sortieren

Ein Klick auf einen Spaltenkopf (Freq, DX Call, Spotter, Comment, Time) sortiert die Liste nach dieser Spalte. Ein weiterer Klick auf denselben Kopf wechselt zwischen auf- und absteigender Reihenfolge. Die Spalte QSY lässt sich nicht sortieren. Spalte und Richtung werden automatisch gespeichert und beim nächsten Öffnen des DX-Cluster-Fensters wiederhergestellt — wer die Liste z. B. nach Frequenz sortiert haben möchte, stellt das einmal ein und vergisst es dann.

Reiter Settings — dauerhaft gespeicherte Filter

DX-Cluster Reiter Settings
DX-Cluster — Reiter Settings mit Kontinent- und Skimmer-Filtern

Im Reiter Settings verwalten Sie auch die Serverliste. Um einen eigenen Cluster-Server hinzuzufügen, tragen Sie Name, Host und Port ein und klicken auf Add. Der Server erscheint danach in der Liste und in der Klappliste im Reiter Spots. Die vorinstallierten Server lassen sich nicht löschen — entfernen können Sie nur selbst hinzugefügte Einträge. Der Eintrag OpenShack Server hat eine feste Adresse, die Felder Host und Port lassen sich dort nicht ändern.

  • Spotter-Kontinent — wählen Sie einen oder mehrere Kontinente (AF, AS, EU, NA, OC, SA), um nur Spots von dortigen Spottern zu sehen. Sind alle Felder leer, werden alle Kontinente wieder freigegeben. Bei einem Telnet-Knoten filtert der Cluster für Sie, die Einstellung greift nach jedem Login; beim OpenShack Server wirkt sie sofort, und ein wieder abgewählter Kontinent bringt seine Spots ohne neues Verbinden zurück.
  • Skimmer-Spots einschließen — bittet den Cluster-Knoten, RBN/Skimmer-Spots mit in den Stream zu nehmen. Beim OpenShack Server gibt es das nicht, er liefert immer das, was der Dienst führt; nutzen Sie dort Nur Skimmer oder das Spotter-Filterfeld.
  • Nur Skimmer — trägt -# automatisch in das Spotter-Filterfeld ein, sodass nur Skimmer-Rufzeichen (mit dem Suffix -#) angezeigt werden. Aktiviert gleichzeitig die Skimmer-Spots.
  • Max. Alter — Spots, die älter als die gewählte Minutenanzahl sind, werden ausgeblendet. Die Altersprüfung läuft alle ca. 15 s, abgelaufene Spots verschwinden also auch im Hintergrund — nicht erst, wenn ein neuer Spot eintrifft.
ℹ️ Bandplan-Datei
Der Betriebsart-Bereichsfilter verwendet einen Bandplan im lokalen Datenordner:
%LOCALAPPDATA%\OpenShack\Cluster\BandPlan.json
Beim ersten Start schreibt OpenShack den eingebauten IARU-Region-1-Plan in diese Datei. Sie können sie mit einem beliebigen Texteditor anpassen — eigene Teilbereiche hinzufügen oder vorhandene ändern. Jeder Eintrag hat vier Felder:
{
  "lowKHz":  14000,
  "highKHz": 14070,
  "bandName": "20m",
  "mode":    "CW"
}
Einträge dürfen sich überschneiden — z. B. teilen sich der SSB- und der Digital-Bereich auf 6 m einen Teil des Frequenzbereichs. Fehlt die Datei oder lässt sie sich nicht lesen, stellt OpenShack die Standardwerte wieder her und schreibt die Datei neu.

Klick zum QSY

Ein Klick auf einen Spot in der Liste schickt einen QSY-Befehl an den Remote-Transceiver — über den Rig-Steuerdienst, der gerade aktiv ist (CAT oder rigctld-Proxy). Das Rig legt sich sofort auf die Frequenz, ganz ohne an den VFO-Knopf zu greifen.

Antennenrotor-Steuerung

Läuft am Host ein Rotor-Controller mit PSTROTATORAZ, sieht der Client die aktuelle Antennenrichtung live auf einer Kompassrose und kann die Antenne per Klick auf die gewünschte Peilung drehen — alles über den ohnehin bestehenden geschützten Remote-Verbindung, ohne zusätzliche Netzwerkkonfiguration. Der Host kann bis zu vier Rotatoren mit je eigenem Namen anbieten; geöffnet werden sie über den Button Aux Devices.

OpenShack spricht nicht direkt mit Ihrer Rotor-Hardware. Stattdessen redet OpenShack lokal per UDP mit PSTROTATORAZ am Host — und PSTROTATORAZ kümmert sich ums eigentliche Drehen. Diese eine Designentscheidung sorgt dafür, dass OpenShack jeden Rotor und jede Rotor-Steuerung unterstützt, die PSTROTATORAZ unterstützt — was praktisch alles am Markt einschließt.

Rotor-Kompass-Fenster
Rotor-Steuerung — Live-Kompassrose mit Klick zum Drehen

Einrichtung am Host

ℹ️ PSTROTATORAZ — externes Werkzeug nötig
Die Rotor-Steuerung von OpenShack spricht mit PSTROTATORAZ von YO3DMU — einmalig 39 € unter qsl.net/yo3dmu/index_Page346.htm. Das Programm steuert praktisch jeden Rotor und jede Rotor-Steuerung am Markt und ist sein Geld wert. (Keine geschäftliche Verbindung.)
  1. PSTROTATORAZ am Host-Rechner starten.
  2. In PSTROTATORAZ Communication → UDP Control Setup öffnen und so einstellen:
    • IP auf 127.0.0.1 setzen.
    • Den Port auf dem Standardwert 12000 lassen.
    • Automatically positions reporting when the rotor is moving ankreuzen, damit PSTROTATORAZ während der Drehung laufend die Azimut-Werte an OpenShack schickt.
  3. Anschließend unter Setup → UDP Control das Häkchen setzen, um die UDP-Schnittstelle tatsächlich einzuschalten. Der Dialog oben legt nur die Parameter fest — dieser Menüpunkt ist der Ein/Aus-Schalter. Ohne ihn bleibt PSTROTATORAZ im Netz stumm, und OpenShack kann weder Steuerbefehle schicken noch den Azimut auslesen.
  4. In Remote Connect → Einstellungen → Host im Abschnitt Rotatoren eine Zeile Rotator 1–4 anhaken, um sie einzuschalten.
  5. IP-Adresse und UDP-Port passend zu PSTROTATORAZ eintragen (Standard: 127.0.0.1 : 12000). Optional einen Namen vergeben — der Client zeigt ihn als Rotator: <Name> an.
  6. Sie haben mehr als einen Rotator? Betreiben Sie pro Rotator eine eigene PSTROTATORAZ-Instanz auf einem eigenen UDP-Port und füllen Sie dann eine zweite, dritte oder vierte Zeile genauso aus. Jeder Rotator braucht einen anderen Port.
ℹ️ Rotor-Einstellungen nur für Host
Die Rotator-Häkchen sowie PSTROTATORAZ-IP, -Port, Parkposition und -Name werden auf dem Client automatisch ausgegraut — sie gelten nur auf dem Rechner, der direkt mit dem Rotor-Controller verbunden ist.

Parkposition

Eine Remote-Station steht oft tagelang allein da, und quer zum Wind stehende Beams gehen als erste zu Bruch. Trag in einer Rotator-Zeile im Feld Park ° eine Richtung in Grad ein, dann dreht die Station diese Antenne beim Herunterfahren von selbst dorthin. Bleibt das Feld leer — so ist es voreingestellt —, wird der Rotator nie von allein bewegt.

In diesen Fällen wird die Parkposition angefahren:

  • Du fährst die Station vom Client aus herunter. Der Parkbefehl geht sofort raus, wenn das Herunterfahren angestoßen wird, nicht erst am Ende des Countdowns — so haben die Antennen die ganze Abbruchzeit zum Drehen.
  • Die Abschaltung bei Inaktivität greift. Dasselbe, nur von der Station selbst ausgelöst statt von dir.
  • Es war eine Weile niemand verbunden — aber nur, wenn du unter den vier Rotator-Zeilen Park antennas after no client for … minutes anhakst. Die Station bleibt an, nur die Antennen gehen in Ruhestellung.

Ein kurzer Verbindungsabbruch parkt nichts: die Antennen würden genau dann wegdrehen, wenn du dich mitten im QSO wieder verbindest. Deshalb ist das Parken bei Inaktivität ab Werk aus und die Wartezeit großzügig — stell sie auf eine Pause ein, die wirklich bedeutet, dass du für heute fertig bist.

⚠️ Wie weit die Antenne kommt
Der Parkbefehl geht an PSTROTATORAZ, und das Herunterfahren läuft derweil weiter — grob 30 Sekunden Abbruchzeit plus ein paar Sekunden, während Windows herunterfährt. Die meisten Rotoren brauchen für eine volle Umdrehung etwa eine Minute, eine Parkfahrt von der Gegenseite des Kompasses schafft es also womöglich nur teilweise. Controller, die sich die Zielrichtung merken und selbst dorthin fahren, kommen in jedem Fall an — bei denen spielt das Timing keine Rolle.

Bedienung am Client

  1. Ist die Verbindung da, öffnen Sie einen Rotator über den Button Aux Devices — Rotatoren erscheinen dort zusammen mit Ihren Endstufen, Tunern und Schaltern (einen eigenen Rotator-Button gibt es nicht mehr). Sind mehrere Geräte verfügbar, listet ein kleines Menü sie auf; wählen Sie den Eintrag Rotator: <Name>.
  2. Die Kompassnadel folgt dem Rotor in Echtzeit; im Stillstand wird alle 5 Sekunden per Keep-Alive nachgefragt.
  3. Klick auf die Kompassrose — oder eine Peilung eintippen und GO drücken — schon fährt der Rotor los. Die Peilung geht sofort an den Host und von dort an PSTROTATORAZ.
⚠️ Vorsicht beim Drehen
Ein Klick auf den Kompass löst sofort einen Drehbefehl aus. Vergewissern Sie sich, dass der Weg frei ist, bevor Sie aus der Ferne drehen.

Zusatzgeräte — Endstufen und Tuner fernsteuern

OpenShack kann externe Endstufen und Antennentuner überwachen und steuern, die am Host per seriellem Port oder Netzwerk hängen. Der Live-Status läuft in Echtzeit zum Client, und der Client darf Befehle an den Host zurückschicken.

Unterstützte Geräte

Gerät Typ Protokoll Status
SPE Expert (1K-FA, 1.3K-FA, 2K-FA) Endstufe + Tuner Binär (SYN 0xAA, 115 200 Baud) ✅ Unterstützt
Elecraft KPA500 Endstufe ASCII seriell ✅ Unterstützt
Elecraft KAT500 Tuner ASCII seriell ✅ Unterstützt
Elecraft KPA1500 Endstufe + Tuner ASCII seriell (^CMD;, 38 400 Baud) ✅ Unterstützt
RF Concepts / Alpha RF-2Ks Endstufe + Tuner Netzwerk HTTP ✅ Unterstützt
Juma PA600/PA1000 Endstufe Binär seriell ✅ Unterstützt
OM Power (OM2000A+, OM1700A+, OM2501A, OM3501A, OM4001A, OM4001C) Endstufe (bis zu 4 gleichzeitig) Netzwerk (eingebauter LAN-Anschluss) ✅ Unterstützt
DU4000AL Eigenständiger Antennentuner Netzwerk (TCP) ✅ Unterstützt
Ultrabeam Antennas Antenne Binär seriell ✅ Unterstützt
SteppIR SDA 100 / SDA 2000 Antennensteuerung ASCII seriell (Reference Protocol, Standard 9600 Baud) ✅ Unterstützt
URL Switcher (hamparts.shop / qro.cz Fernrelais) Schalter / Relais HTTP GET (Antwort als JSON {"Status":"OK"}) ✅ Unterstützt
Shutdown Host PC Ferngesteuertes Ausschalten (keine Hardware) Windows-Shutdown, mit Abbruchfenster ✅ Unterstützt
💡 Power ON/OFF
Die Schaltflächen Power ON und OFF sind bei den meisten Geräten deaktiviert — diese Geräte lassen sich per serieller Schnittstelle schlicht nicht ein- oder ausschalten.
⚡ Automatisches Einschalten — Elecraft KPA500 / KPA1500
Die Elecraft-Endstufen sind die Ausnahme: Sie schalten sich automatisch ein, sobald OpenShack eine Verbindung zu ihnen aufbaut. Steht der rückseitige Netzschalter auf ON, die Endstufe ist aber im Standby (vorne ausgeschaltet), weckt der Host das Gerät und schaltet es ein, sobald die serielle Schnittstelle geöffnet wird — und bei jeder erneuten Verbindung aufs Neue. Sie müssen also nicht vor der Remote-Session selbst am Gerät sein, um es einzuschalten: Lassen Sie einfach den rückseitigen Schalter an, den Rest erledigt die App. Läuft die Endstufe bereits, wird der Befehl ignoriert — es passiert also nichts Unerwünschtes.
⚡ Ein- und Ausschalten aus der Ferne — OM Power
OM-Power-Endstufen lassen sich auch vom Client aus ein- und ausschalten. Lassen Sie den Netzschalter der Endstufe an; die Netzwerkschnittstelle bleibt dann erreichbar, auch wenn die Endstufe selbst aus ist. Power On startet das Aufheizen der Röhre — ein Countdown von rund drei Minuten, den Sie live im Endstufen-Fenster verfolgen können — und Power Off lässt die Endstufe erst abkühlen, bevor sie wirklich abschaltet. Auch Operate/Standby, die Antennenwahl und ein Fehler-Reset stehen bereit, und beim Senden zeigt das Fenster Ausgangsleistung, SWR und Anodenstrom live direkt aus der Endstufe.
Bandnachführung — OM Power
OpenShack sagt einer OM-Power-Endstufe nicht, auf welchem Band sie arbeiten soll. Diese Endstufen ermitteln das selbst aus dem Transceiver und melden nur zurück, wo sie gelandet sind. Das Endstufen-Fenster zeigt deshalb sowohl das Band als auch die genaue Frequenz, die die Endstufe meldet — so sehen Sie auf einen Blick, ob sie Ihnen wirklich gefolgt ist. Ein Blick lohnt sich vor allem nach einem größeren Sprung über das Band, denn die Bandanzeige allein ändert sich erst, wenn Sie eine Bandgrenze überschreiten. Folgt die Frequenz nicht, liegt es an der Verbindung zwischen Endstufe und Transceiver, nicht an OpenShack.
Funktionsumfang beim DU4000AL
OpenShack schaltet die Tuner-Versorgung und den aktiven/passiven CAT-Modus. Außerdem wählen Sie die abgestimmten Antennenports 1–4, die Dummy Load oder den direkten, nicht abgestimmten Zugang zu den Ports 1–4. Tune und das manuelle Abstimmnetzwerk bietet die App bewusst nicht an: Das vorliegende Protokoll beschreibt nur ein manuelles Abstimmmenü, aber keinen sicheren automatischen Tune-Befehl.

Einrichtung am Host

  1. Am Host die Remote-Station-Einstellungen öffnen.
  2. Zum Abschnitt Zusatzgeräte scrollen (Reiter 3).
  3. Für den gewünschten Slot Enable aktivieren.
  4. Gerätetyp und COM-Port wählen.
  5. Auf Connect klicken.
Hilfsgeräte Host-Einstellungen
Host-Einstellungen — serielle Anbindung der Zusatzgeräte

Solange OpenShack am Host die serielle Schnittstelle eines Geräts belegt, kann dessen eigene Software — etwa das Ultrabeam- oder SPE-Expert-Programm — denselben COM-Port nicht gleichzeitig öffnen. Damit Sie trotzdem Zugriff darauf behalten, zeigt der Host die Aux Devices-Fenster jetzt auch lokal an. Sie öffnen sich automatisch, sobald das Gerät einmal ausgelesen wurde — genauso wie am entfernten Client —, ein verbundener Client ist dafür nicht nötig. Ein Fenster, das Sie selbst schließen, bleibt geschlossen — und zwar auch beim nächsten Start, nicht nur in der laufenden Sitzung. Über den Aux Devices-Button im Remote Station-Fenster des Hosts öffnen Sie es wieder (oder holen ein offenes Fenster in den Vordergrund); sobald Sie es wieder öffnen, geht es künftig auch wieder von allein auf. Position und Größe jedes Fensters werden gemerkt, passend zur jeweiligen Bildschirmanordnung.

Anzeige am Client

Sobald die Verbindung steht, bekommt der Client automatisch den Live-Status der Geräte. Angezeigt wird nur der jeweils passende Reiter — was nicht genutzt wird, blendet sich von selbst aus.

Sie müssen dieses Fenster nicht selbst öffnen: Sobald die Station ein Zusatzgerät ankündigt, geht das Aux Devices-Fenster von allein auf. Bietet die Station mehrere Geräte an, bekommt jedes sein eigenes Fenster. Brauchen Sie eins nicht? Einfach schließen — es bleibt dann geschlossen, auch beim nächsten Connect, und ploppt nicht ständig wieder auf. Um ein geschlossenes Fenster zurückzuholen, klicken Sie den Aux Devices-Button in der Button-Reihe des Remote Station-Fensters (neben Remote Control, Keyer und DX Cluster); bietet die Station mehr als ein Gerät an, wählen Sie über ein kurzes Menü aus, welches geöffnet werden soll. Sobald Sie ein Fenster so wieder öffnen, geht es künftig auch wieder von allein auf. Position und Größe jedes Fensters werden gemerkt, passend zur jeweiligen Bildschirmanordnung — so kommen sie wieder dort hoch, wo Sie sie zuletzt hatten.

Automatisches Ein- und Ausschalten

Einige Geräte werden zusammen mit dem Remote Station-Fenster des Hosts ein- und ausgeschaltet. Das passiert auf dem Host beim Öffnen und Schließen des Fensters — wenn sich ein Client verbindet oder trennt, wird nichts geschaltet. Das Gerät muss dafür über seine serielle Schnittstelle oder das Netzwerk erreichbar sein, sein eigener Netzschalter muss also eingeschaltet sein. Ändern Sie auf dem Host die Einstellungen eines Geräts, wird die Verbindung neu aufgebaut — das Gerät geht dabei kurz aus und wieder an.

Gerät Fenster öffnet Fenster schließt
SPE Expert wird eingeschaltet wird ausgeschaltet
Elecraft KPA500 wird eingeschaltet wird ausgeschaltet
Elecraft KPA1500 wird eingeschaltet wird ausgeschaltet
Elecraft KAT500 wird nur geweckt, nicht eingeschaltet wird ausgeschaltet (Standby)
OM Power wird nicht eingeschaltet — benutzen Sie den Power-Button im Panel (die Röhren müssen erst vorheizen) Abkühlen wird gestartet; die Endstufe bringt es selbst zu Ende und schaltet sich dann ab
DU4000AL Tuner wird eingeschaltet wird ausgeschaltet
JUMA PA600/PA1000, RF2K-S die Protokolle dieser Geräte sehen kein Fernschalten der Stromversorgung vor
💡 Andere Geräte schalten

Geräte ohne eigenen Einschaltbefehl — das Funkgerät, eine JUMA- oder RF2K-S-Endstufe, ein Netzteil — schalten Sie über ein Netzwerk-Relais mit dem URL Switcher: Zeilen mit angehaktem On / Off werden beim Öffnen und Schließen des Remote-Station-Fensters aufgerufen.

Beispiel: SPE Expert — Endstufe & Tuner

SPE
              Expert Beispiel
Beispiel SPE Expert — Karten für Endstufe und Tuner

DU4000AL — eigenständiger Antennentuner

Der DU4000AL verbindet sich direkt per TCP mit dem Host. Im Fenster sehen Sie Versorgung, Frequenz-Rückmeldung, SWR und Leistung, Temperatur, CAT-Modus, Lüftermodus, aktive Antenne und den Status des gespeicherten Matches. Power On/Off sowie CAT Active/Passive lassen sich dort schalten.

Für die eingebauten Antennenports führen Tuned 1–4 den gewählten Port durch das Anpassnetzwerk, Dummy wählt die Dummy Load und Direct 1–4 den direkten, nicht abgestimmten Pfad des jeweiligen Ports. OpenShack markiert den Button erst, wenn der Tuner die Umschaltung bestätigt hat.

Das Protokoll enthält keinen Befehl, um eine absolute Frequenz zu setzen. Die angezeigte Frequenz wird aus dem Tuner gelesen; im Normalbetrieb bekommt er sie über die konfigurierte CAT-Verbindung zum Transceiver.

Ultrabeam — RCU-06 Antennensteuerung

OpenShack spricht mit dem Ultrabeam RCU-06 direkt über dessen binäres Protokoll (STX/ETX-Rahmung mit DLE-Quoting und XOR-plus-eins-Prüfsumme). Der Host öffnet den seriellen Port der Steuerung und fragt ungefähr im Sekundentakt Frequenz, Band, Ausrichtung, Motorstatus und Fortschritt ab. Die Client-Seite spiegelt das alles live und schickt Frequenz-, Ausrichtungs- und Retract-Befehle zurück an den Controller.

  1. RCU-06 über USB bzw. seriellen Port an den Host-PC anschließen. Der USB-Anschluss meldet sich als gewöhnlicher COM-Port — außer dem USB-Seriell-Treiber des Herstellers braucht es nichts.
  2. Im Remote-Station-Fenster Settings → Host öffnen und zum Abschnitt Aux Devices scrollen.
  3. Die Checkbox Ultrabeam anhaken und den COM-Port wählen, an dem der Controller hängt. Die Baudrate ist fest auf 19200, 8N1, ohne Hardware-Handshaking — OpenShack stellt das automatisch ein und schaltet DTR und RTS ausdrücklich ab, so wie es der Controller verlangt.
  4. Auf Connect klicken. Der Host beginnt sofort mit dem Polling und meldet die unterstützten Bänder an den Client. Ist der Controller ausgeschaltet oder im Ruhezustand, kündigt OpenShack das Gerät trotzdem an, damit der Client den Ultrabeam-Reiter zeigen kann — die Statusfelder bleiben dann leer, bis der Controller antwortet.

Unterstützte Bänder im Bandpanel des Clients (fest durch die RCU-06-Firmware vorgegeben):

Bänder Ausrichtungen Retract
40, 30, 20, 17, 15, 12, 10, 6 Normal / 180° / Bidirektional Eigener Befehl (parkt die Elemente in Ruhestellung)

Auf der Client-Seite kommt das gleiche Panel zum Einsatz wie bei anderen Antennensteuerungen: eine Statuskarte mit aktueller Frequenz, Band, Ausrichtung und Motorstatus (inklusive Fortschrittsanzeige, solange die Elemente fahren), eine Reihe Richtungsbuttons (Normal, 180°, Bidirektional, Retract) und das gemeinsame Bandpanel für direkte Frequenzwahl. Anders als beim SteppIR ist Retract beim Ultrabeam ein eigener Controller-Befehl — er fährt alle Elemente in die Ruhestellung, ohne dass der Host eine Pseudo-Frequenz von 0 schicken müsste.

Solange die Motoren laufen, fragt der Host zusätzlich den Fortschritts-Endpunkt der Steuerung ab und reicht aktuelle sowie gesamte Wegstrecke an den Client weiter, damit das UI anzeigen kann, wie weit das Abstimmen gerade ist. Sobald die Motoren stehen, verschwindet die Fortschrittsanzeige wieder.

Ultrabeam Beispiel
Ultrabeam — aktuelle Ausrichtung und Motorstatus mit Frequenzsteuerung über das Bandpanel

SteppIR — SDA 100 / SDA 2000 Antennensteuerung

OpenShack spricht mit den SteppIR-Controllern SDA 100 und SDA 2000 über das veröffentlichte Reference Protocol — dasselbe Protokoll, das auch N1MM, DXLab Commander, HRD und ähnliche Programme verwenden. Der Host öffnet den seriellen Port zum Controller und reicht Frequenz- und Ausrichtungsbefehle durch; auf der Client-Seite sieht und bedient sich die Anzeige genauso wie das Ultrabeam-Panel.

  1. SteppIR-Controller über seine serielle Schnittstelle an den Host-PC anschließen (USB-Seriell-Adapter funktionieren problemlos). Standard-Baudrate ist 9600; 1200 / 2400 / 4800 / 19200 sind ebenfalls möglich, falls Sie sie am Controller umgestellt haben.
  2. Im Remote-Station-Fenster Settings → Host öffnen und zum Abschnitt Aux Devices scrollen.
  3. Die Checkbox SteppIR anhaken, den COM-Port wählen, an dem der Controller hängt, und im Dropdown daneben das passende Antennenmodell einstellen.
  4. Auf Connect klicken. Welche Bänder dem Client angezeigt werden, ergibt sich automatisch aus dem gewählten Modell.

Unterstützte Modelle und die Bänder, die sie im Bandpanel des Clients freischalten:

Modell Unterstützte Bänder Ausrichtung
BigIR80, 40, 30, 20, 17, 15, 12, 10, 6Nur Normal (Vertikal)
SmallIR40, 30, 20, 17, 15, 12, 10, 6Nur Normal (Vertikal)
DB1820, 17, 15, 12, 10, 6Normal / 180° / Bidirektional
DB3630, 20, 17, 15, 12, 10, 6Normal / 180° / Bidirektional
MonstIR40, 30, 20, 17, 15, 12, 10, 6Normal / 180° / Bidirektional
UrbanBeam20, 17, 15, 12, 10, 6Normal / 180° / Bidirektional
Yagi 3-El / Yagi 4-El40, 30, 20, 17, 15, 12, 10, 6Normal / 180° / Bidirektional

Auf der Client-Seite kommt dasselbe Antennen-Panel zum Einsatz wie bei Ultrabeam: eine Statuskarte mit aktueller Frequenz, Band und Motorzustand, eine Reihe mit Schaltflächen für die Strahlrichtung (Normal, 180°, Bidirectional, Retract; bei Vertikalmodellen nur Normal und Retract) sowie das gemeinsame Bandpanel zum direkten Anfahren einer Frequenz. Retract fährt die Elemente in die Ausgangsposition zurück — technisch geschieht das, indem OpenShack die Zielfrequenz auf 0 setzt, denn einen eigenen Retract-Befehl sieht das SteppIR-Protokoll nicht vor.

URL Switcher — generische HTTP-Relais

Der URL Switcher ist ein allgemeiner Adapter für HTTP-gesteuerte Schalter und Relais, etwa die Fernrelaisboxen von hamparts.shop (qro.cz). Jeder Button auf dem Client schickt einen GET-Request an eine URL, die Sie am Host hinterlegen. Die JSON-Antwort des Geräts ({"Status":"OK"}) wird zurück zum Client gespielt und dort kurz als Statuszeile eingeblendet, die nach wenigen Sekunden wieder verschwindet.

  1. In der Remote-Station unter Settings → Host bis zur Karte URL Switcher am unteren Ende des Host-Tabs scrollen und das Häkchen bei URL Switcher setzen.
  2. Bei Bedarf den Name anpassen (z. B. QRO-Schalter) — er erscheint im Fenstertitel auf dem Client.
  3. In den zehn Zeilen jeweils einen kurzen Label-Text (steht auf dem Button am Client) und die vollständige URL eintragen, die der Host aufrufen soll.
  4. Mit den drei Häkchen je Zeile legen Sie fest, was die Zeile tut:
    • Show — ist es gesetzt (Standard), erscheint die Zeile als Button am Client (sofern ein Label eingetragen ist). Nehmen Sie das Häkchen weg, um die Zeile am Client zu verbergen, sie aber weiterhin für das automatische Ein-/Ausschalten weiter unten zu nutzen.
    • On — die URL wird einmal automatisch aufgerufen, wenn Sie das Remote-Station-Fenster öffnen. Damit schalten Sie Geräte ein, wenn Sie sich zum Funkbetrieb hinsetzen.
    • Off — die URL wird einmal automatisch aufgerufen, wenn Sie das Remote-Station-Fenster schließen (oder die App beenden). Damit schalten Sie Geräte am Ende wieder aus.
    On/Off hängen am Öffnen und Schließen des Remote-Station-Fensters — nicht am Verbinden und Trennen. Solange das Fenster offen bleibt, können Sie sich beliebig oft mit dem Host verbinden und wieder trennen (auch abgebrochene Verbindungen, die sich neu aufbauen), ohne dass die Geräte aus- und wieder eingeschaltet werden; ausgeschaltet wird erst, wenn Sie das Fenster tatsächlich schließen. (On/Off lösen auch nicht aus, wenn Sie andere Einstellungen ändern.) Die Antworten landen nur im Debuglog.
  5. Für die meisten Relais genügt eine einfache Web-Adresse im Feld URL. Wenn Ihr Relais einen POST-Request mit einem kleinen Stück Text erwartet (zum Beispiel der Shelly-Cloud-Dienst — siehe Beispiel weiter unten), klicken Sie auf den kleinen -Button am Ende der Zeile. Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem Sie die URL bearbeiten, Use POST with a JSON body ankreuzen und den zu sendenden Text eingeben können. Der -Button ist bei jeder so eingerichteten Zeile hervorgehoben. Für gewöhnliche Relais lassen Sie ihn unberührt — sie funktionieren weiterhin als einfache Web-Anfrage.
  6. Wenn in einer Zeile On gesetzt ist und die Station automatisch startet (über eine Startup- oder Desktop-Verknüpfung), werden zuerst die On-URL(s) aufgerufen und dann wartet die App die auf dem Advanced-Tab eingestellte Startup delay, bevor sie mit Ihren übrigen Geräten zu kommunizieren beginnt. So bekommt ein gerade eingeschaltetes Gerät (etwa eine über ein Relais versorgte Endstufe) Zeit zum Hochfahren, bis sein COM-Port auftaucht — stellen Sie die Verzögerung also auf Ihr langsamstes Gerät ein. Wenn Sie die App von Hand starten, werden die On-URL(s) trotzdem aufgerufen, aber ohne Wartezeit.

Beispiel-URLs der hamparts.shop / qro.cz Controller (die genauen Parameter stehen im Handbuch des jeweiligen Geräts):

http://192.168.124.59:59/Set0/514
http://192.168.124.59:59/Set1/0
💡 Beispiel: Station mit einem Shelly-Relais ein- und ausschalten
Ein Shelly (oder ein beliebiges Relais mit einfacher HTTP-Schnittstelle) kann Ihre Stationsgeräte für Sie mit Strom versorgen. Tragen Sie die Ein-URL des Relais in eine Zeile mit gesetztem On ein und seine Aus-URL in eine zweite Zeile mit gesetztem Off. Nehmen Sie bei beiden das Häkchen Show weg, wenn Sie dafür keine Buttons am Client möchten. Typische Shelly-URLs:
On  : http://<shelly-ip>/relay/0?turn=on
Off : http://<shelly-ip>/relay/0?turn=off
(Neuere Shelly-Plus/Pro-Modelle nutzen http://<shelly-ip>/rpc/Switch.Set?id=0&on=true / &on=false.) Der Shelly muss vom Host-PC aus erreichbar sein, und das Schalten darf kein Passwort verlangen — der URL Switcher schickt eine einfache Anfrage ohne Login. Versorgt das Relais zugleich eine Endstufe wie eine KPA500, stellen Sie die Startup delay (Advanced-Tab) auf ein paar Sekunden ein, damit die Endstufe bei einem automatischen Start bereit ist, bevor OpenShack sich mit ihr verbindet.
💡 Shelly in einem Netz, das der Host nicht erreicht — über die Shelly Cloud
Liegt der Shelly in einem anderen Netz und kann der Host-PC seine lokale Web-Adresse nicht öffnen, schalten Sie ihn stattdessen über die Shelly Cloud. Das erfordert einen POST-Request — nutzen Sie also den -Button der Zeile: tragen Sie als URL Ihren Cloud-Endpunkt ein und kreuzen Sie Use POST with a JSON body an. Ihren Auth-Key und Server finden Sie in der Shelly-App oder unter control.shelly.cloud (User settings → Authorization cloud key), die Geräte-ID auf der Info-Seite des jeweiligen Geräts.
URL  : https://<server>.shelly.cloud/v2/devices/api/set/switch?auth_key=<KEY>
Body : {"id":"<deviceid>","channel":0,"on":false}
⚠️ Wenn das Relais den Host-PC selbst mit Strom versorgt
Ist eines Ihrer Relais der Netzschalter für den Host-PC, legen Sie seine Aus-URL nicht einfach auf eine Off-Zeile — das kappt den Strom des PCs in dem Moment, in dem die App schließt, wie der gezogene Stecker mitten im Herunterfahren. Stattdessen:
  • Lassen Sie den PC mit dem Gerät Shutdown Host PC (nächster Abschnitt) sauber herunterfahren.
  • Schicken Sie dem Relais, das den PC versorgt, ein verzögertes Aus, damit der Strom erst gekappt wird, wenn Windows fertig ist. Ein Shelly kann das selbst: Sagen Sie ihm, er soll jetzt einschalten und nach 60 Sekunden wieder ausschalten. Das kommt auf eine Off-Zeile (über den -Button, als POST):
    {"id":"<deviceid>","channel":0,"on":true,"toggle_after":60}
Ein verzögertes Aus fährt Windows für sich genommen nicht herunter — es schiebt nur die Stromabschaltung auf. Es ist die Absicherung; das eigentliche saubere Herunterfahren erledigt das Gerät Shutdown Host PC.
URL-Switcher-Host-Einstellungen — zehn Zeilen
Host-Einstellungen — Karte URL Switcher mit zehn Zeilen (Show / On / Off / Label / URL)

Auf dem Client erscheinen nur die Zeilen, bei denen Show gesetzt und ein Label eingetragen ist. Nach einem Klick wird die Antwort des Geräts kurz unter den Buttons eingeblendet und nach wenigen Sekunden wieder ausgeblendet. Sowohl Host als auch Client protokollieren jeden Klick und jede Antwort im Remote-Station-Debuglog unter %LocalAppData%\OpenShack\DEBUG\.

Fenster des URL Switcher am Client mit beschrifteten Buttons
Client-Ansicht — nur Zeilen mit gesetztem Show und gefülltem Label erscheinen; die letzte Antwort wird kurz unter den Buttons eingeblendet

Shutdown Host PC — Ferngesteuertes Ausschalten

Mit dieser Funktion kann der entfernte OP den Host-PC am Ende einer Sitzung herunterfahren. Sie braucht keine Hardware — sie löst einfach ein Windows-Shutdown auf dem Host aus. Weil das ein einschneidender, nicht umkehrbarer Schritt ist, ist sie standardmäßig deaktiviert und durch zwei Sicherungen geschützt: einen Bestätigungsdialog und einen Countdown, den man noch abbrechen kann.

⚠️ Nicht umkehrbar
Sobald der Host ausgeschaltet ist, kann man sich nicht mehr mit ihm verbinden und ihn auch nicht aus der Ferne wieder einschalten — dafür braucht es Wake-on-LAN, eine Auto-Power-Einstellung im BIOS oder jemanden vor Ort. Aktivieren Sie die Funktion nur, wenn das für Ihre Station in Ordnung ist.
  1. Am Host Settings → Host öffnen und bis zum Ankreuzfeld Enable remote PC shutdown am Ende des Aux-Devices-Bereichs scrollen. Setzen Sie den Haken, um die Funktion verbundenen Clients anzubieten.
  2. Am Client das Aux Devices-Fenster öffnen. Die Karte Shutdown Host PC zeigt einen einzelnen Button Shutdown Host PC.
  3. Auf den Button klicken. Es erscheint ein Bestätigungsdialog — nur bestätigen, wenn der Host wirklich ausgeschaltet werden soll.
  4. Der Button wird durch Abort pending shutdown und einen laufenden Countdown ersetzt („Shutting down in 23 s…“). Ein Klick auf Abort bricht das Herunterfahren jederzeit vor Ablauf des Countdowns ab.
Host-Einstellungen — Option Enable remote PC shutdown
Host-Einstellungen — Enable remote PC shutdown ankreuzen, um die Funktion für Clients freizugeben
Shutdown-Host-PC-Fenster am Client — Ausgangszustand mit dem Shutdown-Button
Client-Ansicht (Ausgangszustand) — ein einzelner Shutdown-Host-PC-Button. Ein Klick fragt zuerst nach einer Bestätigung.
Shutdown-Host-PC-Fenster am Client — laufender Countdown mit Abort-Button
Client-Ansicht (Countdown läuft) — aus dem Button wird Abort pending shutdown, dazu ein laufender Countdown. Vor Ablauf auf Abort klicken, um abzubrechen.

Verbindet sich ein Client, während bereits ein Countdown läuft, öffnet sich sein Fenster direkt im Abbruch-Zustand mit den verbleibenden Sekunden — so lässt sich das Herunterfahren auch von einer frisch aufgebauten Verbindung aus noch abbrechen.

Log-Reiter — Sitzungshistorie & Debug

Der Log-Reiter ist der letzte Reiter im Remote-Station-Fenster und vereint zwei Ansichten an einer Stelle: eine übersichtliche Sitzungshistorie (wer war wann verbunden und mit welcher Notiz) und ein ausführliches Debug-Log für die Fehlersuche. Ein einzelner Button oben rechts schaltet zwischen beiden um.

Sitzungs-Ansicht

Log-Reiter mit der Sitzungshistorie als Tabelle
Sitzungs-Ansicht — eine Zeile pro Verbindung, die neueste oben. Die laufende Verbindung steht so lange auf active in der End-Spalte, bis sie endet.

Jede Remote-Sitzung erzeugt eine Zeile in der Tabelle — und zwar genau in dem Moment, in dem das Callsign der Gegenstelle eingetroffen ist. Während die Sitzung läuft, steht active in der End-Spalte; sobald Sie Disconnect drücken (oder die Gegenstelle die Verbindung beendet), wird die Endzeit sofort eingetragen. Spalten:

  • Start / End — lokales Datum und Uhrzeit, minutengenau.
  • Callsign — das Rufzeichen, das die Gegenstelle als Operator-ID gesetzt hat (Station-ID beim Hosten).
  • Comment — die optionale Note, die die Gegenstelle eingetragen hat (freier Text).

Die Sitzungshistorie liegt in %LocalAppData%\OpenShack\Remote\session_history.json und wird beim nächsten Öffnen des Remote-Station-Fensters automatisch wieder geladen — die Liste bleibt also über App-Neustarts hinweg erhalten. Stürzt OpenShack während einer laufenden Sitzung ab (oder wird geschlossen), taucht in der Comment-Spalte beim nächsten Laden der Hinweis (interrupted) auf — die Tabelle zeigt also nie fälschlich eine Sitzung als noch aktiv an.

Debug-Ansicht

Log-Reiter umgeschaltet auf die ausführliche
              Debug-Ansicht
Debug-Ansicht — derselbe Reiter, nachdem man den Debug-Button gedrückt hat. Das interne Log ersetzt die Sitzungstabelle; der Button heißt jetzt Log, damit Sie wieder zurückwechseln können.

Der Debug-Button schaltet den Reiter auf ein zeilenweises internes Log um, das alles mitschreibt, was das Fenster gerade tut: Verbindungsstatus, Remote-Sitzungsereignisse, Rig-Proxy-Verkehr, Aux-Device-Meldungen usw. Diese Ansicht ist vor allem dann hilfreich, wenn etwas nicht funktioniert und Sie sehen wollen, was die App im Hintergrund macht — oder wenn Sie ein Log an den Support schicken. Solange die Debug-Ansicht zu sehen ist, heißt der Button Log — ein Klick bringt Sie zurück zur Sitzungstabelle.

Clear-Button

Der Clear-Button rechts in der Kopfleiste leert jeweils die gerade sichtbare Ansicht:

  • In der Sitzungs-Ansicht fragt Clear nach einer Bestätigung und leert dann sowohl die Tabelle als auch die Datei session_history.json auf der Festplatte. Eine gerade laufende Sitzung bleibt erhalten, damit ihr Disconnect die Zeile später noch sauber abschließen kann.
  • In der Debug-Ansicht leert Clear nur das Textfeld. Die zugehörige Log-Datei dieses App-Laufs (remote_connect_YYYYMMDD_HHmmss.log) bleibt unangetastet — Ihre Spur für den Support geht also nicht verloren.

Wo die Dateien liegen

Beide Log-Dateien dieses App-Laufs werden während des Betriebs in %LocalAppData%\OpenShack\DEBUG\ geschrieben:

  • remote_connect_YYYYMMDD_HHmmss.log — das vollständige Debug-Log dieses App-Laufs.
  • session_YYYYMMDD_HHmmss.log — kurze, gut lesbare START/END-Zeilen für die Sitzungstabelle.
  • session_history.json — die persistente Sitzungshistorie selbst. Diese Datei wird immer geschrieben, auch wenn das interne File-Logging abgeschaltet ist — Ihre Historie geht also nie verloren.

Konnektivität hinter Routern

OpenShack wählt automatisch einen geeigneten Weg zwischen Host und Client in gängigen IPv4- und IPv6-Netzen. Die meisten Nutzer müssen nichts am Router ändern. Wo das Netz keinen einfachen Pfad erlaubt, steht professionell betriebene Infrastruktur zur Verfügung.

Das Status-Panel zeigt den aktiven Verbindungstyp. Wenn Sie in einem selbst verwalteten Netz ausdrücklich einen direkten Pfad verlangen, verwenden Sie Direkte Verbindung voraussetzen im Register Advanced.

Latenz verbessern

Die Standardeinstellungen reichen für die meisten Setups aus dem Stand. Die folgenden Schritte können jeweils einen spürbaren Unterschied machen. In einem Netz, in dem ein direkter Pfad ohnehin funktioniert, können Sie ihn zusätzlich mit Direktes P2P erzwingen im Register Advanced verbindlich machen.

UDP-Port-Bereich

Für ausdrückliche Firewall- oder Router-Regeln nutzt der Host am Funkstandort den UDP-Bereich 46702–46721. Die Mithör-Funktion im Browser nutzt einen zweiten Block, 46722–46741, der nur nach außen sendet und weder eine Firewall- noch eine Router-Regel benötigt.

Die meisten Nutzer müssen diese Bereiche nicht manuell konfigurieren. Verwenden Sie sie nur, wenn eine verwaltete Firewall oder ein bewusst direkt erreichbarer Host eine ausdrückliche Regel erfordert.

Portweiterleitung (IPv4)

Die meisten Netze funktionieren ohne Router-Konfiguration. Wenn Sie bewusst einen direkt erreichbaren Host benötigen, leiten Sie den dokumentierten UDP-Bereich am Router der Host-Seite weiter. Andernfalls lassen Sie die automatische Verbindungswahl aktiv.

  1. Auf der Admin-Oberfläche Ihres Routers anmelden.
  2. Zur Portweiterleitung gehen.
  3. Eine neue Regel anlegen:
    Feld Wert
    Protokoll UDP
    Externer Port-Bereich 46702 – 46721
    Interne IP die LAN-Adresse des Host-PCs
    Interner Port-Bereich 46702 – 46721
  4. Neu verbinden und im Status-Panel prüfen, ob dort P2P steht.
⚠️ Windows-Firewall nicht vergessen
Selbst mit Router-Regel kann die Windows-Firewall eingehendes UDP blockieren. Einmalig in einer PowerShell mit erhöhten Rechten auf dem Host ausführen:
New-NetFirewallRule -DisplayName "OpenShack Remote" -Direction Inbound -Protocol UDP -LocalPort 46702-46721 -Action Allow

IPv6 — direktes P2P ohne NAT

Haben beide Seiten IPv6-Konnektivität, baut OpenShack oft einen direkten IPv6-P2P-Pfad auf, ganz ohne Router-Eingriff. Globale IPv6-Unicast-Adressen sind öffentlich routbar.

Stabile IPv6-Adresse (fortgeschritten)

Dies ist nur relevant, wenn die Firewall Ihres Betriebspartners Ihren Host anhand seiner IPv6-Adresse freischaltet. Windows rotiert diese Adresse durch die Privacy Extensions (RFC 4941) alle paar Stunden oder nach jedem Neustart — eine solche Regel würde dadurch stillschweigend unwirksam.

Falls das auf Ihr Setup zutrifft, führen Sie diese beiden Befehle einmalig in einer PowerShell mit erhöhten Rechten aus:

# Zufällige temporäre Adressen deaktivieren
netsh interface ipv6 set privacy state=disabled store=persistent

# Stabiles EUI-64-Suffix erzwingen (aus der MAC-Adresse abgeleitet)
netsh interface ipv6 set global randomizeidentifiers=disabled store=persistent

Dann neu starten. Anschließend zeigt ipconfig eine einzelne Bevorzugte Adresse ohne den Zusatz Temporär — stabil über Neustarts hinweg und für Firewall-Regeln geeignet.

⚠️ Datenschutz-Kompromiss
Eine stabile EUI-64-Adresse wird aus der MAC-Adresse des Geräts abgeleitet — wer Ihre IPv6-Adresse sieht, kann die MAC-Adresse daraus rückrechnen. Da sich die Adresse außerdem nie ändert, lässt sich das Gerät sitzungsübergreifend leichter identifizieren und verfolgen. Nur auf einem dedizierten Stations-PC anwenden — nicht auf einem persönlichen oder gemeinsam genutzten Gerät.

Manche Starlink-Verbindungen bieten über IPv4 keine direkte eingehende Erreichbarkeit. OpenShack nutzt deshalb automatisch professionell betriebene Infrastruktur, wenn kein einfacher Pfad verfügbar ist.

Abhilfe schafft IPv6, das Sie in der Starlink-App einschalten:

  1. Starlink-App öffnen → Einstellungen → Erweitert → Lokales Netzwerk, dort IPv6 auf Ein stellen. (Im Web-UI unter 192.168.100.1 dieselbe Option unter Einstellungen → Erweitert → Netzwerk.)
  2. Nach dem Speichern den Starlink-Router neu starten, damit er vom Satellitennetz ein frisches IPv6-Präfix anfordert.
  3. Vom Client neu verbinden und im Status-Panel P2P bestätigen.

Starlink nutzt DHCPv6-Prefix-Delegation: Der Router erhält vom Satellitennetz einen öffentlich routbaren Adressblock — typischerweise ein /56-Präfix (256 mögliche Teilnetze). Aus diesem Block vergibt der Router einzelne /64-Präfixe an die Geräte im LAN. Jedes Gerät bekommt so eine echte, weltweit erreichbare IPv6-Adresse — ohne jede NAT-Schicht. Ein direkter Pfad kann dann wie bei einem nativen IPv6-Breitbandanschluss.

⚠️ Präfix wechselt nach Neustart
Starlink kann nach einem Router-Neustart oder Stromausfall ein anderes Präfix vergeben. Firewall-Regeln mit einer festen IPv6-Adresse der Gegenstelle müssen dann aktualisiert werden. Für OpenShack selbst ist das kein Problem — die Verbindungsinformationen werden für jede Sitzung neu ermittelt.

Wurden die Befehle unter Stabile IPv6-Adresse bereits ausgeführt, bleibt das Adress-Suffix (die letzten vier Blöcke) nach einem Präfixwechsel konstant; nur die ersten vier Blöcke ändern sich.

VPN — Notnagel und Standortzugang

Ein VPN verschafft Ihnen eine Verbindung, wenn die normale automatische Wegeauswahl eingeschränkt ist und weder Portweiterleitung noch IPv6 verfügbar sind. Ganz ohne Kompromisse geht es allerdings nicht.

⚠️ VPN-Overhead und das „falsche P2P“
Über ein VPN kann im Status-Panel durchaus P2P stehen, während der physische Weg in Wirklichkeit über einen Cloud-Server relayed wird. Eine echte Direktverbindung ist, wenn sie machbar ist, immer schneller.

Variante A — Einwahl-VPN zum eigenen Standort (erste Wahl)

Betreiben Sie einen VPN-Server direkt auf dem Router oder dem Host-PC (WireGuard, OpenVPN). Der verschlüsselte Tunnel geht dann direkt zum Shack — ohne Umweg über eine Cloud.

Variante B — Mesh-VPN (letzter Ausweg)

Tools wie Tailscale oder ZeroTier sind schnell eingerichtet, können aber über Cloud-Relays (DERP/Planet) laufen, wenn kein direkter Tunnel zustande kommt.

Tool Hinweise
Tailscale Auf beiden PCs installieren. Die Rechner erscheinen unter 100.x.x.x. Im Admin-Panel prüfen, ob die Verbindung als Direct geführt wird.
ZeroTier Netzwerk unter my.zerotier.com anlegen. Prüfen, ob der Pfad als DIRECT läuft.

Greifen Sie nur dann zu einem Mesh-VPN, wenn alle anderen Wege verschlossen sind — es ist ein verlässlicher Notnagel, aber mit den oben beschriebenen Einschränkungen durch Relay und Overhead.

Box mit WebRemote — mobiles CW und PTT

Mit WebRemote funken Sie von Smartphone, Tablet, iPad oder Chromebook, ohne einen Windows-Client-PC mitzunehmen. Eine drahtlose Client-Box beim OP übernimmt Paddle, Fußtaster-PTT und den verzögerungsfreien Hardware-Mithörton; der Browser stellt Stationsbild, Audio und Bedienelemente bereit.

So funktioniert es

Die Client-Box wird nicht an das Mobilgerät angeschlossen, und der Browser ist keine serielle Brücke. Nach der einmaligen Einrichtung verbindet sich die Box mit dem WLAN — auch mit einem Smartphone-Hotspot — und baut eine eigene authentifizierte Verbindung zum Windows-Host am Funkgerät auf. WebRemote öffnet parallel eine geschützte Stationssitzung und gibt den Box-Weg nur frei, solange diese Sitzung aktiv ist. Der zeitkritische Paddle- und PTT-Verkehr vermeidet damit den zusätzlichen Weg durch Browser und WebRTC.

⚡ Direct, wenn möglich; Relay, wenn nötig
Der Box-Weg läuft nicht immer über das Relay. Der native Host-Weg kann Direct über TCP/UDP-Port 7373 nutzen, wenn die Station über LAN, VPN, IPv4-Portweiterleitung oder einen freigegebenen IPv6-Weg erreichbar ist. Relay übernimmt, wenn CGNAT oder Firewall-Regeln das verhindern. Bei einer neuen Host-Konfiguration sind beide Optionen standardmäßig eingeschaltet und bleiben inaktiv, bis eine authentifizierte WebRemote-Sitzung die Box anfordert.

Einrichtung

  1. Öffnen Sie an der Station Remote Station → Host → Settings und lassen Sie unter Browser Network Box support den benötigten Weg eingeschaltet: Direct connection, Relay connection oder beide.
  2. Schließen Sie die Box beim OP einmal an einen Computer an und richten Sie sie als eigenständigen Client (At the remote operator) ein. Wählen Sie Direct oder Relay passend zum Host-Weg. Verwenden Sie das Stations-Secret des Remote-Hosts als Box-to-Box-Link-Passwort, speichern Sie die Einstellungen in der Box und stellen Sie sicher, dass ihr WLAN eingerichtet ist.
  3. Öffnen Sie WebRemote auf dem Mobilgerät und verbinden Sie sich mit der Station. Lassen Sie im Register Box die Auswahl Box-2-Box mode stehen. WebRemote gibt den nativen Host-Weg dann automatisch frei; die Box selbst verbindet sich unabhängig davon.
  4. Prüfen Sie das Box-Register in WebRemote und die Host-Statuskarte Browser Network Box. Dort sehen Sie, ob Direct oder Relay den aktiven CW-Weg übernommen hat.

Meldet der Host keinen nativen Weg, bietet WebRemote außerdem einen vom Browser verwalteten Kompatibilitätsweg: Wählen Sie Network Box, geben Sie den Box-to-Box-Schlüssel ein und klicken Sie auf CONNECT BOX. Dieser Ausweichweg nutzt das sichere Browser-Relay. Der native Host-Weg wird bevorzugt, weil der Browser dabei nicht im CW-Tastweg liegt.

RHC-Voraussetzung — und warum Web-Trainer anders sind

ℹ️ WebRemote: RHC an der Host-Station
Eine WebRemote-Stationssitzung nutzt Remote Host Connect. Deshalb braucht die Host-Station ein aktives RHC-Abo. Das Mobilgerät und seine Client-Box benötigen kein eigenes RHC. Ein Direct-Weg von der Box zum Host kann die Latenz verringern, ersetzt aber nicht den RHC-Dienst der WebRemote-Stationssitzung.
✅ Trainer auf cw.openshack.com: keine Remote-Lizenz und kein RHC
Bei den Web-Trainern und Spielen ist es anders. Richten Sie die drahtlose Box als eigenständigen Client im Modus Relay ein, wählen Sie im Trainer OpenShack Box · Network, geben Sie denselben Box-to-Box-Schlüssel ein und klicken Sie auf Connect Keyer. Hier ist der Trainer-Browser die Gegenstelle: Es gibt keine Host-Station am Funkgerät, daher werden weder Remote-Lizenz noch RHC-Abo benötigt. Box und Browser brauchen lediglich normalen ausgehenden Internetzugang. Unter Browser-Unterstützung finden Sie alle unterstützten Tastungswege.

Box-2-Box — Standalone-CW und PTT

Box-2-Box ist der Standalone-Weg für CW und PTT. Zwei OpenShack Boxen verbinden sich über TCP/IP — die Client-Box beim OP und die Host-Box am Funkgerät — und übertragen CW-Tastung und PTT ohne OpenShack im Tastungspfad. Nach der Einrichtung arbeiten die Boxen eigenständig: Es muss keine PC-Software laufen, damit CW durchkommt.

⚠️ USB-Seriell bevorzugen, wenn ein Windows-PC verfügbar ist
Box-2-Box läuft über die WLAN-Verbindung der Boxen. WLAN ist praktisch, aber nicht so berechenbar wie eine kabelgebundene USB-Seriell-Verbindung. Wenn an einem Ende ein Windows-PC verfügbar ist, ist der bevorzugte Weg: Box per USB verbinden und CW Link nutzen. Verwenden Sie Box-2-Box vor allem dann, wenn die Verbindung ausdrücklich ohne PC im Tastungspfad laufen soll.
ℹ️ Nur CW und PTT — Audio und CAT sind nicht enthalten
Box-2-Box überträgt ausschließlich CW-Tastung und PTT. Audio und CAT sind nicht Bestandteil — dafür verwenden Sie weiterhin das, was Sie ohnehin nutzen (eine andere Remote-App, eine direkte IP-Verbindung, SmartLink usw.). Box-2-Box ist ausschließlich für die Tastungskette gedacht.

Voraussetzungen

  • Zwei OpenShack Boxen — eine beim OP (Client), eine am Transceiver (Host).
  • WLAN (WiFi) auf beiden Boxen aktiviert. Box-2-Box verwendet immer die WLAN-Verbindung der Boxen. USB-Seriell dient bei Box-2-Box nur zur Einrichtung; wenn ein PC verfügbar ist, bleibt CW Link über USB der bevorzugte Weg.
  • Eine DTM Remote-Lizenz auf der Stationsseite. CW Link und die Einrichtung der Box am Transceiver (Host) benötigen eine DTM Remote-Lizenz. Die Box auf der Operator-Seite (Client) lässt sich ohne Lizenz einrichten, unter Settings → Network Box. Direct-Verbindungen sind darüber hinaus kostenfrei. Wenn Sie das Relay verwenden, wird auf der Stationsseite zusätzlich ein aktives Remote Host Connect (RHC)-Jahresabo benötigt. Jede Box muss vor dem eigenständigen Betrieb über OpenShack eingerichtet werden.
  • Ein Weg, auf dem sich die beiden Boxen finden. Im lokalen Netzwerk (LAN) ist das automatisch gegeben. Über das Internet gibt es drei Möglichkeiten — Portweiterleitung, eine direkte IPv6-Verbindung oder den Relay-Modus, wenn keine der beiden Boxen eingehende Verbindungen annehmen kann. Siehe Betrieb über Internet.

Funktionsprinzip

Box-2-Box Direktmodus — CLIENT-Box wählt HOST-Box direkt über TCP-Port 7373 an
Direktmodus — Client baut direkte Verbindung zum Host auf
Box-2-Box Relay-Modus — beide Boxen wählen sich zum Relay-Server, keine Portweiterleitung nötig
Relay-Modus — beide Boxen wählen sich ein, keine Portweiterleitung nötig

Die Client-Box überträgt jede Tastung und jede PTT-Änderung. Der Mithörton erklingt lokal in der Client-Box — ohne Netzwerkverzögerung. Die Host-Box empfängt den Stream und gibt dasselbe Timing an den Key-Ausgang und PTT-Eingang des Transceivers weiter.

Die Boxen halten einen Heartbeat aufrecht. Bricht die Verbindung ab, gibt die Host-Box PTT sofort frei und setzt den Key-Ausgang zurück — der Transceiver bleibt nie dauerhaft in Sendebetrieb.

Die beiden Modi unterscheiden sich nur darin, wie sich die Boxen finden — Tastung, Puffer und Authentifizierung sind in beiden Fällen identisch. Im Direct-Modus wählt der Client die Adresse des Hosts an. Im Relay-Modus wählen sich beide Boxen nach außen zu einem Relay, das sie zusammenführt und die Verbindung durchreicht — keine der Boxen muss eine eingehende Verbindung annehmen. Das Relay erfährt Ihre Passphrase dabei nie: Die Boxen weisen sich ihm gegenüber nur mit einem Einweg-Fingerabdruck aus, der aus der Passphrase abgeleitet ist, und authentifizieren sich Ende zu Ende durch das Relay hindurch.

Beide Modi funktionieren über IPv4 und IPv6. Am wichtigsten ist das am Funkgerät: An einem modernen DS-Lite- oder CGNAT-Anschluss, an dem eingehendes IPv4 nicht möglich ist, kann die Host-Box über IPv6 trotzdem Direct-Verbindungen annehmen — dazu genügt eine Firewall-Freigabe.

Box-2-Box einrichten

Standalone-Boxen werden über CW Link eingerichtet: Öffnen Sie Operate → CW Link mit einer per USB verbundenen Box, wählen Sie unter What do you want to set up? die Option Standalone OpenShack Box und anschließend, wo diese Box eingesetzt wird. OpenShack speichert die Einstellungen in der verbundenen Box; danach arbeitet die Box eigenständig. Bei zwei Boxen richten Sie zuerst die Host-Box am Funkgerät und danach die Client-Box beim OP ein.

✓ Windows-Client + USB-Box → eigenständige Host-Box
Sie müssen nur die Host-Box am Funkgerät als Standalone-Gegenstelle einrichten. Wählen Sie Operator computerOpenShack Box connected by USB, stellen Sie At the radio, CW goes to: auf Standalone OpenShack Box und klicken Sie auf Configure station Box…. CW Link kopiert Verbindung und Link-Passwort. Schließen Sie die Host-Box für die Funkstation an, prüfen Sie die Werte und klicken Sie auf Save to Box. Danach kehren Sie zur Client-Einrichtung zurück; deren Einstellungen bleiben erhalten.
ℹ️ Kein OpenShack-PC zur Hand? Dann WebConfig
Das browserbasierte WebConfig schreibt dieselben Einstellungen aus Chrome oder Edge über USB oder Bluetooth — ganz ohne Installation. Die Bedienelemente heißen dort etwas anders; die Übersicht weiter unten gilt für beide.

Host-Box (am Transceiver)

  1. Host-Box per USB mit OpenShack verbinden.
  2. Operate → CW Link öffnen, Standalone OpenShack Box und danach At the radio auswählen.
  3. Unter Link password ein Passwort mit mindestens 10 Zeichen eingeben. Beide Boxen müssen dasselbe Passwort verwenden.
  4. Timing buffer für die meisten Verbindungen auf Normal belassen. Bei instabilen Verbindungen Robust (poor network) wählen.
  5. Connection auf Direct stellen, wenn die Box erreichbar ist (oder bei LAN/VPN), sonst auf Relay.
  6. Connect automatically after power-on anhaken und auf Save to Box klicken.
  7. Auf Read from Box klicken. Die Statusanzeige zeigt, dass die Box wartet.
ℹ️ Host-Box über USB einrichten, nicht über WiFi
Eine aktivierte Host-Box hält ihren einzigen Netzwerk-Port für den Remote-Client frei und kann deshalb nicht gleichzeitig eine Konfigurationssitzung über WiFi bedienen — lassen Sie beim Einrichten also das USB-Kabel stecken. Erreichen Sie die Box doch über WiFi, schaltet sie Box-2-Box ab, damit sie konfiguriert werden kann, und sagt Ihnen das auch; schalten Sie es danach wieder ein.

Client-Box (beim OP)

  1. Client-Box per USB mit OpenShack verbinden.
  2. Operate → CW Link öffnen, Standalone OpenShack Box und danach At the remote operator auswählen.
  3. Connection wie bei der Box am Funkgerät einstellen: Direct oder Relay.
  4. Bei Direct unter Station address die IP-Adresse oder den DDNS-Namen der Stations-Box eingeben. Station port normalerweise auf 7373 lassen. Bei Relay wird keine Stationsadresse benötigt.
  5. Dasselbe Link password wie bei der Box am Funkgerät eingeben.
  6. Connect automatically after power-on anhaken und auf Save to Box klicken.
  7. Nach wenigen Sekunden spielt die Client-Box ein kurzes C als Mithörton — die Verbindung steht und die Tastung ist live.

Einstellungen im Überblick

Das sind die Bedienelemente im Register Standalone Box von CW Link. WebConfig bietet dieselben Einstellungen unter leicht abweichenden Namen.

EinstellungBedeutung
Box location Host: At the radio — die Box wartet auf die Client-Verbindung und gibt CW und PTT an das Funkgerät aus.
Client: At the remote operator — die Box sendet CW und PTT übers Netzwerk zum Host.
Off — no standalone link — die Netzwerkverbindung ist aus; USB-Tastung funktioniert weiter.
Station address IP-Adresse oder DNS-Hostname der Host-Box. Wird nur bei Role = CLIENT und Mode = Direct verwendet — in jeder anderen Kombination sind Feld und Beschriftung ausgegraut, weil keine Adresse angewählt wird. Im LAN die lokale IP; über Internet den DDNS-Namen, die öffentliche IP oder die IPv6-Adresse der Host-Box — in eckigen Klammern, wenn ein Port folgt, z. B. [2003:e5:2711:9a10::7]:7373.
Station port TCP-Port auf der Host-Box (Standard 7373). Nur ändern, wenn die Portweiterleitung einen anderen externen Port auf 7373 umleitet. Wird zusammen mit Target ausgegraut.
Link password Gemeinsame Passphrase — auf beiden Boxen identisch. Mindestens 10, höchstens 64 Zeichen. Im Flash gespeichert, nie im Klartext übertragen. Leer lassen, um den bereits in der Box gespeicherten Schlüssel zu behalten; mit Show wird die Eingabe sichtbar.
Timing buffer Profil des adaptiven Jitter-Puffers (wird an der Host-Box gesetzt):
Fast (good network) — geringste Zusatzverzögerung, für schnelle Verbindungen.
Normal — Standard; für typische Heimnetzanbindungen.
Robust (poor network) — mehr Puffer für langsame oder unzuverlässige Verbindungen.
Minimum (ms) Minimale Jitter-Puffertiefe in Millisekunden. Erhöhen, wenn das kontrollierte CW abgehackt klingt. Wenn beide Boxen verbunden sind, gewinnt der größere Wert, damit jede Seite zusätzliche Reserve anfordern kann.
Low-latency UDP Empfehlung: angehakt lassen. UDP überträgt die Tastung mit geringerer Verzögerung. Ausgeschaltet funktioniert TCP weiter, benötigt aber möglicherweise einen höheren Wert für Minimum (ms).
Repeat (ms) Abstand, in dem die Box jede Tastungsänderung über UDP wiederholt. Auf 70 lassen, sofern der Support nichts anderes empfiehlt.
Connection Direct — der Client wählt die Host-Box an. Geeignet für LAN, VPN, Portweiterleitung oder IPv6.
Relay — beide Boxen verbinden sich nach außen über ein Relay. Verwenden Sie es, wenn keine Seite eingehende Verbindungen annehmen kann. Beide Boxen müssen Relay verwenden. Für die hostende Box ist ein aktives RHC-Abo erforderlich.
Connect automatically after power-on Hauptschalter. Angehakt wird der Zustand im Flash gespeichert und Box-2-Box startet bei jedem Neustart automatisch — kein PC erforderlich.
Save to Box Überträgt alle aktuellen Einstellungen an die Box und speichert sie im Flash.
Reset counters Löscht die lokalen Box-2-Box/TX-Diagnosezähler und, bei verbundener Gegenstelle, auch die Zähler der anderen Box; die Statusanzeige wird anschließend neu geladen.
Read from Box Liest den lokalen Box-2-Box-Status neu aus und fragt bei verbundener Gegenstelle auch deren schreibgeschützten Status ab. Die Ausgabe der Gegenstelle wird unter der lokalen Ausgabe angehängt.
Statusanzeige Zeigt Box-Standort, Verbindungszustand, Gegenstelle, Umlaufzeit, Timing-Puffer, Netzwerkpfad, Zähler und WiFi-Adresse. Mit Read from Box wird die Anzeige aktualisiert.

Betrieb über das Internet

Im lokalen Netzwerk ist keine zusätzliche Konfiguration nötig. Über das Internet arbeiten Sie diese Liste ab und bleiben bei der ersten Möglichkeit stehen, die Ihr Anschluss zulässt:

  1. Direct über IPv4 — Portweiterleitung. Im Router am Funkgerät TCP-Port 7373 und UDP-Port 7373 auf die lokale IP-Adresse der Host-Box weiterleiten. Ins Feld Target der Client-Box kommt die öffentliche IP — oder ein DDNS-Hostname, wenn der Anbieter sie wechselt.
  2. Direct über IPv6 — eine Firewall-Freigabe. Haben beide Seiten IPv6, ist nichts weiterzuleiten: In der Router-Firewall eingehendes TCP und UDP 7373 auf die IPv6-Adresse der Host-Box freigeben und dem OP diese Adresse in eckigen Klammern nennen, z. B. [2003:e5:2711:9a10::7]:7373. Die IPv6-Adressen der Host-Box stehen zum Kopieren am unteren Rand von Hardware Settings → WiFi. An einem modernen DS-Lite-Anschluss, an dem es eingehendes IPv4 gar nicht gibt, ist das oft der einfachste Weg.
  3. Relay — wenn an beiden Enden nichts eingehend möglich ist. Auf beiden Boxen Mode auf Relay stellen. Die Boxen wählen sich nach außen, das Relay führt sie zusammen, und die Tastung läuft hindurch. Keinerlei Router-Änderungen — und es verbindet außerdem eine reine v6-Seite mit einer reinen v4-Seite. Für die hostende Box ist ein aktives RHC-Abo erforderlich.
ℹ️ CGNAT — wenn Portweiterleitung nicht funktionieren kann

Manche Anbieter (mobiles Breitband, einige Kabelanbieter) betreiben ihre Kunden hinter CGNAT (Carrier Grade NAT). Dort hat eine Portweiterleitung im eigenen Router keine Wirkung — eine eingehende IPv4-Verbindung erreicht die Box nie.

Zwei Auswege, in dieser Reihenfolge: Viele CGNAT-Anschlüsse liefern trotzdem echtes IPv6, sodass eine Direct-Verbindung über IPv6 oft ohne Weiteres funktioniert; ist auch das nicht verfügbar, ist der Relay-Modus genau für diesen Fall gebaut und benötigt an keiner Seite eingehende Erreichbarkeit.

Eigenes CW-Signal mithören
Es wird dringend empfohlen, das eigene Signal mit einem zweiten Empfänger, zum Beispiel einem nahen Empfänger oder WebSDR, mitzuhören und die tatsächliche HF-Qualität zu prüfen. Klingt CW abgehackt oder fehlen Punkte, erhöhen Sie Minimum (ms) und testen erneut.

CW-Ansagen

Beide Boxen spielen kurze Mithörton-Ansagen in CW, um über den Status zu informieren. Es wird kein HF ausgestrahlt — der Key-Ausgang ist dabei nicht aktiv. Die Host-Box ist in der Regel unbeaufsichtigt; ihre Ansagen sind am lokalen Kopfhörerausgang zu hören.

CWBedeutung
B Box-2-Box wurde aktiviert und der Stream hat begonnen.
R Nur im Relay-Modus: Das Relay hat diese Box angenommen und wartet auf die Gegenstelle. Wird einmal gespielt — beim Warten und erneuten Anwählen nicht wiederholt.
C Ein Peer hat sich verbunden und authentifiziert — die Tastung ist jetzt live.
<AR> Box-2-Box wurde gestoppt — die Verbindung ist abgebrochen, deaktiviert oder manuell getrennt.
L Nur im Relay-Modus und nur auf der Host-Box: Das Relay hat die Zusammenführung abgelehnt, weil für diese Box kein aktives RHC-Abo vorliegt. Die Box versucht es selbstständig jede Minute erneut — die Ansage wiederholt sich also, bis das Abo vorliegt.
W Die Box-2-Box-Einstellungen wurden gelöscht, weil Button 4 beim Einschalten 6 Sekunden oder länger gehalten wurde.
ℹ️ Ansagen werden mit mindestens 18 WpM gegeben
Unabhängig davon, wie langsam Sie die Gebegeschwindigkeit der Box eingestellt haben, werden diese Status-Zeichen — und die HI-Begrüßung beim Einschalten — mit mindestens 18 WpM gegeben. Bei den minimal einstellbaren 5 WpM würde allein die Begrüßung bei jedem Start rund 15 Sekunden dauern. Ihre eigene Tastung und die Geschwindigkeitsrückmeldung beim Drücken der Speed-Tasten sind davon nicht betroffen und folgen immer der eingestellten Geschwindigkeit. (Ab Firmware 1.54.)

Hardware-Notfunktionen

Nach der Inbetriebnahme lässt sich Box-2-Box direkt über die Tasten der Box bedienen — ohne PC oder USB-Kabel. Praktisch, wenn beide Boxen im Einsatz oder unterwegs sind.

AktionWirkung
Speed − + Button 4 gleichzeitig gedrückt halten (im Betrieb) Schaltet den Box-2-Box-Stream sofort ein oder aus und speichert den neuen Zustand — die Box merkt sich das über einen Neustart hinaus.
Button 4 beim Einschalten kurz halten Überspringt Box-2-Box nur für diese Sitzung. Die Box startet auf normalem WiFi/TCP, damit das Web-Config-Tool sie erreichen kann. Gespeicherte Einstellungen bleiben unverändert; beim nächsten Start läuft Box-2-Box wieder.
Button 4 beim Einschalten 6 Sekunden oder länger halten Löscht alle Box-2-Box-Einstellungen aus dem Flash. Die Box bestätigt mit einem W als Mithörton. Als letztes Mittel zum Zurücksetzen einer falsch konfigurierten oder nicht mehr erreichbaren Host-Box.
Speed − beim Einschalten halten Startet die Box bereit für die USB-Konfiguration und überspringt dabei auch Box-2-Box. Das ist der Griff, wenn Sie die Box anstecken und vom PC oder mit dem Web-Config-Tool einrichten wollen — in welchem Zustand sie auch ist.

Speed − = linke obere Taste (WPM−); Speed + ist die Taste daneben; Button 4 = rechte obere Taste (4. Taste). Siehe Hardware — Bedientasten.

ℹ️ Gebegeschwindigkeit ohne PC einstellen
Die Tasten Speed − und Speed + funktionieren immer, ganz gleich was die Box gerade tut, und die neue Geschwindigkeit wird gespeichert. Steht eine Box einmal auf einem unbrauchbaren Tempo, ist nichts zu retten — einfach Speed + drücken, bis es wieder passt.
✅ Auch eine Box ohne Gegenstelle bleibt ansprechbar
Ab Firmware 1.54 bleibt eine Box, deren Gegenstelle oder Relay nicht erreichbar ist, während der laufenden Verbindungsversuche vollständig konfigurierbar — das Web-Config-Tool und OpenShack verbinden sich ganz normal. Bei älteren Firmware-Ständen blockierte jeder Versuch die Box kurzzeitig, sodass ein Verbindungsaufbau in eine Zeitüberschreitung laufen konnte; dort führen die obigen Boot-Notfunktionen zum Ziel.

Einschränkungen

  • Nur CW und PTT. Audio und CAT sind nicht Teil von Box-2-Box.
  • Einseitige Tastung. Der Client tastet den Transceiver der Host-Box. Die Host-Box kann in der aktuellen Version nicht zurücktasten.
  • Host-Lauschport ist fest auf 7373. Direct nutzt TCP 7373 und UDP 7373 auf der Host-Box. Nicht konfigurierbar — nur der Ziel-Port des Clients lässt sich anpassen. Im Relay-Modus lauscht keine der beiden Boxen.
  • Direct braucht Erreichbarkeit. Eine Adressfamilie muss durchgehend nutzbar sein — IPv4 mit Weiterleitung oder IPv6. Wo das nicht möglich ist, hilft der Relay-Modus, der außerdem eine reine v6-Seite mit einer reinen v4-Seite verbindet.
  • Immer nur eine Sitzung. Die Host-Box hat einen einzigen Verbindungsplatz, und ein Konfigurationsprogramm hat Vorrang vor der Gegenstelle. Wenn Sie OpenShack oder das Web-Config-Tool mit einer laufenden Host-Box verbinden, wird die Verbindung deshalb verdrängt; die andere Box wählt von selbst wieder an, sobald Sie sich trennen.
  • Keinen Winkey-Logger gleichzeitig auf der USB-Schnittstelle der Host-Box betreiben. Zwei unabhängige Tastungsquellen am selben Transceiver können sich gegenseitig stören.